Herzogenaurach
Leichtathletik

Latte lag hoch, aber nicht zu hoch

Mit ihrem starken Zehnkampf-Auftritt in Regensburg qualifizieren sich die Herzogenauracher Andre Zahl (U20) und Daniel Hoseus (U23) für die deutsche Mehrkampfmeisterschaft.
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Daniel Hoseus überquerte beim Stabhochsprung 3,70 Meter.
Daniel Hoseus überquerte beim Stabhochsprung 3,70 Meter.
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Spannung pur bis zum Ende war bei der bayerischen Zehnkampfmeisterschaft der U20 angesagt. Andre Zahl von der Turnerschaft Herzogenaurach lieferte sich ein heißes Duell mit Noah Kollhuber (LG Sempt), bei dem dem Herzogenauracher am Ende winzige fünf Pünktchen zur Goldmedaille fehlten. Daniel Hoseus holte bei den U23 Bronze und schaffte die angestrebte Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.
Mit vier Athleten reiste Trainer Peter Müller nach Regensburg und erlebte nicht nur wegen des Wetters zwei absolut heiße Tage. Bei der U20 ließ Andre Zahl wichtige Punkte im Weit- und Hochsprung liegen, die er auch mit einem starken 400-Meter-Rennen nicht ganz wett machen konnte. Nach Rang 4 startete er aber am zweiten Tag zur großen Aufholjagd. Mit Bestleistungen über die Hürden und im Diskuswurf schob er sich nach vorne und auch im Stabhochsprung war er der Beste. Einzig im Speerwurf büßte er wieder wertvolle Punkte ein.
Dennoch versuchte er, über die 1500 Meter den bis zum Umfallen kämpfenden Konkurrenten aus Sempt noch abzufangen. Mit 4:36,89 Minuten, einer weiteren Bestmarke, fehlten letztendlich nur fünf Punkte zum Sieg, den sich Kollhuber aber aufgrund seines tollen Kampfes auch verdient hatte.
Daniel Hoseus kam bei der U23 auf Platz 3. Als Tagesschnellster über 100 Meter überzeugte er auch im Weitsprung, über 400 Meter und durch seine Konstanz am zweiten Tag. Wichtiger als die Platzierung war für ihn aber, dass er die Norm geknackt hat für die deutsche Mehrkampfmeisterschaft am 23. und 24. August in Vaterstetten. Zusammen mit Andre Zahl wird er Herzogenaurach und Bayern dort hoffentlich würdig vertreten.
Für Adrian Taylor, ebenso U23, ging es nach diversen Verletzungen und enormen Trainingsrückstand darum, die zwei anstrengenden Tage durchzustehen, was ihm insgesamt gut gelang. Im Rahmenprogramm versuchte Marc Hoseus bei der U18, ebenfalls die DM-Norm anzugreifen. Nach einem tollen ersten Tag mit drei Bestleistungen war am zweiten Wettkampftag der Wurm drin und er verpasste die Qualifikation.

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