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Herzogenaurach
Handball

Probst im Nationaltrikot

Das Küken des Herzogenauracher Bayernliga-Team hat eine Einladung der deutschen U17-Auswahl erhalten und wird sich auf eine Länderspielreise nach Norwegen begeben.
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Saski Probst (am Ball) ist das Küken im Bayernliga-Team der TSH-Damen und die erfolgreichste Torschützin. Nun darf sie ihr Talent auch bei der U17-Nationalmannschaft unter Beweis stellen. Foto: herzopress/Archiv
Saski Probst (am Ball) ist das Küken im Bayernliga-Team der TSH-Damen und die erfolgreichste Torschützin. Nun darf sie ihr Talent auch bei der U17-Nationalmannschaft unter Beweis stellen. Foto: herzopress/Archiv
Wenn nichts Unvorhersehbares wie eine Krankheit oder Verletzung dazwischen kommt, hat die Handballabteilung der Turnerschaft Herzogenaurach demnächst erstmals eine Nationalspielerin in ihren Reihen: Saskia Probst, die zu Beginn dieser Saison vom HC Cadolzburg zur TSH gewechselt war und nächste Woche ihren 17. Geburtstag feiert, hat eine Einladung des Deutschen Handballbundes (DHB) zu einer Länderspielreise der U17-Nationalmannschaft nach Norwegen (16. bis 19 Februar) erhalten.
"Damit hatte ich gar nicht gerechnet, denn bislang stand ich noch auf der Warteliste", sagt die talentierte Probst. Somit wird schon frühzeitig ein enormer Aufwand belohnt, dem sie sich mit bemerkenswerter Unterstützung ihrer Eltern aussetzt: Immerhin spielt sie aktuell auch in der B-Jugendmannschaft des ESV Regensburg, welche in der Bayernliga große Ziele anstrebt.
Aufgrund ihrer DHB- Zugehörigkeit bekam sie ein Doppelspielrecht für eine höherklassige Frauenmannschaft, eine Lösung die vom Verband nachhaltig unterstützt wird.
Der Reise nach Skandinavien vorgeschaltet ist ein zweitägiger Lehrgang, bevor Duelle mit den Auswahlmannschaften von Gastgeber Norwegen und Serbien anstehen. Gemessen an den hervorragenden Frauenteams dieser beiden Nationen warten da zwei bärenstarke Vertretungen auf das deutsche Team mit ihren Trainern Frank Hamann und Zuzana Provaznikova.
Es folgt dann ein weiterer Lehrgang, bevor die Mannschaft am 20. und 23. März in Ungarn zwei Qualifikationsspiele gegen Griechenland und die Ukraine zu bestehen hat. Die eigentliche Europameisterschaft für die U17-Jugendlichen findet dann im August in Mazedonien statt, doch so weit möchte Saskia Probst noch nicht denken: "Nun versuche ich erst mal bei den anstehenden Einsätzen mein Bestes zu geben, vielleicht kann ich mich da für die nächsten Aufgaben empfehlen."

Ihre Waffe ist der Gegenstoß

Mit Freude verfolgen auch ihre Teamkameradinnen, Trainer Udo Hermannstädter und TSH-Abteilungsleiterin Christine Odemer diese rasante Entwicklung ihres "Kükens", wobei man sich nicht mit fremden Federn schmücken will: "Die Einladung hat zunächst ihr großes Talent bewirkt, ebenso die vorzügliche Aufbauarbeit in Cadolzburg. Eine Bereicherung für ihre Entwicklung ist natürlich ebenso ihr Mitwirken in der Jugendmannschaft von Regensburg an der Seite von vielen anderen Talenten. Doch auch bei uns ist sie nicht mehr wegzudenken, sie hat vielfach ihr Können eingebracht", sagte Hermannstädter über die bislang erfolgreichste Torschützin seines Teams.
Dabei verweist er auf ihren außergewöhnlichen Instinkt, in der richtigen Sekunde den Gegenstoß zu starten, ihre größte "Waffe" neben einer erfreulichen Unbekümmertheit. Gerade hier aber gilt es, noch nachzubessern, denn ein zu früher Antritt in die Offensive entblößt manchmal die eigene Abwehr, was von Bayernligateams umgehend bestraft wird.
Probst selbst erklärte, dass mit den Gleichaltrigen beim ESV natürlich vor allem die Spielfreude im Vordergrund steht, während sie bei den Spielen mit der TSH in der Bayernliga wesentlich intensiver gefordert werde. Dass die letztgenannte Mannschaft sowohl gegen Bergtheim als auch in der wichtigen Begegnung mit Haunstetten II auf Probst verzichten muss, ändert nichts daran, dass ihr die TSH für die neue Herausforderung den besten Erfolg wünscht.

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