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Herzogenaurach
Handball

TSH lässt sich nicht abschütteln

Gegen Haunstetten II stand die dezimierte TSH lange auf verlorenem Posten, drehte die Partie aber noch zu ihren Gunsten.
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Sarah Stephan (li.) überzeugte im TSH-Team selbst auf der für sie ungewohnten rechten Außenposition und trug vier Tore zum Erfolg gegen Haunstetten II bei. Fotos: herzopress
Sarah Stephan (li.) überzeugte im TSH-Team selbst auf der für sie ungewohnten rechten Außenposition und trug vier Tore zum Erfolg gegen Haunstetten II bei. Fotos: herzopress
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Trotz Drei-Tore-Rückstands zur Pause haben die Herzogenauracher Bayernliga-Handballerinnen gegen die Bundesliga-Reserve aus Haunstetten einen Sieg eingefahren. Mit einem weiteren Erfolg könnten die TS-Damen ihre Bilanz ausgleichen.


TS Herzogenaurach - TSV Haunstetten II 24:19

Aus einem merkwürdigen Spiel wurde eine denkwürdige Bayernliga-Begegnung, zumindest aus Sicht der TS- Frauen. Denn den 8:11-Pausenrückstand drehte das Udo-Hermannstädter- Team mit einer couragierten Leistung in einen verdienten und enorm wichtigen Erfolg. Nichts deutete anfangs darauf hin, dass die Gastgeberinnen diese Partie für sich entscheiden würden, zu abgeklärt wirkten die Gäste primär in den ersten 30 Minuten.



Probst bleibt bis zur Pause

Mit 5:1 lagen sie nach nur sechs Minuten in Front, hatten die ersatzgeschwächte und auf einigen Positionen umbesetzte TS- Mannschaft sicher im Griff. Da sich Katrin Kräck im Abschlusstraining die Achilles- Sehne gerissen hatte und Viktoria Egle fehlte, musste Hermannstädter kräftig durchwechseln. Zumindest konnte er bis zur Pause auf Jungnationalspielerin Saskia Probst zurückgreifen, die anschließend mit ihrem Vater nach Regensburg düste, wo sie in der ESV-Jugendmannschaft benötigt wurde. "Es ist super, dass Saskia diese Doppelstrapazen erneut auf sich genommen hat", lobte ihr Coach.

Dennoch dominierte Haun stetten. Mit vielen leichten Fehlern ermöglichte es die TSH ihrem Gegner, in Wurfposition zu gelangen, bevor sich der Deckungsverband formiert hatte. Die zunächst im TS-Gehäuse stehende Nina Aures stand den unbehindert werfenden Gästen oft hilflos gegenüber. Dennoch mühten sich die Gastgeberinnen um den Anschluss, der ihnen in der 27. Minute beim 8:10 halbwegs gelang. Doch rasch zog der TSV das Tempo wieder an. Zudem hatten die Schwaben vier gleichstarke Wechselspielerinnen dabei. Und alle zeichnete eine ungewöhnliche Härte aus, erworben durch das häufige Training mit dem Bundesliga-Team.

Nach dem Wiederanpfiff dasselbe Bild: die TSH netzte mühsam ein, der TSV konterte mühelos. Doch das änderte sich. Die nun das Tor hütende Michaela Müller gab mit ihrer stoischen Ruhe und guten Aktionen den nötigen Rückhalt, um dranzubleiben. Beim 16:15 lagen die Mittelfränkinnen erstmals vorne. Die Führung ließen sie sich fortan nicht mehr nehmen, wobei sich Nina Höpflinger und Kerstin Orend aus der zweiten Mannschaft großartig einbrachten.


Dodan übernimmt Verantwortung

Von der überragenden Lenkerin Nina Bestle geführt gab die TSH den jungen Gegenspielerinnen einige Rätsel auf. Alexa Dodan übernahm entschlossen die Verantwortung für den Torabschluss. Die auf der für sie ungewöhnlichen rechten Außenposition explodierende Sarah Stephan wurde zur Gefahrenquelle für die Gäste.
"Das war Nina Bestles stärkste Leistung für die TSH. Gefreut hat mich auch, welche Stabilität uns Michaela Müller im Tor gab, während Alexa Dodan heute gezeigt hat, was sie bringen kann, wenn sie mehr eigenen Tordrang entwickelt", sagte ein zufriedener TSH-Trainer Udo Hermannstädter.
TSH: Aures, Müller - J. Kräck (2), Stephan (4), Müller- Tegel (2), Bestle, Probst (2), Höpflinger (2), K. Orend, Dodan (12/6), Antos (1)

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