Herzogenaurach
Basketball

Shorthorns haben Platz 2 schon sicher

Zwei Spieltage vor Schluss ist den Herzogenauracherinnen die Position in der Bayernliga nicht mehr zu nehmen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Julia Wittmann (li.) deutete mit ihrer Leistung gegen Litzendorf an, dass mit ihr künftig bei der TSH zu rechnen sein wird.  Foto: herzopress
Julia Wittmann (li.) deutete mit ihrer Leistung gegen Litzendorf an, dass mit ihr künftig bei der TSH zu rechnen sein wird. Foto: herzopress
Marktheidenfeld noch von Rang 1 zu verdrängen, ist möglich, aber unrealistisch. Die Bayernliga-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach haben nach der Niederlage im Spitzenspiel in der Vorwoche gegen Marktheidenfeld zu Hause wieder in die Erfolgsspur gefunden. Mit dem Sieg gegen Litzendorf haben die Shorthorns den zweiten Tabellenrang endgültig gesichert, denn die drittplatzierten Würzburger können in den zwei verbleibenden Spielen zwar punktemäßig noch gleichziehen, haben den direkten Vergleich mit der TSH aber verloren.

Jedoch haben die Aurachstädterinnen auch keine ernst zu nehmende Chance mehr, die Tabellenspitze zu übernehmen, da sie das Gesamtduell mit Marktheidenfeld zwar für sich entschieden, dem TV aber ein Punkt reicht, um vorne zu bleiben.
Völlig frei von Gedankenspielen ist Litzendorf, das nach wie vor Vierter ist.


TS Hezogenaurach - BG Litzendorf 64:53

"Wir wollten nach der Niederlage im Spitzenspiel unbedingt zurück auf die Siegesstraße, um die restliche Saison mit einem guten Gefühl beenden zu können. Das haben wir geschafft", resümierte Markus Schönmüller erleichtert, der die ausstehenden zwei Partien als Kür nutzen will. Am Spieltag hatte den Coach noch eine Hiobsbotschaft ereilt. Anscheinend hatte sich im Abschlusstraining der Mannschaft am Freitagabend ein aggressiver Infekt eingeschlichen, der etliche seiner Schützlinge außer Gefecht setzte. So mussten die Shorthorns mit lediglich sieben Spielerinnen auskommen. Dies tat aber ihrem Tatendrang keinen Abbruch und so legten die TSHlerinnen los wie die Feuerwehr.


Wittmann zeigt ihre Klasse

Insbesondere die junge Julia Wittmann überzeugte mit sechs Punkten im ersten Viertel und zeigte, dass in den kommenden Jahren definitiv mit ihr zu rechnen sein wird. Unterstützung erhielt sie von der alles überragenden Barbara Hartz, die mit 23 Punkten die Topscorerin der Partie war. So zogen die Aurachstädterinnen früh auf 22:14 davon.

Das zweite Viertel verlief ausgeglichener. Ex-Shorthorn Kathrin Sperber übernahm die Verantwortung und netzte einige Würfe aus der Mitteldistanz ein. Zudem setzte sie immer wieder ihre Mitspielerinnen ein, die die gut herausgespielten Würfe hochprozentig verwandelten. Bei den Gastgeberinnen zeigte Katharina Dathe ihr gesamtes Angriffsarsenal. Egal ob per Freiwurf, aus der Mitteldistanz oder per Korbleger - Dathe traf alles und führte ihr Team zu einer 36:27-Halbzeitführung.

Im dritten Abschnitt wechselte das Momentum auf Seiten der Litzendorferinnen. Diese stellten in der Verteidigung auf Frau gegen Frau um, nachdem sie in der ersten Halbzeit nur Zonenverteidigung gespielt hatten. Dadurch verlor die TSH ihren offensiven Rhythmus. Die BG hingegen netzte drei Dreipunktwürfe in Folge und übernahm nach sieben Minuten erstmals die Führung.

43:42 leuchtete es für den Tabellenvierten von der Anzeigetafel und die Shorthorns mussten reagieren. Schönmüller nahm eine Auszeit und fand offensichtlich die richtigen Worte, denn seine Damen erhöhten die Schlagzahl in der Defensive und erkämpften sich etliche Bälle. Diese setzten sie in Fast-Breaks um, wodurch sie nicht gegen die gut organisiert stehende Litzendorfer Verteidigung spielen mussten. Vor dem Schlussdurchgang lag die Turnerschaft wieder mit 49:44 vorne.


TSH findet die passende Antwort

Im letzten Viertel fand ein hochklassiger Schlagabtausch statt, bei dem jedoch stets die Herzogenauracherinnen im Vorteil blieben. Die Unterfränkinnen versuchten zwar nochmal alles, um das Spiel zu drehen, aber die Aurachstädterinnen fanden meist die passende Antwort. Beim Stand von 54:48 vier Minuten vor Spielende markierten Anke Tribula und Ulrike Hartz wichtige Punkte unter dem Korb, Rebecca Simon entschied die Partie mit vier Schnellangriff-Punkten in Folge.

Die TSH verteidigte ihren Vorsprung im Stile einer Spitzenmannschaft. So gewannen die Shorthorns verdient mit 64:53 und können entspannt in die beiden abschließenden Saisonspiele gehen. "Es war ein gutes Bayernliga-Spiel, das lange offen war, mit dem glücklicheren Ende für uns. Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen, da wir mit sieben Spielerinnen nochmal zugelegt und den Sack zugemacht haben. Das spricht Bände über unseren Willen und unsere Motivation", lobte der Trainer.
TSH: Barbara Hartz (23), Dathe (17), Wittmann (8), Tribula (7), Ulrike Hartz (5), Simon (4), Bimazubute

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren