Erlangen
Handball

Schwarzer Samstag in Erlangen

Die Black Night des HC Erlangen wird für den Gegner aus Bietigheim zu Desaster. Auch, wenn das Ergebnis deutlicher ist als der Spielverlauf. Daniel Stumpf sorgt bei der Trikot-Versteigerung für Rekordumsatz.
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Jubelstimmung nach dem Sieg bei Oliver Hess, Daniel Pankofer, Ole Rahmel und Sebastian Preiß (von links). Fotos: Picturedreams
Jubelstimmung nach dem Sieg bei Oliver Hess, Daniel Pankofer, Ole Rahmel und Sebastian Preiß (von links). Fotos: Picturedreams
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Mit einem deutlichen 26:18-Heimsieg haben die Bundesliga-Handballer des HC Erlangen dem Gast und bisherigen Tabellenzweiten, der SG BBM Bietigheim, die Stirn geboten und während der "Black Night" für große Handball-Euphorie in der ausverkauften Karl-Heinz-Hiersemann-Halle gesorgt. HC-Trainer Frank Bergemann war mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden, auch wenn er der Meinung war, "das hohe Ergebnis wird dem Spielverlauf nicht gerecht. Das Spiel war deutlich enger und stand mitunter auf des Messers Schneide."

HC Erlangen - SG BBM Bietigheim 26:18

Gerade in der ersten Hälfte war das Spiel über alle Maßen ausgeglichen, hinter beiden Abwehrreihen standen mit Jan Kulhanek und Jan Stochl sehr gute Torhüter und machten Chance um Chance zunichte.
Allerdings harmonierte die Erlanger 5:1-Deckung mit dem unermüdlich und effizient fightenden Bastian Krämer als Einser deutlich besser als die Bietigheimer 6:0-Reihe. Die Folge: Jan Stochl steigerte sich fast in einen Rausch hinein und hielt am Ende mehr Bälle, als er passieren lassen musste. Mehr als famos war seine Leistung vor allem im zweiten Durchgang: In den ersten 15 Minuten der Zweiten Halbzeit ließ er nur drei Bälle passieren.
Frank Bergemann wollte aber auch die anderen "kleinen Helden" des Abends nicht vergessen: Jonas Link, der mit einer furchtlosen und couragierten Vorstellung, unter anderem auf der Rückraum-Mitte-Position "dahin ging, wo es wehtat", betonte Bergemann, und dabei wichtige Treffer markierte; Niko Link, der sich ebenfalls seit Wochen in hervorragender Form befindet; Basti Preiß, der sich förmlich zerriss und am Ende im Trikot von Thomas Halota den Abend beschließen musste; Chris Nienhaus, der im Schlussviertel noch einmal mächtig aufdrehte und ebenfalls aus fast allen Lagen einnetzen konnte.

2500 Euro für ein zerrissenes Trikot

Doch auch mit dem Schlusspfiff war der Abend noch nicht zu Ende. Die traditionelle Versteigerung der "Black Night"-Trikots, in diesem Jahr mit Auktionator Daniel Stumpf spülte über 20.000 Euro in die Kassen der Jugendarbeit. Das wertvollste Trikot war das im Spiel zerrissene Jersey von Handball-Weltmeister Sebastian Preiß, das für sage und schreibe 2500 Euro den Besitzer wechselte. Die Handball-Begeisterung in Erlangen scheint im Moment keine Grenzen zu kennen.
So gilt es für das junge Team nun, diesen Schwung noch einmal mitzunehmen in die gewiss nicht leichte Auswärtsaufgabe am zweiten Weihnachtsfeiertag in Hüttenberg. "Trotz eines wahnsinnig schweren Schlussprogramms mit zweieinhalb englischen Wochen hintereinander haben wir uns durchgebissen. Auch heute waren nicht alle fit, aber diese eine letzte wichtige Aufgabe der Hinrunde werden wir noch einmal mit allem angehen, was wir haben", erklärte HC-Trainer Frank Bergemann nach der Partie.
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