Kreisliga 1 ER/PEG FC Herzogenaurach - TSV Röttenbach 0:1

Der Absteiger gegen den Fast-Aufsteiger der vergangenen Saison - das versprach ein fußballerischer Leckerbissen zu werden. Doch eigentlich spielte nur eine Mannschaft, die von Neu-Trainer Jakob Karches. "Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft. Sie hat genau den Fußball gezeigt, den ich mir vorstelle." Nur das Ergebnis trübte den ersten Eindruck des FCH-Übungsleiters. Die Gäste aus Röttenbach wussten um die Spielstärke des Gegners, zogen sich weit zurück und lauerten auf Konter. Und die Gelegenheit dafür ergab sich nach sechs Minuten. Die Pumas, die bis dato schon zwei, drei Chancen ausgelassen hatten, verloren den Ball im Aufbau, und weil die Abwehr weit aufgerückt war, bedurfte es nur weniger Ballkontakte der Röttenbacher, bis André Holzmann allein vor dem Herzogenauracher Tor stand und nur noch einzuschieben brauchte. Die Heimelf zeigte sich aber wenig geschockt und spielte den TSV in der Folge förmlich an die Wand. "Die Zuschauer haben hinterher zu mir gesagt, es war wie bei Bayern gegen den HSV. Nur die Tore haben gefehlt. Wir hatten drei bis vier Tausendprozentige, fünf Hundertprozentige und noch einige Distanzschüsse, bei denen der Gegner noch irgendwie ein Bein dazwischen bekommt", berichtete Karches. So sei die Stimmung etwas hochgekocht, vor allem die Zuschauer seien mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden gewesen.
"Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, wären das alles keine Aufreger gewesen. Ich mache meinen Team keinen Vorwurf. Ich freue mich darüber, wie wir gespielt haben und bin mir sicher, dass sich der Erfolg bald einstellt. Im Fußball gleicht sich alles aus", betonte der FCH-Trainer. Sein Gegenüber, Joachim Müller, beglückwünschte Karches zum verdienten Sieg und räumte ein: "So viel Glück wie heute hatten wir in der gesamten letzten Saison nicht."


Kreisklasse 1 ER/PEG: TSV Etzelskirchen - ASV Höchstadt 0:1

Zum Auftakt gab es ein Derby für den Aufsteiger aus Etzelskirchen. Und was für eins. Die knapp 200 Zuschauer, die sich das trotz Regenwetters nicht entgehen lassen wollten, wurden keine Sekunde enttäuscht. Denn die beiden Teams lieferten eine fußballerische Leistung ab, die in der Kreisklasse nicht alles Tage zu sehen ist. Und so war es kein Wunder, das Gästetrainer Benjamin Mair nach dem Spiel einräumte: "Wenn Etzelskirchen so weitermacht, werden sie mit dem Abstieg absolut nichts zu tun haben."
Überhaupt hatte der Höchstadter schon vor der Partie gehörig Respekt vor dem souveränen A-Klassenmeister. "Wir mussten auf fünf Stammspieler verzichten und wussten, dass es eine ganz enge Kiste wird", berichtete Mair. Trotzdem lagen die spielerischen Vorteile meist bei seinem Team, das sich folgerichtig auch die Mehrzahl gefährlicher Chancen herausspielte. Aber auch Etzelskirchen hatte seine Momente. "Am Ende hätte es gut und gern auch 5:4 für uns ausgehen können. Aber ich bin froh, dass wir in der einen Situation richtig gestanden haben", sagte Mair.
Das war in der 70. Minute. Nach einer Flanke traf ein ASVler den Ball nicht richtig. Der Abpraller landete aber beim agilen Imam Ramadan Chousein, der überlegt das 0:1 markierte. In einer rassigen Partie, die nicht nur von starken Spielzügen sondern auch von Kampf und vielen kleinen Fouls geprägt war, bedeutete dies die Entscheidung. Darüber hinaus gab es noch zwei strittige Szenen, in denen es auch Elfmeter für den ASV Höchstadt hätte geben können. "Ich denke, es war ein verdienter Sieg für uns, auch wenn die Unterschiede nur minimal waren", erklärte Mair abschließend.


Kreisklasse Bamberg 3: TSV Aschbach - SV Sambach 0:0

Wer seine Chancen nicht macht, wird oft bestraft. Diese alte Fußballerweisheit traf auf den TSV Aschbach zwar nur zur Hälfte zu, denn die Gäste aus Sambach waren insgesamt zu schwach, um die Heimelf zu bestrafen, doch letztendlich ärgerten sich auch die meisten unter den gut 150 Zuschauern über zwei verlorene Punkte.
In den Anfangsminuten hatten die Sambacher einige sporadische Vorstöße und wurden über Standards sogar zwei-, dreimal gefährlich. Ansonsten bestimmten aber die Hausherren das Geschehen und erspielten sich eine ganze Reihe guter Möglichkeiten, die aber allesamt ungenutzt blieben. Zu allem Überfluss blieb in der Schlussphase dann auch noch zweimal die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Glück für die Gäste aus Sambach, denn in beiden Fällen hätten sie sich nicht beschweren dürfen, wenn es Elfmeter gegeben hätte. So blieb es beim torlosen Remis.


