Niederlindach
Handball

Siegesserie der HSG gerissen

Nach vier Siegen am Stück hat es die HSG Erlangen-Niederlindach wieder erwischt: In der Bezirksoberliga setzte es eine 30:32-Pleite gegen den HC Forchheim.
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Max Erhardt war mit sechs Toren neben Schmieding und Stübinger bester HSG-Schütze, konnte die Pleite seiner Niederlindacher beim HC Forchheim aber nicht verhindern.  Foto: Schmieding
Max Erhardt war mit sechs Toren neben Schmieding und Stübinger bester HSG-Schütze, konnte die Pleite seiner Niederlindacher beim HC Forchheim aber nicht verhindern. Foto: Schmieding
Gegen den HC Forchheim hat es die HSG verpasst, ihre Siegesserie auszubauen. Zu lethargisch zeigte sich die Mannschaft fast im gesamten Spielverlauf. Bis zur 45. Minute rief das Team nicht seine Leistung der letzten Partien ab, wachte dann aber noch einmal auf und erzielte mit einem starken 7:1-Lauf den Anschluss. Obwohl die Erlangen-Niederlindacher in den letzten Minuten noch einmal alles versuchten, um auswärts zu punkten, mussten sie sich knapp geschlagen geben.


HC Forchheim - HSG Erlangen/Niederlindach 32:30

Mit vier Siegen in Folge ging es für die HSG ins Derby gegen den HC Forchheim. Die Gastgeber hatten zuletzt zwei Niederlagen gegen Nabburg und Auerbach hinnehmen müssen, standen in der Tabelle aber weiter vier Zähler vor der HSG. Im Hinspiel setzte es für die Mannschaft um Robin Schmieding, die Stübinger-Brüder und Co.
eine sehr deutliche 28:37-Pleite, bei der die Mannschaft einen rabenschwarzen Tag hinlegte und zu keiner Zeit auf Augenhöhe mit dem Gegner agierte.
Für diese Niederlage wollte sich das Team von Trainer Walter Anheuer revanchieren und die Siegesserie ausbauen. Dazu standen diesmal aber weder Rückraumrecke Ingo Forstner noch der Zehn-Tore Mann des letzten Spiels, Stefan Rühl, zur Verfügung, wofür aber Lukas Stübinger und der noch angeschlagene Björn Hauer in den Kader zurückkehrten.


Vorteil für Forchheim

Die Partie begann besser für die Gastgeber, die schnell mit 2:0 und 4:2 in Führung gingen, doch die Gäste fanden auch den Weg durch die gegnerische Abwehr und glichen aus. Der Vorteil blieb jedoch auf Forchheimer Seite, die sich erneut absetzten.
Eine Zeitstrafe wegen eines Wechselfehlers gegen die HSG nutzten die Forchheimer, um sich auf 13:8 davonzustehlen. Dank Treffer von Schmieding und Lukas Stübinger kam Niederlindach zwar wieder auf 13:15 heran, doch technische Fehler und eine vernachlässigte Abwehrarbeit erlaubten dem Heimteam, sich zur Pause wieder einen komfortablen Vorsprung herauszuwerfen (19:15).
Die zweite Hälfte brachte zunächst keine Besserung - im Angriff sank die Leistung sogar noch einmal, sodass sich der HCF weiter absetzte. Beim Stand von 28:21 sah alles nach einer deutlichen Pleite für die Erlanger aus. Doch mit dem Mut der Verzweiflung und besserer Abwehrleistung gelang eine Energieleistung - innerhalb von nur sechs Minuten legten die HSGler einen 7:1-Lauf hin und waren kurz davor, das Blatt zu wenden.


Schiris sorgen für Unmut

Allerdings sorgten einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen für Unmut in den Reihen der Gäste und ihrer Fans, in Unterzahl mussten die Anheuer-Schützlinge die Hausherren wieder auf 32:29 enteilen lassen. So gelang in der Schlussminute nur noch der letzte Treffer der Partie zum 32:30-Endstand.
Die HSG zeigte sich über weite Strecken der Partie abwesend und lag gedanklich meist zwei Schritte hinter den Gastgebern. Diese nutzten die Schwächen clever aus und gingen mehrmals klar in Führung. Die Reaktion der HSG auf den deutlichen Rückstand war zwar stark, wurde aber nicht belohnt.
Drei Spieltage vor Saisonende liegt die HSG damit weiter auf Tabellenplatz 6, mit einem Spiel mehr als die direkten Konkurrenten. Da die Teams im Tabellenkeller teilweise gepunktet haben, beträgt der Vorsprung auf den Tabellen-Neunten nur zwei Zähler, auf den Zehnten sind es vier Punkte.
Somit ist weiter für Spannung gesorgt, denn am kommenden Wochenende geht es für die HSG zum ESV Regensburg, der eben jenen zehnten Platz innehat. Die Regensburger sind heimstark, aber ihr einziger Auswärtssieg gelang ausgerechnet in der Hannberger Seebachgrundhalle.


Regensburger Festung stürmen

Grund genug, die Regensburger Festung zu stürmen und die sehr dürftige HSG-Bilanz in der gegnerischen Halle endlich zu verbessern.

HSG: Hutzler, Schumann - Boolzen, Diefenbach (1), Erhardt (6), Hauer, Jonas (1), Loncar (3), Rowold, Schmieding (9/1), Josef Stübinger, Lukas Stübinger (6), Willert (4)
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