Heßdorf
Handball

TSH beendet ihr leidvolles Derby-Trauma

Lange mussten sich die Handballherren der TS Herzogenaurach gedulden. Doch eine hervorragende Leistung ließ eine zähe Negativserie reißen. Mit 31:25 (16:13) dominierten die Schuhstädter das Derby bei der HSG Erlangen/Niederlindach und nahmen für die Hinspielpleite Revanche.
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Marco Loncar (r.) gehört zwar zu den Youngstern im Team der TS Herzogenaurach, er weiß aber schon, wie man zupacken muss. Das bekam auch Lukas Stübinger von der HSG Erlangen-Niederlindach zu spüren. Fotos: herzopress
Marco Loncar (r.) gehört zwar zu den Youngstern im Team der TS Herzogenaurach, er weiß aber schon, wie man zupacken muss. Das bekam auch Lukas Stübinger von der HSG Erlangen-Niederlindach zu spüren. Fotos: herzopress
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Die Freude über den lang ersehnten Derbysieg kannte nach Abpfiff keine Grenzen. Vor prall gefüllten Zuschauerrängen in der Hannberger Seebachgrundhalle feierten die Herzogenauracher ihren fünften Sieg im fünften Rückrundenspiel. Dass der Tabellenzweite von der Aurach dabei einen direkten Verfolger weiterhin auf Distanz hielt, schien lediglich eine Nebenrolle zu spielen. Denn nach mehreren sieglosen Derbys fiel eine große Last von den Schultern der TSH-Akteure. Spielertrainer Ingo Kundmüller fand nur lobende Worte für den Auftritt seiner Mannschaft: "Wenn man gegen so einen Gegner, vor so einem Publikum derart abgezockt auftritt, wie wir das getan haben, dann kann ich als Trainer nur zufrieden sein."

Dabei stand das Spiel aus Sicht der Turnerschaft unter keinem guten Stern. So stand Kundmüller aufgrund der Spielansetzung lediglich eine Trainingseinheit zur Verfügung. Mit Gregor Hübner und Sebastian Kammerer fielen zwei weitere Akteure aus. Doch davon ließen sich Auer, Josnik und Co. nicht irritieren. So kamen die Aurachstädter gut in die Partie, erst beim Zwischenstand von 8:8 meldeten sich die Hausherren wieder zurück. Durch einen 1:4-Lauf unmittelbar vor Pausenpfiff gingen die TSHler mit einer 16:13-Führung und einem kleinen psychologischen Bonus in die Kabine. Die zweite Halbzeit begann ähnlich, wie die erste zu Ende gegangen war. Die Akteure um Spielertrainer Kundmüller netzten ein ums andere Mal ein, konnten sich jedoch nicht spielentscheidend absetzen. Dies spiegelte sich auch im Spielfilm wider: Bis zum Zwischenstand von 21:14 schienen die TSHler die harte, aber faire Partie vollends im Griff zu haben. Dieser Vorsprung konnte zwar über einen Großteil der zweiten Halbzeit gehalten werden, jedoch blieben die Niederlindacher fortwährend in Schlagdistanz (23:18). Diese versuchten während einer Unterzahlsituation der Herzogenauracher, durch eine offensive Manndeckung leichte Ballgewinne zu erzielen. Doch selbst gegen diese ungewöhnliche Maßnahme hatten die TSHler ein probates Mittel zur Verfügung. So stach besonders der quirlige Flügelflitzer Igor Zhilinskiy, der mit sieben Treffern einen Sahnetag erwischte, in dieser Spielphase heraus und nutzte seine Schnelligkeit eiskalt aus. Niederlindach fand im restlichen Spielverlauf keine Mittel mehr, um die Herzogenauracher aus dem Konzept zu bringen.

Lob für die Jungen

Trainer Kundmüller hob die geschlossene Mannschaftsleistung hervor: "Heute hat wirklich jeder Spieler seinen Teil zum Sieg beigetragen. Auch unsere beiden Youngsters Markus Theiss und Marco Loncar haben das sehr gut gemeistert. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wenngleich uns in den nächsten Wochen noch sehr schwierige Aufgaben erwarten."
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