Herzogenaurach
Basketball-Regionalliga

Longhorns feiern den dritten Sieg in Folge

Mit einem sensationellen Sieg gegen den Lokalrivalen aus Ansbach bauten die Regionalliga-Basketballer der Turnerschaft Herzogenaurach ihre Serie auf drei Siege in Folge aus und stellten den Anschluss ans Tabellenmittelfeld her.
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Selbst der überragende Ansbacher Nicholas Freer (links) konnte die im Verbund stark agierenden Longhorns um Braslav Turic nicht stoppen. Die Gäste feierten im Derby einen wichtigen Sieg. Foto: herzopress/Archiv
Selbst der überragende Ansbacher Nicholas Freer (links) konnte die im Verbund stark agierenden Longhorns um Braslav Turic nicht stoppen. Die Gäste feierten im Derby einen wichtigen Sieg. Foto: herzopress/Archiv
In einem Spiel, das eigentlich schon fünf Minuten vor Schluss für die Longhorns entschieden war, aber dann durch eine irre Aufholjagd der Ansbacher noch einmal spannend wurde, gewannen die Aurachstädter schlussendlich verdient, da sie in den ersten 35 Spielminuten die klar bessere Mannschaft gewesen waren.


Hapa Ansbach - TS Herzogenaurach 78:79

Zu Beginn des Spiels hatte der Favorit aus Ansbach zunächst Übergewicht. Der wohl beste Spieler der Liga, Nicholas Freer (34 Punkte, sieben Rebounds, vier Assists, drei Steals), traf aus allen Lagen und brachte die Seinigen in Führung. Die TSH hatte in Braslav Turic einen schnellen Mann, der sich ein ums andere Mal gegen die etwas behäbigen Ansbacher durchsetzte. In einem ansehnlichen Spiel ging es heiter hin und her, nach zehn Minuten führten die Gastgeber mit 23:19.
Doch von nun an übernahm die TSH das Kommando. Der starke Mike Kaiser spielte seine Stärken aus der Mitteldistanz aus, hinten kontrollierte Willy Inkulu die eigene Zone und den Rebound. Der junge Brite legte erneut ein starkes Spiel hin (zwölf Punkte, zwölf Rebounds) und verleitete die Ansbacher allein durch seine physische Präsenz zu einigen Fehlwürfen. Aufgeben wollten die Hausherren aber nicht: Ex-Longhorn Christian Imberi, der extra motiviert schien, übernahm Verantwortung und erzielte acht seiner 23 Punkte in diesem Viertel. Zur Halbzeit lagen dann beide Teams gleichauf (43:43).


Der Vorsprung schmilzt

Wie schon in den vergangenen beiden Spielen kamen die Longhorns bärenstark aus der Kabine. Sie erhöhten die Schlagzahl und setzten sich ab. Nelson Weidemann zog nun immer wieder grazil zum Korb und schloss routiniert ab. Braslav Turic unterstützte ihn zudem nach Kräften und donnerte einen mächtigen Dunking durch die Reuse. In der Verteidigung zeigten Marcel Koulibaly und der genesene Markus Person ihre Stärke und erkämpften etliche Ballgewinne. So entschieden die TSHler das Viertel mit 21:12 für sich und gingen mit einer 64:55-Führung ins Schlussviertel.
Die Longhorns konnten ihren Vorsprung in der Folge weiter ausbauen. Mike Kaiser brillierte mit all seiner Routine und als Willy Inkulu unter dem Korb zum 78:65 traf (36.), schien das Spiel gelaufen. Doch im Gefühl des sicheren Sieges riss bei den Herzogenaurachern der Faden. Die abgezockten Ansbacher nutzten dies gekonnt aus und verkürzten sukzessive. Lediglich Mike Kaiser konnte noch einen Freiwurf verwandeln, aber auch er schaffte es nicht zu verhindern, dass die Ansbacher 18 Sekunden vor Schluss beim Stand 76:79 die Chance auf den Ausgleich bekamen: Drei Sekunden vor Schluss schnappte sich Niko Dilukila den Ball, zog zum Korb und verwandelte trotz Foul zum 78:79. Der zusätzliche Freiwurf, den Ansbach zugesprochen bekam, hätte die Longhorns um den verdienten Sieg bringen können. Doch Dilukila versagten die Nerven. Der Ball prallte vom Ring ab und von dort zu Inkulu, der fest zupackte. Das Spiel war gelaufen.


Klassenerhalt ist realistisch

"Klar ist es ärgerlich, dass wir die Ansbacher am Ende noch mal aufholen haben lassen. Aber wir sind eben eine junge Mannschaft, die auf diesem Niveau in solchen Situationen noch nicht so viel Erfahrung hat. Entscheidend ist, dass wir daraus lernen und beim nächsten Mal geschickter spielen und dass wir das gewonnen haben", sagte Longhorns-Trainer Mario Dugandzic hinterher. "Wir werden weiter hart arbeiten, um in der Erfolgsspur zu bleiben. Ich bin optimistisch, dass der Klassenerhalt erreicht wird."
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