Niederlindach
Handball

Pleiten für die Teams der HSG Erlangen/Niederlindach

Während die Frauen die Klatsche gegen den Tabellenführer verschmerzen können, erlitten die Männer einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.
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Carmen Essl (li.) und die HSG Erlangen/Niederlindach hatten dem Tabellenführer der Handball-Bezirksliga, SV Buckenhofen, nicht viel entgegenzusetzen und unterlagen mit 12:37. Foto: herzopress
Carmen Essl (li.) und die HSG Erlangen/Niederlindach hatten dem Tabellenführer der Handball-Bezirksliga, SV Buckenhofen, nicht viel entgegenzusetzen und unterlagen mit 12:37. Foto: herzopress
Die Handball-Männer der HSG Erlangen/Niederlindach haben auch ihr drittes Spiel des Jahres in der Bezirksoberliga verloren. Der Tabellenvorletzte gab den offenen Schlagabtausch in Neutraubling erst in den letzten zehn Minuten aus der Hand. Die HSG-Frauen haben nach drei Siegen in Folge eine herbe Klatsche kassiert. Beim Tabellenführer der Bezirksliga warfen die Gäste zwar genauso viele Tore wie im Hinspiel, diesmal legte Buckenhofen aber noch elf Treffer drauf.


Männer, Bezirksoberliga: TSV Neutraubling - HSG Erlangen/Niederlindach 28:24

Nach der bitteren Heimniederlage gegen den HC Sulzbach-Rosenberg II stand die Mannschaft von Trainer Walter Anheuer erneut unter Zugzwang, ging gegen den Tabellensechsten aber als Außenseiter in die Partie. Neben der prekären Tabellensituation litt die HSG unter enormem Spielermangel und konnte sich nur oberflächlich auf das erste Spiel der Rückrunde vorbereiten. Die Lücken der Routiniers Kevin Gumbert, Stefan Rühl, Dennis Gilg, Marco Jonas und Lars Boolzen füllten Sebastian Fürgut und Alessandro Bornaz aus der zweiten Mannschaft.

Die Gastgeber starteten besser, ihr Rückraum bereitete den Erlangern deutliche Probleme in der Abwehr. Dennoch merkte man Max Willert & Co. die große Motivation und Bereitschaft, an die Grenzen zu gehen, an. Der Angriff funktionierte, einzig ein paar Leichtsinnsfehler und Unkonzentriertheiten warfen die HSG anfangs zwei bis drei Tore zurück. Anheuer erkannte das Problem und griff zur Auszeit. Die taktische Umstellung auf eine 5-1-Abwehr trug schnell Früchte. Der TSV wirkte unsicher und verlor einige Bälle. Dadurch kamen die Gäste nicht nur zum 9:9-Ausgleich, sondern gingen bis zur Pause sogar mit 14:12 in Führung.

Die Mittelfranken wollten an ihre wohl beste Halbzeitleistung der Saison anknüpfen, lediglich die Leichtsinnsfehler und überhastete Angriffe sollten laut Anheuer eingestellt werden, um zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch der HSG gelang der nahtlose Übergang nicht. Die Hausherren kamen besser aus der Kabine und glichen schnell aus. Mittelmann Julian Diefenbach setzte die starken Willert und Lukas Stübinger clever in Aktion, so dass sein Team bis Mitte der zweiten Halbzeit nie in Rückstand geriet.


Einbruch in den letzten zehn Minuten

Diesen Nimbus gaben die Niederlindacher in den letzten zehn Minuten ab. Zu viele etablierte Spieler der "Ersten" sowie Geduld und Kreativität im Angriff fehlten. Neutraubling nutzte die Fehler eiskalt aus und setzte sich in der eigentlich engen Begegnung noch mit vier Toren auf 28:24 ab. Die Pleite ist umso enttäuschender, da die HSG über 50 Minuten eine couragierte Leistung zeigte und fast immer in Führung war. Entsprechend geknickt wirkte Anheuer bei seiner Analyse: "Anfangs hatten wir Probleme, den starken Rückraum der Gastgeber in Griff zu bekommen. Nach der Umstellung wurde es eine der besten Halbzeiten dieser Saison."

Der Coach hob Diefenbach hervor, der die Offensive belebt habe. "In der zweiten Hälfte konnten wir diese Leistung leider nicht wiederholen", sagte er. Zwei schnelle Gegentore zu Beginn der zweiten Halbzeit hätten den Gastgebern Auftrieb gegeben. "In der Schlussphase versagten bei uns die Nerven. Wir haben einen Siebenmeter vergeben, 100-prozentige Chancen ausgelassen und zu schnell abgeschlossen", berichtet Anheuer, der spekulierte, ob es besser gewesen wäre, den stärksten Schützen des TSV zu Beginn der zweiten Halbzeit in Manndeckung zu nehmen. Am Sonntag kommt der Tabellenvierte SG Regensburg II in die Seebachgrundhalle. me
HSG: Hückel, Rödel - Bornaz , Diefenbach (4), Erhardt (3), Fürgut, Hauer, Loncar (1), Sackmann, Schmieding (3/1), Josef Stübinger, Lukas Stübinger (6), Willert (7)


Frauen, Bezirksliga: SV Buckenhofen - HSG Erlangen/Niederlindach 37:12

Die HSG wurde regelrecht aus der Forchheimer Ehrenbürg-Halle geschossen. Die Richtung, in die sich diese Partie entwickeln würde, war schnell absehbar. Schon im ersten Durchgang bauten die Gastgeberinnen ihre Führung Schritt für Schritt aus. Nach etwa 15 Minuten stand es 9:2. Nach kurzer Verschnaufpause zog der Tabellenführer die Zügel wieder an und baute das Ergebnis auf 13:4 aus. Zehn Punkte betrug der Rückstand zur Pause.

Im zweiten Abschnitt machte der SVB unverändert weiter. Nach 40 Minuten leuchtete ein 20:7 von der Anzeigetafel, auch die nächsten vier Treffer erzielte Buckenhofen. Über die Zwischenstände 27:9 (50.) und 33:10 (55.) strebten die "Buckis" dem Kantersieg entgegen - die erste Pleite für Niederlindach seit Ende November. red

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