Herzogenaurach
Basketball

TSH-Männer zaubern in eigener Halle

Zum Zungeschnalzen war der Auftritt der Reginonalliga-Basketballer der Turnerschaft Herzogenaurach, bei dem sie die Baskets Zwickau mit 95:81 wieder auf die Heimreise schickten.
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Christian Imberi suchte mit Eleganz und Muskelkraft immer wieder den Abschluss und war mit 18 Punkten zweitbester TSH-Werfer. Fotos: herzopress
Christian Imberi suchte mit Eleganz und Muskelkraft immer wieder den Abschluss und war mit 18 Punkten zweitbester TSH-Werfer. Fotos: herzopress
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Vor allem in der Schlussphase des zweiten Viertels gabe spektakuläre Aktionen im Sekundentakt: Erst blockte Ali Awarke einen Ball in schwindelerregender Höhe und leitete den Fast-Break über Mike Kaiser ein, der über das Feld schoss und den wie aus dem Nichts kommenden Monty Rogers bediente, der den Ball durch den Ring donnerte.


TS Herzogenaurach - Baskets Zwickau 95:81

Im ersten Viertel hielten die Gäste noch gut mit, vor allem Scott Cline (19 Punkte) sorgte für Zählbares. Nach fünf Minuten stand es 10:10, doch dann setzte sich die TSH erstmals ab. Mike Kaiser netzte aus der Ferndistanz ein und Adrian Dlugosch vernaschte seine Gegenspieler unter dem Korb. So zogen die Longhorns bis zur Viertelpause auf 25:17 davon.
Im zweiten Abschnitt kamen zunächst die Sachsen mit zwei Dreiern von Ben Hruschka wieder heran, ehe der Herzogenauracher Angriffs-Express Fahrt aufnahm.
Am Steuer saß Peter Simon, der zehn Assists auflegte und die Seinigen gekonnt dirigierte. Schwungräder waren Mike Kaiser, Markus Person und Christian Imberi, welche die Fast Breaks mit viel Eleganz und der nötigen Portion Muskelkraft abschlossen und Monty Rogers elektrisierte die Halle: Mit seinen Flugeinlagen und seiner Leichtigkeit verzückte er die Zuschauer, die das Geschehen mit begriffen wie "Zauberbasketball" oder "Zirkusartistik" kommentierten. Die Longhorns legten einen 18:2-Lauf hin und führten zur Halbzeit mit 55:33.

Dreimal zwei Dreier in Folge

Im dritten Viertel kam Zwickau besser ins Spiel und setzte vor allem den 2,05 Meter großen, aber beweglichen Uwe Kupfer-Zwingelberg (19 Punkte) in Szene, der auch gegen mehrere Gegenspieler erfolgreich war. Auf Seiten der TSH netzte Peter Simon zwei Dreier in Folge ein, was ihm im Anschluss Mike Kaiser und Marcus Person nachmachten. Der Vorsprung blieb stabil, obwohl das Niveau der ersten Halbzeit nicht mehr gehalten wurde (76:57).
Im Schlussabschnitt kamen die Sachsen noch mal richtig auf und kamen vor allem über Ben Hruschka und Uwe Kupfer-Zwingelberg auf 82:70 heran. Nun zeigten aber Toni Donhauser und Ali Awarke Führungsqualitäten, dominierten den Rebound und übernahmen auch vorn Verantwortung, was letztendlich zum deutlichen 95:81-Erfolg führte. Das TSH-Trainerduo Angelos Plantzas und Peter Simon erklärte: "Die erste Halbzeit war wohl das Spektakulärste, das es je in Herzogenaurach gegeben hat. In der zweiten Halbzeit war dann leider etwas die Spannung raus, aber Zwickau ist auch nicht ohne und es ist klar, dass man solch eine Mannschaft nicht über 40 Minuten dominieren kann."
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