Die Regionalliga-Basketballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach kassierten am Samstagabend seit langer Zeit einmal wieder eine Niederlage. Mit elf Punkten Unterschied zogen die Shorthorns beim BC Erfurt den Kürzeren, bleiben mit insgesamt 10:3 Siegen auf der Habenseite aber trotzdem Tabellenerster. Die Thüringerinnen rücken durch den Sieg einen Rang nach oben und sind mit 6:5 Siegen nun Fünfter. Aus Herzogenauracher Sicht war die Niederlage absolut verdient, denn die Erfurterinnen waren von Beginn an tonangebend und gewannen schließlich zurecht die Partie.

BC Erfurt - TS Herzogenaurach 67:56


Schon im ersten Viertel brachten die Erfurterinnen mehr Energie auf das Parkett. Die alles überragende Dana Penno (27 Punkte) zeigte ab der ersten Minute, dass sie diesmal nicht mit drei Punkten Differenz, wie noch im Hinspiel, unterliegen will. Mit all ihrer Power kam sie immer wieder bis unter das Herzogenauracher Netz und verwandelte dort ihre Korbleger souverän, auch unter starker Bedrängung durch die Shorthorns-Abwehrreihen. Bei den Aurachstädterinnen ging zunächst wenig. Aber nach vier Spielminuten fanden sie durch die gute Ilona Brox (18) besser ins Spiel und konnten bis zur Viertelpause zumindest noch Schadensbegrenzung betreiben und so lagen sie nur mit 22:15 zurück.
Das zweite Viertel war jetzt deutlich ausgeglichener. Die umsichtige Laura Angerstein (10) netzte aus dem Dreipunktbereich ein und Regine Brox tanzte mit ihrer hervorragenden Fußarbeit die gegnerischen Centerspielerinnen aus, sodass sie häufig zu freien Abschlüssen in direkter Korbnähe kam und diese auch sicher verwandelte. Bei den Thüringerinnen blieb weiterhin Dana Penno die alles bestimmende Spielerin. Schloss sie mal nicht selbst ab, fand sie zumeist die besser postierte Mitspielerin und diese wusste diese Vorlagen zu verwerten. Zudem traf das Stephanie-Duo aus dem weiten Tal der Gera, namens Gempe und Süß, sämtliche freien Würfe und Korbleger und so führten die Erfurterinnen schließlich mit 36:26 zur Halbzeit.
Das dritte Viertel sollte das beste der Shorthorns werden. Ilona Brox zog mit ihrer Athletik ihren jeweiligen Gegenspielerinnen einfach davon und nutzte die entstehenden Freiräume gekonnt aus. Und auch Kerstin Wägner machte erstmals in der Partie von sich reden, indem sie eine schöne Ballstaffette brillant abschloss. Die Herzogenauracherinnen verkürzten so den Rückstand Punkt um Punkt: Allerdings nicht so weit, als dass sie zwingend in Schlagdistanz waren. 50:43 leuchtete es nach 30 Minuten von der Anzeigetafel.
Im letzten Viertel ging dann aber die Dana-Penno-Show weiter. Sie zeigte, warum sie zu den besten Spielerinnen der Liga gehört und erzielte ihre Punkte mit Leichtigkeit und kindlicher Spielfreude. Dazu setzte jetzt auch noch Franziska Wenzel Akzente und die Shorthorns fanden einfach kein Mittel, den Erfurter Angriffswirbel derart zu bremsen, als dass sie noch mal eine Chance auf den Sieg gehabt hätten. Schließlich gewannen die Gastgeberinnen verdient mit 67:56.
" Es war heute nicht unser Tag. Wir kamen nach der langen Fahrt noch leicht müde aus der Kabine und gerieten so schnell in Rückstand. Diesem liefen wir dann über das gesamte Spiel hinterher. Das ist natürlich ein Dämpfer für unsere Ambitionen, aufzusteigen. Jetzt müssen wir daraus lernen. Ich denke, so ein Dämpfer kommt nie zur richtigen Zeit, denn es wäre sicher für jeden am schönsten, immer zu gewinnen. Aber man kann daran nichts ändern und wir werden nächste Woche wieder mit 100 Prozent zurückkommen und alles probieren, wieder in die Erfolgsspur zurück zu finden", versprach Trainer Markus Schönmüller .