Herzogenaurach
Basketball

Sensationelles drittes Viertel der Longhorns

Die Herzogenauracher Basketball gewinnen in Dachau dank eines 35:13 in den zehn Minuten nach der Halbzeit. Mike Kaiser sticht mit 25 Punkten aus einem guten Team heraus.
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TSH-Trainer Peter Simon Foto: herzopress7Archiv
TSH-Trainer Peter Simon Foto: herzopress7Archiv
Es war eine Vorstellung der Herzens, eine Vorstellung der Willenskraft, eine Vorstellung der Leidenschaft, welche die Regionalliga-Herren der TSH in Dachau ablieferten. Sie kämpften, sie warfen sich auf den Boden, sie spielten hässlich, teilweise auch großartig und am Ende stand ein 95:84-Sieg gegen die beste Verteidigung der Liga für die Longhorns auf dem Spielbogen. So können die Herzogenauracher ihren fünften Tabellenplatz verteidigen und befinden sich in einer hervorragenden Ausgangssituation, um weiter oben anzugreifen, während ihre Kontrahenten aus Oberbayern auf dem zehnten Tabellenplatz feststecken.
Im ersten Viertel sah es für die Longhorns noch schlecht aus. Sie taten ihr Bestes, spielten sich gute Wurfsituationen heraus, konnten aber auch freie Würfe nicht verwandeln. Ihre Widersacher aus Dachau trafen nach Belieben und nach sieben Minuten stand es 11:3 für Dachau.
Doch die Longhorns fingen sich, kamen durch den überragenden Mike Kaiser zu Punkten verkürzten bis zur Viertelpause auf 14:18.
Im zweiten Viertel zogen die Dachauer weiterhin einsam ihre Kreise. Der alles dominierte Omari Knox (42 Punkte) punktete aus allen Lagen. Die longhornsche Defensive fand kein Mittel gegen diesen Ein-Mann-Angriff. Dennoch blieben die Herzogenauracher durch Monty Rogers im Spiel, der sich mit all seiner Athletik Offensivrebounds erkämpfte und die TSH im Spiel hielt. Trotzdem mussten die Longhorns einen deutlichen 28:40-Rückstand in die Pause mitnehmen.

Imberi und Donhauser treffen

Doch in Halbzeit zwei erhöhten die Herzogenauracher die Intensität in der Defensive, sodass die Dachauer ernsthafte Probleme im Angriff bekamen und kaum mehr punkteten, während in der Offensive nun deutlich entschlossener zu Werke gegangen wurde. Der bis dahin unauffällige Christian Imberi mit zwei Dreiern und Toni Donhauser brachten in dieser Phase die Langhorns immer näher heran. Auch eine Auszeit der Dachauer stoppte den Lauf der Gäste nicht. Weitere Dreier von Julian Patton, Benno Schüpferling und Donhauser ließen selbst das Dachauer Publikum für den Gegner applaudieren. So endete das dritte Viertel mit 35:13 für die TSH und die schwache erste Halbzeit war vergessen. Vor dem Schlussabschnitt stand es 63:53 für die Aurachstädter.
Doch die kampfstarken Dachauer kamen im Schlussabschnitt noch einmal auf. Angeführt von Knox verkürzten die Hausherren noch einmal auf 76:80 und hatten das Momentum auf ihrer Seite. In diese Drangphase hinein setzte die TSH aber zur Vorentscheidung an. Vier Minuten vor Schluss versenkte Donhauser einen Dreier, Person klaute im Anschluss den Dachauern den Ball und Kaiser versenkte im Rückwärtsfallen gegen zwei Verteidiger. Die letzten zwei Minuten spielten die Herzogenauracher im Stile einer Spitzenmannschaft, Imberi vollstreckte eiskalt von der Freiwurflinie und am Ende leuchtete ein 95:84 von der Anzeige.
" Wir haben heute gegen die beste Verteidigung der Liga, die sonst nur knapp 65 Punkte pro Spiel erlaubt, 95 Punkte erzielt. Das ist ein wunderbares Zeichen für unsere Mannschaft, wobei wir nicht die erste Halbzeit vergessen dürfen, in der fast nichts funktionierte", resümierte Trainer Peter Simon, der aber sein Team auch lobte. "Kompliment an unsere Moral, denn so ein Spiel kann auch ganz fies enden, aber wir haben mittlerweile eine Einstellung als Team entwickelt, die es uns erlaubt, immer wieder zurückzukommen, egal gegen welchen Gegner, egal in welch verzweifelter Situation." pes
TSH: Kaiser (25), Rogers (22), Donhauser (18), Imberi (18), Patton (6), Person (3), Schüpferling (3), Krempels, Aumeier

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