Herzogenaurach
Basketball

Longhorns Herzogenaurach unterliegen Schlusslicht

Die TS Herzogenaurach kassiert beim Tabellenletzten Dachau Spurs eine unglückliche Niederlage. Kurz vor Spielbeginn verlängerte sich zudem erneut die Verletztenliste.
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Benedikt Aumeier und die Longhorns zeigten in Dachau großes Engagement, das aber nicht belohnt wurde. Am Ende fehlten dem ersatzgeschwächten Team die Kräfte. Foto: Sportpress
Benedikt Aumeier und die Longhorns zeigten in Dachau großes Engagement, das aber nicht belohnt wurde. Am Ende fehlten dem ersatzgeschwächten Team die Kräfte. Foto: Sportpress
Selbst die Dachau Spurs konnten es nicht recht glauben. Mit 65:52 bezwangen sie in der in der 1. Basketball-Regionalliga die TS Herzogenaurach - es war der erste Saisonsieg für den Tabellenletzten. "Wir haben im Moment eine unglaubliche Pechsträhne. Wenn acht von vierzehn Spielern ausfallen, darunter die vier Topscorer und der Kapitän, dann fragt man sich, ob das noch mit rechten Dingen zugeht", sagte TSH-Trainer Angelos Plantzas, "natürlich muss man dann überlegen, ob man etwas im Training falsch macht. Aber die Verletzungen sind ausnahmslos in Situationen geschehen, wo man nichts gegen machen kann." Zur langen Verletztenliste gesellte sich kurzfristig auch Ryan DeMichael, der aufgrund eines Virusinfekts ausfiel.
Weniger Pech hatten die Spurs, deren bester Spieler, Georg Hörl, pünklich zur Partie wieder zur Verfügung stand und mit 17 Punkten und 16 Rebounds eine eindrucksvolle Rückkehr feierte.

Dachau Spurs - TS Herzogenaurach 65:52

Zu Beginn deutete noch nicht sonderlich viel auf eine Niederlage der Longhorns hin. Benedikt Aumeier und Markus Person leiteten die Abteilung Attacke und zogen mit Energie zum Korb der Gastgeber und vollendeten dort mit Leichtigkeit.So führten die Aurachstädter nach drei Minuten mit 8:4. Nun kamen aber die Gastgeber besser ins Spiel und insbesondere Hörl übernahm auf der Center-Position Verantwortung. Immer wieder sicherte er sich Offensivrebounds und verwandelte diese umgehend in Zählbares. So zogen die Spurs zur Viertelpause auf 16:11 davon.

Im zweiten Viertel fanden die Longhorns jedoch die passende Antwort. Toni Donhauser, Leon Ort und Benno Schüpferling trafen die zuvor schön herausgespielten Würfe sicher aus der Ferndistanz. Durch neun Punkte in Folge war plötzlich die TSH wieder in Führung. Im Anschluss entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, das vor allem durch die intensive Verteidigung der beiden Teams bestimmt wurde. Beide Mannschaft verstanden es, dem Gegner jeweils seine größte Stärke zu nehmen. So gelang es den Aufbau- und Flügelspielern der Longhorns kaum noch, den Zug zum Korb aufrecht zu erhalten. Im Gegenzug kreiste Herzogenaurach den Aktionskreis der Dachauer Centerspieler ein. Nach dem 30:27 zur Halbzeit gaben die angeschlagenen Gäste auch im dritten Viertel den Ton an.


Großer Kräfteverschleiß

Adrian Dlugosch und Neuzugang Alexander Malinkovich, der mit zum Einstand auf sieben Punkte kam, sorgten für die nötige Punkte-Produktion. Hinten hielten Markus Person und Frederik Simon den Laden zusammen. So gelang es den Longhorns, sich nach weiteren vier Minuten einen Fünf-Punkte-Vorsprung herauszuspielen (38:33). Nach einer Auszeit kam Dachau aber wieder besser ins Spiel und punktete durch Miroslav Ljoljic (23 Zähler) immer wieder unter dem Korb.

Vor dem letzten Viertel führten die Gäste noch immer mit 47:45. Der Kräfteverschleiß der Herzogenauracher machte sich jedoch immer mehr bemerkbar. "Trotzdem haben wir noch eine gute Leistung gezeigt. Wir haben drei Viertel sehr gut mitgehalten, aber dann ging uns die Kraft aus. Wir haben starken Teambasketball gezeigt und darauf können wir aufbauen", sagte Plantzas. Dachau wusste die Chance zu nutzen. Punkt um Punkt zogen die Gastgeber davon und gestatteten Herzogenaurach im Schlussabschnitt nur noch fünf Zähler.

TS Herzogenaurach: Person (8), Aumeier (5), F. Simon (3), Ort (8), Dlugosch (4), Donhauser (8), Schüpferling (9), Malinkovich (7)
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