Höchstadt a. d. Aisch

Martin Grau kann seinen Titel nicht verteidigen

Martin Grau hat kein Glück. Das Leistungstief der vergangenen Wochen war auf eine Zahnentzündung zurückzuführen, die sich nun auszubreiten scheint.
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Martin Grau (links) machte über 3000 Meter Hindernis einen guten Job, verschärfte zum richtigen Zeitpunkt das Tempo, hatte am Ende aber nicht genug Kraft, um seinen Titel zu verteidigen. Foto: Theo Kiefner
Martin Grau (links) machte über 3000 Meter Hindernis einen guten Job, verschärfte zum richtigen Zeitpunkt das Tempo, hatte am Ende aber nicht genug Kraft, um seinen Titel zu verteidigen. Foto: Theo Kiefner
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Dies machte eine Reduzierung des Trainingspensums nötig, was die Ausgangslage für die deutsche Meisterschaft in Kassel nicht verbesserte.
Trotzdem wollte Grau seinen Titel über 3000 Meter Hindernis möglichst verteidigen und ging das gestrige Rennen motiviert und mit einem guten Plan an. Bei 1700 Metern zog er das Tempo an und schüttelte so einen Großteil des Feldes ab. Nur Hannes Liebach (SCC Berlin) und Patrick Karl (TV Ochsenfurt) blieben dem 24-Jährigen auf den Fersen und hatten auf den letzten 300 Metern mehr Körner als Grau.
"Mit Platz 3 kann Martin angesichts der Vorzeichen absolut zufrieden sein, seinen DM-Medaillensatz hat er damit komplett", sagte Graus Trainer Martin Mönius. Seinen Traum von Olympia wird sich der Biengartner aber vorerst aus dem Kopf schlagen müssen, zumal sich nur noch wenige Gelegenheiten ergeben werden, die Norm für Rio zu schaffen.
Mit seiner Zielzeit von 8:48,97 Minuten verpasste er die Qualifikationsnorm um knapp 19 Sekunden. Graus Zwillingsbruder Bastian ging in Kassel über 1500 Meter an den Start. Bei seiner ersten Einzel-DM schaffte er es nicht ins Finale, weil er das Tempo in den Vorläufen nicht mitgehen konnte, war aber dennoch zufrieden.


Schneider strauchelt und kämpft

Einen starken Auftritt hatte auch Patrick Schneider über 400 Meter. Der Burghaslacher im Trikot des LAC Quelle Fürth gewann seinen Vorlauf souverän und wusste auch im Endlauf zu überzeugen. Eingangs der Zielgeraden hatte er einen kleinen Strauchler, und es sah kurz danach aus als würde er durchgereicht werden. Doch Schneider kämpfte bravourös und verteidigte Platz 3 in 46,93 Sekunden. Damit blieb er nur rund eine halbe Sekunde unter seiner persönlichen Bestzeit (46,22), mit der er vor zwei Wochen in Regensburg den seit 60 Jahren bestehenden mittelfränkischen Rekord gebrochen hatte.

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