Herzogenaurach

Shorthorns werden Vizemeister

Auf den letzten Drücker springt die TS Herzogenaurach in der Regionalliga auf den zweiten Platz. Der Sieg bei der TS Jahn München II krönt für das Team von Trainer Christian Braun eine Rückrunde, die kaum besser hätte laufen können.
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Auf dem Weg zur Vizemeisterschaft: Mit acht Punkten trug Regine Brox (am Ball) ihren Teil dazu bei, dass die Shorthorns die Saison in der Regionalliga auf dem zweiten Platz beenden.
Auf dem Weg zur Vizemeisterschaft: Mit acht Punkten trug Regine Brox (am Ball) ihren Teil dazu bei, dass die Shorthorns die Saison in der Regionalliga auf dem zweiten Platz beenden.
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Als Vizemeister beenden die Regionalliga-Basketballerinnen TS Herzogenaurach die Saison 2014/2015. Beim Vierten TS Jahn München II bewiesen die Shorthorns Charakter und kämpften die Gastgeberinnen in einem extrem körperbetonten Spiel knapp nieder. Der Sieg reichte, um in der Abschlusstabelle noch vor der punktgleichen BG Elsenfeld/Großwallstadt zu landen. Der TSV Wasserburg stand schon seit geraumer Zeit als Meister fest. Für die Shorthorns war es der würdige Abschluss einer guten Saison und einer noch besseren Rückrunde, in der es nur eine einzige Niederlage gab. "Wir haben erneut gegen einen sehr guten Gegner gewonnen und uns die Vizemeisterschaft so redlich verdient", sagte Trainer Christian Braun stolz.

TS Jahn München II - TS Herzogenaurach 46:51

Holprig startete die TSH, die die drittbeste Offensive der Liga besitzt, in die Partie.
Zwar gelang zunächst noch eine 6:2-Führung, doch nach drei erfolgreichen Dreiern der Gastgeberinnen kippte das Spiel. Die Shorthorns fanden keinen Rhythmus im Abschluss, während München langsam davonzog. Beim Stand von 8:15 (7.) sah sich Braun zu einer Auszeit gezwungen - die den erwünschten Effekt brachte. Denn seine Schützlinge punkteten nun deutlich öfter und verkürzten, während die Abwehr solide stand.
Der Führungswechsel ließ aber bis Mitte des zweiten Viertels auf sich warten. Es entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe. Was allerdings für die Zuschauer angenehm zu beobachten gewesen sein dürfte, quälte die Trainer. Das intensive und temporeiche Spiel wogte hin und her und ein schneller Abschluss nach dem anderen war zu bestaunen. Doch die Shorthorns feierten ein Fehlwurf-Festival - auch von der Freiwurflinie, von der aus nur 21 Prozent der Versuche den Weg in den Korb fanden. Das Herzogenauracher Trainergespann raufte sich mehrfach die Haare und trotz der gewohnt starken und von Regine Brox geführten Defensive, die nur vier Zähler im zweiten Viertel zuließ, reichte es nur zu einer 25:23-Pausenführung.

Die Distanzwürfe sitzen

Anschließend änderte sich das Bild defensiv wenig. Offensiv fanden allerdings endlich einige beherzte Abschlüsse ihr Ziel. Bis zur 28. Minute zauberten die Herzogenauracherinnen einen 13:2-Lauf aufs Parkett und ergatterten so die vorentscheidende 38:25-Führung. München wehrte sich zwar tapfer und verkürzte auch dank der nimmermüden Theresa Streng (15 Punkte) auf 32:38 (29.), doch da die Shorthorns nun auch die Distanzwürfe nutzten, wurde der Abstand wieder größer. Anna Friedmann, Raluca Chioran und die defensiv extrem starke Kerstin Wägner erhöhten zum Ende des Viertels auf 46:32.

Auf die Defensive ist Verlass

Geschlagen gaben sich die Jahn-Damen aber noch nicht. Defensiv wurden die Zügel angezogen, sodass den Shorthorns nur noch fünf Punkte gelangen, während die Gastgeberinnen nochmals Morgenluft witterten. Wie beim vergangenen Spiel in Würzburg, reichte den Herzogenauracherinnen aber ihre starke Defensive, um den Gegner auf Distanz zu halten. "Schön siegen können wir wohl nicht mehr, womit wir aber gut leben", sagte Braun. "Unsere Defensivleistung ist aller Ehren Wert. Wir haben ein starkes Team niedergerungen und sind sehr gut und geschlossen aufgetreten. Man sieht, dass es in der Mannschaft stimmt und die Damen sich immer gegenseitig unterstützen. Da macht auch das Coaching Freude."

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