A-Klasse Bamberg 1: SG Elsendorf/Weingartsgreuth - SpVgg Mühlhausen 0:2

Nach dem Schlusspfiff war Daniel Dotterweich, Trainer der Gastgeber, sichtlich angefressen. "So ein Spiel, in dem man 70 Minuten lang klar besser ist, zu verlieren, ist bitter. Das tut mir für die Mannschaft leid, denn es war die bisher beste Saisonleistung." Letztendlich war es aber auch die erste Niederlage für die SG, deren bisheriges Aushängeschild - die Offensive hatte in den vorangegangenen drei Partien schon 16 Treffer erzielt - gestern zur Achillesferse wurde. "Wir waren vier-, fünfmal allein vor dem Mühlhausener Tor, haben aber kein Kapital daraus schlagen können." Trotzdem sah es lange nicht danach aus, als würde die Heimelf für diese Fahrlässigkeit bestraft. Dotterweich hatte die Defensive umgestellt, um noch kompakter zu stehen, Fehlerquellen abzustellen und das eigene Tor noch besser zu sichern. Ein Plan, der aufzugehen schien, denn die ersatzgeschwächten Gäste fanden kein Rezept, um sich Chancen zu erspielen. Dann allerdings bekam die SpVgg einen Freistoß zugesprochen, den Tobias Hofstetter prompt zum 0:1 nutzte (70.). "Das war der erste Torschuss der Mühlhausener, das hat uns natürlich geschockt. Und dann fangen wir uns ein paar Minuten später durch Adrian Geier auch noch das zweite Gegentor ein, was den Spielverlauf dann vollends auf den Kopf gestellt hat", sagte Dotterweich hinterher. "Es ist unbegreiflich, aber so ist Fußball eben." Die Mühlhausener waren dagegen hochzufrieden, schließlich hatten sie die sich bietenden Chancen eiskalt genutzt und waren nach dem Remis unter der Woche in die Erfolgsspur zurückgekehrt. "In der ersten Halbzeit hatten wir Glück, da hätte es durchaus schon 0:3 stehen können. Dann sind wir aber besser reingekommen und hätten sogar noch höher gewinnen können, vor allem nach dem Platzverweis für die Elsendorfer", erklärte SpVgg-Abteilungsleiter Friedrich Kolm.


A-Klasse 1 ER/PEG: TSV Frauenaurach - BSC Erlangen 3:3

Es hätten auch mehr als sechs Tore in dieser Begegnung fallen können. Bei objektiver Betrachtung hätte es aber eher 8:1 für den TSV Frauenaurach enden müssen. Denn die Gastgeber hatten gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, arbeiten permanent nach vorn und erspielten sich so Chancen um Chancen, die aber viel zu selten auch den gewünschten und verdienten Erfolg brachten. Dabei fing es eigentlich vielversprechend an: Nach 20 Minuten war Marco Krauthoefer die letzte Station einen sehenswerten Angriffs und erzielte das verdiente 1:0. Danach kannte die Partie nur eine Richtung, doch ein unglückliches Eigentor von Emmanuel Emakpor stellte den Spielverlauf kurz vor der Pause auf den Kopf (39.). Als Krisztian Haburcsak nach einem Konter gar das 1:2 gelang (49.), konnten es die Fans nicht fassen: Doch der TSV ließ sich nicht beirren. Lennart Braun erzielte nach Hacken-Vorlage von Christian Marstaller postwendend den Ausgleich (56.), und Markus Singh schloss ein Solo zum 3:2 ab (75.). Damit schien alles erledigt zu sein. Doch in der Nachspielzeit bekam der BSC noch einen Freistoß zugesprochen, den Heiko Schober per Kopf zum glücklichen Ausgleich ins Tor verlängerte.


A-Klasse 2 ER/PEG: TSV Höchstadt - SC Gremsdorf 2:2

So richtig Derbystimmung wollte vor gerade einmal 50 Zuschauern nicht aufkommen. Kein Wunder also, dass es auf dem Rasen fair zuging und Schiedsrichter Friedrich Polster keine Mühe hatte, die Partie unter Kontrolle zu halten. Die Anfangsphase gehörte den Gästen aus Gremsdorf, die aufs Gaspedal drückten und einen Fehlpass der Höchstadter im Spielaufbau gleich nutzten: Oguzhan Aksan spielte den Ball direkt in die Schnittstelle zu Yusuf Öntürk, der allein vor dem Tor stand und sich nur noch das Eck auszusuchen brauchte - 0:1 (10.). In der Folge hielt der TSV jedoch gut dagegen und hatte mehrfach die Chance auf den Ausgleich. Drei Aluminiumtreffer sorgten dafür, dass es zur Pause bei der Gremsdorfer Führung blieb. Doch die Höchstadter hatten Blut geleckt und nahmen in Halbzeit 2 das Heft in die Hand. Doch zunächst jubelte wieder der SC: Nachdem ein TSV-Verteidiger eine Flanke unterlaufen hatte, bedankte sich Öntürk mit dem 0:2 (53.). Höchstadts Spielertrainer Alexander Jeromin reagierte und stelle auf eine offensivere Variante um. Das fruchtete: Der eingewechselte Alex Riesch täuschte eine Flanke an, verlud damit den Torhüter und verwandelte trocken zum 1:2 ins kurze Eck (78.). Dann wurde eine Flanke an den zweiten Pfosten verlängert, wo ein TSV-Stürmer lauerte. Gremsdorfs Coach Sinan Tosun konnte den Ausgleich nur durch Zuhilfenahme der Hand verhindern und sah dafür die Rote Karte. Doppeltes Pech: Den anschließenden Elfmeter verwandelte Alex Riesch sicher zum 2:2-Endstand (85.). "Gremsdorf hatte mehr vom Spiel", gestand TSV-Trainer Jeromin hinterher. "Aber aufgrund der drei Pfostentreffer von uns war es, denke ich, ein gerechtes und verdientes Unentschieden."