Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Landsberg fährt nur hinterher

Mit einer Woche Verspätung hat sich der Trainerwechsel bei den Höchstadt Alligators bemerkbar gemacht. Die Mannschaft um Daniel Jun schickte den HC Landsberg am Freitagabend mit 6:2 nach Hause.
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Richard Stütz (li.) kehrte als einer von vier Rekonvaleszenten in die Höchstadter Mannschaft zurück und gab den Alligators im Heimspiel gegen den HC Landsberg vor allem defensiv Halt. Foto: Picturedreams
Richard Stütz (li.) kehrte als einer von vier Rekonvaleszenten in die Höchstadter Mannschaft zurück und gab den Alligators im Heimspiel gegen den HC Landsberg vor allem defensiv Halt. Foto: Picturedreams
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Das Eishockey-Bayernliga-Spiel zwischen den Höchstadt Alligators und dem HC Landsberg war nach 40 Minuten praktisch entschieden. Eine Woche nach der Beurlaubung von Trainer Stan Mikulenka trumpfte der letztjährige Vizemeister auf.


Höchstadter EC - HC Landsberg 6:2

Mit Kapitän Daniel Sikorski, Richard Stütz (beide Abwehr) Lukas Lenk und Tomas Urban (beide Sturm) füllten vier zuletzt angeschlagene Spieler den Kader auf, dafür musste der neue Spielertrainer Daniel Jun auf Verteidiger Marcel Schorr verzichten, der sich im Training an der Hand verletzt hatte. Dennoch agierten die Gastgeber deutlich abgeklärter und disziplinierter als vor Wochenfrist. Mit dem Coach, der die Alligators im Frühjahr ins Play-off-Finale geführt hatte, war die Routine aus erfolgreicheren Zeiten zurück auf dem Eis.


Nach einer kurzen Phase des Abtastens prüfte Ales Kreuzer den Landsberger Torhüter (2.). Auf der anderen Seite musste Martin Fous zwei Mal eingreifen (4.). Mit einem Pass aus der Defensive leitete Jun das 1:0 ein: Stephan Hiendlmeyer passte auf Urban weiter, der per Flachschuss aus der Halbdistanz traf (8.). HC-Goalie Güßbacher hatte seinen Fangarm zwar oben, doch von diesem trudelte der Puck über die Linie.

Die Panzerechsen behielten die Kontrolle, eine Überzahl, nachdem Kreuzer von Schmelcher per Faustschlag niedergestreckt worden war, konnten sie aber nicht nutzen (10.). Beim zweiten Powerplay baute der HEC die Führung aus: Erst zielte Urban aus kurzer Distanz drüber, im Gegenangriff musste Fous eine Eins-gegen-eins-Situation entschärfen, ehe Jun wiederum im direkten Konter auf Vorarbeit von Markus Babinsky und Marco Pronath zuschlug (13.).

Als eine Aktion von Babinsky als Beinstellen gewertet wurde, hatte Höchstadt einen Mann weniger auf dem Eis, überstand die Phase problemlos und hätte sogar auf 3:0 erhöhen können, doch Hiendlmeyer bekam beim Abschluss unabsichtlich einen Schläger ins Gesicht, für ihn war die Partie beendet. Weitere Treffer im ersten Drittel verhinderten Fous gegen Juhasz und Sturm sowie Güßbacher gegen Thilo Grau.

Nach dem Seitenwechsel schienen sich die Gäste auf die Angriffsformationen des HEC eingestellt zu habe, bis Thomas Fischer seiner Mannschaft einen Bärendienst erwies. Zwei Mal saß der Landsberger eine Strafzeit ab, beide Male schnappten die Alligators zu. Kreuzer versenkte sehenswert auf Zuspiel von Sikorski (24.) und Babinsky verwertete auf Vorarbeit des Höchstadter Dreh- und Angelpunkts Kreuzer (27.).

Eine Auszeit nutzte den Riverkings nichts. Stattdessen sorgte Urban in erneuter Überzahl für die Entscheidung (29.). Zuvor hatte Güßbacher einen Schuss auf die Maske abbekommen und wirkte konsterniert wie seine Vorderleute. Die Mannschaft vom Lech ließ nach Vergehen von André Lenk und Patrick Hörl vier Minuten Überzahl verstreichen, sodass die zuletzt zwei Mal mit sieben Gegentreffern gebeutelten Hausherren unbeschadet blieben. Urban setzte nach Juns Tänzchen gegen Zwei den Schlusspunkt des zweiten Abschnitts (39.).

Mit dem sicheren Vorsprung ließen es die Panzerechsen etwas ruhiger angehen. Kräfte schonen für Sonntag war die Devise. Stefan Kerber markierte in der 45. Minute in Überzahl das erste Landsberger Tor - sein Schuss wurde unhaltbar abgefälscht. Die Gäste gaben sich nicht auf, eine Aufholjagd war ihnen allerdings nicht zuzutrauen, dafür spielte Höchstadt zu kontrolliert. So ließen die Alligators fünf Minuten vor Schluss nur noch das 6:2 durch Timo Hauck zu, als Stütz von einem HCler an der Bande gebunden war.
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