Herzogenaurach
Basketball

Platz 7 für "Golden Girls"

Bei der deutschen Ü40-Meisterschaft landeten die Damen der TS Herzogenaurach zwar nur auf dem siebten und letzten Platz. Das körperlich unterlegene Team war trotzdem stolz.
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Der letzte Platz machte den Ü40-Basketballerinnen der TS Hrzogenaurach nichts aus. Vielmehr waren (hinten von links) Susanna Gräwe, Elli Baranowski, Ricarda Schilling und Birgit Schmid sowie (vorne von links) Andrea Dittrich, Judith Welke, Andrea Klaußner und Christiane Naumann stolz auf ihre Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft. Foto: privat
Der letzte Platz machte den Ü40-Basketballerinnen der TS Hrzogenaurach nichts aus. Vielmehr waren (hinten von links) Susanna Gräwe, Elli Baranowski, Ricarda Schilling und Birgit Schmid sowie (vorne von links) Andrea Dittrich, Judith Welke, Andrea Klaußner und Christiane Naumann stolz auf ihre Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft. Foto: privat
Mit viel Vorfreude, aber auch einer gehörigen Portion Aufregung sind die Ü40-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach zur deutschen Meisterschaft in Köln gefahren. Die Devise lautete "Dabei sein ist alles". Denn für eine Mannschaft, bei der die Körpergröße im Schnitt unter 1,70 Meter liegt, und die keine Spielerin vorweisen kann, die einmal erste Bundesliga gespielt hat, waren die Siegchancen begrenzt.


Die Größte ist die Kleinste

Die Herzo-Damen waren nicht nur die kleinste und leichteste Mannschaft, sondern hatten mit Birgit Schmid - obwohl innerhalb des Teams die Größte - die kleinste Centerin (1,80 Meter) und mit Judith Welke die leichteste Spielerin (49 Kilogramm) des Turniers im Kader.

Bei den Herzogenauracher Ü40-Damen, den "Golden Girls", steht ohnehin der Spaß am Spiel im Vordergrund.
Sogar Elli Baranowski beendete für diesen Wettkampf extra ihre zehnjährige Basketball-Abstinenz. Mit entsprechend großem Respekt traten sie aber ihren Gegnern entgegen, darunter die ehemalige Nationalspielerin Heike Peters aus den Reihen der BG Köln. Im Männerturnier war unter anderem Rekordnationalspieler Patrick Femerling dabei, der für die BG Berlin/Charlottenburg spielt.

Dass dieser Respekt berechtigt war, zeigte sich schnell: Sowohl das erste Spiel gegen Köln (18:69) als auch das zweite Spiel gegen die ebenfalls sehr stark besetzte SG Hachenburg/Langen (15:59) verloren die Mittelfränkinnen klar. Ob es an der Party am Abend lag oder daran, dass sie sich an das hohe Niveau gewöhnt hatten, ist schwer zu sagen. Jedenfalls liefen die Partien am zweiten Tag für die TS deutlich besser. Mit dem Achtungserfolg von 30:59 gegen die BG Halstenbeck/Pinneberg waren die Herzogenauracherinnen recht zufrieden.


Halbzeitführung reichte nicht

Im letzten Spiel des Turniers kam es sogar zur Überraschung, als die Fränkinnen gegen die SG Saarland von Beginn an in Führung lagen und diese durch einen getroffenen Dreipunktewurf in letzter Sekunde in die Halbzeit retteten (19:17). Nach der Pause intensivierten die Gegnerinnen jedoch ihre Verteidigung, sodass den Herzogenauracherinnen nur noch wenige Punkte gelangen. Auch dieses Spiel ging deshalb mit 27:39 verloren.

Die Bilanz überraschte die "Golden Girls" nicht. Als Siebt platzierte und damit Letzte fuhren sie nach Hause, waren aber stolz, bei einer deutschen Meisterschaft dabei gewesen zu sein. Und obwohl keine der acht TS-Spielerinnen jemals in der ersten Bundesliga gespielt hat, haben alle bei diesem hochklassig besetzten Turnier Punkte erzielt. Erster wurde das überragende Team der Gastgeber - neben Herzogenaurach und Wolfenbüttel eine von nur drei Mannschaften beim Turnier in Köln, die nicht als Spielgemeinschaft mehrerer Ortschaften angetreten waren.

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