Herzogenaurach
Fußball-Bezirksliga Mfr. 1

Pumas haben mehr Biss im Derby

Etwas zahnlos treten die Heßdorfer beim benachbarten FC Herzogenaurach auf und verschlimmern damit die eigenen Abstiegssorgen.
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Der Heßdorfer Ulrich Habermann (Mitte) beschwerte sich bei Schiedsrichter Marc Bauer lauthals über eine nicht geahndete Tätlichkeit, ließ sich auch von Teamkamerad David Nagel nicht besänftigen und sah innerhalb von 15 Sekunden zweimal "Gelb". Im Vordergrund: FCH-Spieler David Reklin. Fotos: herzopress
Der Heßdorfer Ulrich Habermann (Mitte) beschwerte sich bei Schiedsrichter Marc Bauer lauthals über eine nicht geahndete Tätlichkeit, ließ sich auch von Teamkamerad David Nagel nicht besänftigen und sah innerhalb von 15 Sekunden zweimal "Gelb". Im Vordergrund: FCH-Spieler David Reklin. Fotos: herzopress
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Einen echten Befreiungsschlag landete der FC Herzogenaurach in der Fußball-Bezirksliga Mittelfranken 1. Im Derby bezwangen die Pumas die SpVgg Heßdorf vor 330 Zuschauern mit 2:0 und verschafften sich so etwas Luft im Abstiegskampf. Die Gäste rutschen zwei Plätze ab.

FC Herzogenaurach - SpVgg Heßdorf 2:0

Anders als im Hinspiel begannen diesmal beide Mannschaften vorsichtig und etwas nervös. Meist spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab, Torchancen waren Mangelware. Erst nach einem ersten Warnschuss von Kusnyarik (12.), legten die Gastgeber ihre Zurückhaltung ab und spielten sich erste Möglichkeiten heraus. Doch sowohl Wolf (22.) als auch Stübing, der knapp verpasste (27.), brachten die Kugel nicht im Tor unter.
Doch eine Gelb-Rote Karte machte dem FCH einen Strich durch die Rechnung (30.). In Überzahl kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten vor der Pause noch zwei Torgelegenheiten. List schoss daneben (39.), zwei Minuten später rettete Florian Peter gegen den freigespielten Habermann.
In der zweiten Halbzeit setzte der kleinliche Schiedsrichter Bauer von der DJK-SC Neuses seine Linie fort. Die Folge: drei Verwarnungen für den FC sowie vier Gelbe und zwei Gelb-Rote Karten für die Gäste. Insgesamt zeigte Bauer zehnmal "Gelb" und verteilte drei Ampelkarten - zuviel für eine - gemessen an der Bedeutung - eigentlich faire Partie. Fußball gespielt wurde nach der Pause aber auch. Nach gelungener Ballstafette tauchte der FC in der 60. Minute frei vor dem Gästetorhüter auf. Jedoch stellte Sellerer wieder sein Können unter Beweis und konnte auch diese gute Möglichkeit entschärfen. Zwei Minuten später war er aber machtlos. Eric Stübing marschierte durch die Abwehrreihe der Gäste und schloss mit einem satten Schuss ins lange Eck gekonnt ab (65.).

Ball und Gegner laufen lassen

Wer nach dieser Führung eine zu allem entschlossene Gästemannschaft erwartete, welche unbedingt den Ausgleich erzielen will, sah sich getäuscht. Die SpVgg Heßdorf enttäuschte ihre Anhänger und schwächte sich selbst, als Habermann sich aufgrund einer nicht geahndeten Tätlichkeit derart vehement beschwerte, dass er innerhalb von 15 Sekunden zweimal "Gelb" sah und vom Platz musste. Bei numerischer Gleichheit zeigten die Pumas nun, was die Gäste in Überzahl hatten vermissen lassen. Sie ließen Ball und Gegner laufen, verengten geschickt die Räume und erstickten fast alle Bemühungen der Heßdorfer im Keim. Was dennoch auf den Kasten kam, war sichere Beute von Florian Peter.
Dazu erspielten sich die Herzogenauracher nun weitere Möglichkeiten, in der 80. Minute folgte der schönste Angriff des Spiels: Stübing legte im Strafraum auf Kevin Rockwell ab, der nicht lang fackelte und auf 2:0 erhöhte. Die Gäste versuchten zwar noch einmal alles, waren aber zu ungefährlich, der Ehrentreffer wollte nicht mehr gelingen. Büttner und Bräunig versuchten es in der Schlussphase aus der Distanz, die Schüsse brachten aber keine Gefahr.
In der 89. Minute musste schließlich noch List nach taktischem Foul mit "Gelb-Rot" vom Platz. Nachdem sowohl Stein als auch Hüttenbach ihre Spiele gewannen, befinden sich die Heßdorfer nun wieder in der Abstiegszone, Herzogenaurach konnte den Vorsprung auf die unteren Plätze vorläufig auf vier Punkte ausbauen.
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