Herzogenaurach
Turnen

Spagat zwischen Spaß und Leistung gelingt

Bei der Herzoturnia zeigen 140 Sportlerinnen ihr Können an vier Geräten und erzielen beste Ergebnisse, obwohl es kein offizieller Wettkampf ist - dafür aber beste Vorbereitung auf den anstehenden Gaupokal.
Artikel drucken Artikel einbetten
Vom Reit- in den Schwebesitz Fotos: herzopress
Vom Reit- in den Schwebesitz Fotos: herzopress
+11 Bilder
Es ist schon ein großer Aufwand, so ein Turnevent zu stemmen. Organisator Peter Müller (Sportlehrer der Turnerschaft) und sein Team von rund 40 Helfern hatten bei der Herzoturnia jedenfalls alle Hände voll zu tun. 140 Turnerinnen aus unterschiedlichen Vereinen, nicht nur aus dem Landkreis, gingen an den Start. Der Vormittag gehörte den Kleinen, am Nachmittag waren dann die Älteren gefragt. Dabei gab es an diesem Tag eigentlich nur Gewinner.
Unter den Augen der Eltern riefen die Turnerinnen ihre bestmögliche Leistung ab, was aufgrund der Nervosität manchmal gar nicht so einfach ist, wie jeder Sportler weiß. Doch die Anfeuerungsrufe des Teams und von der Tribüne ließen auch manche über sich hinauswachsen. Herzogenaurachs Trainer Peter Müller war mit den Leistungen seiner Schützlinge durchaus sehr zufrieden.
Für die Kleinen war es "sozusagen fast die Feuertaufe und der erste Wettkampf". Mit ihrem zweiten Platz zeigte Melina Winkelmann eine sehr schöne Leistung und rief laut Müller endlich ab, was sie im Training schon oft bewiesen hat.
Knapp am Podest vorbei hüpfte Miriam Müller. Nur 0,25 Punkte fehlten ihr auf den dritten Platz durch einen Rückschwung am Barren der recht umstritten war. Als Gastgeber steht man aber bei der TS darüber und zollte vor allem den Eckenhaidern großen Respekt, die viele Titel einheimsten. Für die Mannschaft hatte sich Peter Müller etwas mehr erhofft, doch Franzi Jauernig verletzte sich zum Beispiel beim Sprung und konnte nicht optimal punkten.
Da es keine offizielle Meisterschaft war, konnten sich die Turnerinnen eigentlich immer locker präsentieren. Doch wer nimmt einen Wettkampf nicht ernst? Die ideale Vorbereitung also für weitere Starts. Beim Gaupokal am kommenden Wochenende läuft es für die Herzogenauracher vielleicht besser. Dann vielleicht auch mit Anna Rehder, die bei der Herzoturnia wegen einer Bänderdehnung verletzungsbedingt pausieren musste.

Röttenbacher schlagen sich gut

Mit einer ganzen Reihe erfolgreicher Turnerinnen war auch die TG Röttenbach in Herzogenaurach vertreten. Die jüngste Röttenbacherin, Maya Knirsch, holte als 13. einen soliden Mittelfeldplatz ihrer Altersklasse (Jahrgänge 2004/05). Ihre Mitstreiterinnen, Lilly Lehner, Johanna Will, Amelie Eichinger, Hannah Jung und Eva Pezenka, hatten es bei den etwas älteren Mädchen (2002/03) schwerer. Bei starker Konkurrenz und nicht der besten Tagesform landeten sie im hinteren Mittelfeld, angeführt von Lilly Lehner als 15. von 27 Turnerinnen.
Bei den großen Mädchen (Jg. 2000-2002), gingen insgesamt neun Röttenbacherinnen an den Start. Judith Meidinger, Emma Ohlmeyer und Jessica Bäreis konnten ihre Trainingsleistungen an den Geräten bestätigen und erturnten sich die Plätze 10, 11 und 13. Katharina Dengler und Anna Dellermann reihten sich weiter hinten ein. In der Mannschaftswertung erkämpften sich die Mädchen den fünften Platz.
Annemie Szemes, Lena Völkl, Lisa Süß und Annina Pohl nahmen das erste Mal an einem Kür-Wettkampf teil, in dem jede Turnerin selbst zusammengestellte Übungen zeigen muss. Bei starker Konkurrenz verpasste Annemie Szemes nur knapp einen Podestplatz und wurde Vierte. Lena Völkl erturnte sich mit guten Leistungen Rang 7. Lisa Süß und Annina Pohl waren leider an diesem Tag nicht in der Lage, ihre Bestleistung abzurufen. Besonders erfreulich war jedoch, dass die vier Mädchen Platz 1 in der Teamwertung holten.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren