Aus der Traum: Für den TSV Röttenbach ist in der Fußball-Bezirksliga Mittelfranken Nord die Hoffnung auf den Klassenerhalt nun auch rechnerisch erloschen. 14 Punkte Rückstand auf das rettende Ufer bei noch fünf ausstehenden Spielen sprechen Bände. Der ASV Pegnitz ist an der Tabellenspitze nicht aufzuhalten, und nach dem 6:2-Sieg beim FC Bayern Kickers Nürnberg haben die Pegnitzer sieben Punkte Vorsprung vor dem FC Stein, der den ASV Fürth mit 2:0 bezwang. In den weiteren Begegnungen verpasste die SpVgg Heßdorf den Sprung auf den dritten Tabellenplatz durch das 2:2 zu Hause gegen Hüttenbach. In der unteren Tabellenregion konnte der SC Rupprechtstegen drei wichtige Punkte beim 2:1-Sieg gegen den Vorletzten Tennenlohe verbuchen und hat nun sechs Punkte Vorsprung vor dem Schleuderplatz-Inhaber SK Lauf, der beim ATSV Erlangen Unentschieden spielte.

SpVgg Heßdorf -SpVgg Hüttenbach 2:2


Die Partie begann auf beiden Seiten mit schnellen Aktionen. Die Gäste hatten einen vielversprechenden Freistoß, doch Heinlein war auf dem Posten (9.). Die beste Chance auf Heßdorfer Seite vergab in der Anfangsphase Büttner nach Vorarbeit von Marxer und Vogel (20.). In der Folge verpasste es Wildeis dreimal, die Gastgeber in Führung zu bringen. Das rächte sich. Denn als alle schon mit dem 0:0 zu Pause rechneten, hebelten die Gäste mit einem schnellen Spielzug die Heim-Abwehr aus und Gruner vollendete zum 0:1 (43.).
Nach dem Seitenwechsel forcierten die Heßdorfer ihre Bemühungen. Adler reagierte nach einer Ecke im Gewühl am schnellsten und schaffte den Ausgleich (51.). Jetzt ging es hin und her - ein offener Schlagabtausch - doch meist waren die Abwehrreihen zur Stelle. Noch gut zehn Minuten waren zu spielen, als die Gäste mit einem schnellen Powerplay erneut die Führung durch Reuffer erzielten (79.). Jetzt schien die Kraft bei der jungen Heßdorfer Truppe nachzulassen. Obwohl sie gute Spielzüge zeigten, wollten ihnen einfach kein Abschluss gelingen. Schiedsrichter Großmann zeigte eine Nachspielzeit von drei Minuten an und viele der gut 170 Zuschauer verließen schon ihren Platz. Doch als keiner mehr damit rechnete, wurde Marxer im Strafraum von Hüttenbach zu Fall gebracht. Den folgerichtigen Elfmeter verwandelte Gumbrecht sicher zum 2:2. Der Referee pfiff das Spiel danach nicht mehr an.

TSV Röttenbach - ASV Veitsbronn-Sieg. 1:4


Von Beginn an waren die Spieler aus Veitsbronn deutlich besser. Bereits in der 6. Minute hatte D. Kusnyavik eine sehr gute Torchance, doch TSV-Keeper Schauer war auf dem Posten. Sieben Minuten später tauchte erneut D. Kusnyavik gefährlich vor dem Röttenbacher Gehäuse auf: Gambel warf sich zwar dazwischen, doch den Nachschuss versenkte Müller zum 0:1 in den Maschen (13.). Auch in der Folge hatte der ASV deutlich mehr Ballbesitz und die Gastgeber durften froh sein, nicht vor der Pause noch höher in Rückstand zu geraten.
Doch auch nach dem Seitenwechsel vermochte es der TSV nicht, dem Spiel eine entscheidende Wende zu geben. Und so war es kein Wunder, dass R. Kusnyavik nach Vorlage von Illauer das 0:2 markierte (50.). Hoffnung keimete beim TSV nochmals auf, als Kovacic per Foulelfmeter der Anschlusstreffer gelang (55.), doch zehn Minuten später stellte Müller wieder den alten Abstand her. Den Schlusspunkt in einem insgesamt einseitigen Spiel setzte Bolz, der in der 79. Minute zum 1:4-Endstand traf.