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Herzogenaurach
Handball

TSH muss Überlegenheit des Favoriten anerkennen

Mit einer deutlichen Niederlage beim Bayernliga-Spitzenteam HG Zirndorf mussten die Handballerinnen der TS Herzogenaurach die kurze Heimfahrt antreten.
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Die Zirndorferinnen hielten Saskia Probst und die anderen TSHlerinnen erfolgreich vom eigenen Tor fern. Nur 15 Tore erzielte Herzogenaurach bei der deutlichen Niederlage.  Foto: herzopress/Archiv
Die Zirndorferinnen hielten Saskia Probst und die anderen TSHlerinnen erfolgreich vom eigenen Tor fern. Nur 15 Tore erzielte Herzogenaurach bei der deutlichen Niederlage. Foto: herzopress/Archiv


HG Zirndorf - TS Herzogenaurach 25:15

Um es vorweg zu nehmen: Der Sieg für die HG ging auch in der Höhe absolut in Ordnung, denn die Gastgeberinnen waren jederzeit das bestimmende Team auf dem Parkett, und dies laut TS-Coach Hans-Jürgen Kästl mit einfachen, aber äußerst effektiven Mitteln. So stellte sich Zirndorf beispielsweise darauf ein, dass der harzfreie Ball den Herzogenauracherinnen trotz tagelangen Trainings ohne Harz Probleme bereitete.

Die HG-Torfrau hielt viele Würfe aus der Distanz und münzte diese ("gefühlte 20 Mal", so Kästl) sofort in besonders wirksame Gegenstöße um. Da parallel die Durchbruchsräume von außen oder über den Kreis von Zirndorf zugestellt wurden, kamen die Gäste zu lediglich 15 Treffern, was fast Minusrekord in den fünfeinhalb Jahren TSH-Bayernliga bedeutet.


Aber auch der Aufstiegsaspirant muss sich in eigener Halle selten mit lediglich 25 Treffern zufrieden geben, was zumindest den Einsatz und das lange Zeit engagierte Abwehrverhalten der Nachbarn von der Aurach verdeutlicht. Und noch etwas war am Spielende zu bilanzieren: In einer für ein Derby erneut sehr fairen Begegnung mit zwei ausgezeichneten Schiedsrichtern packten beide Abwehrreihen mit gesunder Härte zu.

Zumindest in den ersten 14 Minuten gestaltete die TSH die Begegnung bis zum Spielstand von 8:5 offen, dann jedoch setzte sich die HG kontinuierlich ab und schon in der 23. Minute lagen die Gastgeberinnen mit 11:6 in Front. Zur Pause betrug der zahlenmäßige Abstand zwar "nur" sechs Treffer (14:8), doch es war Kästl und seiner Mannschaft bewusst, dass es nur noch um Schadensbegrenzung geht. Zu dominant zeigte Zirndorf seine Heimstärke.


Druck der HG zu konsequent

Mit großer Laufbereitschaft in der Rückwärtsbewegung verhinderten die Gäste immerhin etliche der gefürchteten Gegenstöße über die erste Welle, doch der nachfolgende Druck aller sechs Angreiferinnen war zu konsequent und massiv und führte zu Torerfolgen der HG, bevor die TSH ihre Abwehrformation aufbaute.

Den Rest erledigte die HG mit einigen ansatzlosen Schlagwürfen, während die Auracher das Positionsspiel in den Griff bekamen. Selbst bei eigenen Angriffen sah Kästl etliche gute Ansätze, die allerdings zu oft verpufften. So blieb sein Team letztlich chancenlos gegen eine HG, die für das Ziel Aufstieg gerüstet scheint.


Zu viele technische Fehler

"Ich mache der Mannschaft keine Vorwürfe, der Spielverlauf entsprach in etwa dem, was die Umstände hergaben", sagte Kästl, der sich über die Umsetzung seiner taktischen Anweisungen freute, aber mit den vielen technischen Fehlern nicht zufrieden war.

"Positiv war, dass Corinna Merz nach der monatelangen Verletzungspause deutliche Fortschritte macht und in 14 Tagen bestimmt wieder ihre prima Frühform erreicht haben dürfte", resümierte der TS-Coach.
TSH: Ohlmann Müller - Dodan (1), Mittelheisser (2/2), Probst (3), Merz (2), Mittasch (5), Katrin Kräck (1), Küffner (1), Janka Kräck, Müller-Tegel

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