Höchstadt a. d. Aisch

Höchstadt siegt auf letztem Drücker

Nichts für schwache Nerven: Bei schwierigen Bedingungen in Pegnitz gelingt dem Höchstadter EC in den ersten beiden Dritteln nicht viel. Das ändert sich im Schlussabschnitt - mit einem dramatisch-glücklichen Ende.
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Tomas Urban erzielte zehn Sekunden vor der Schlusssirene den Treffer zum 4:3-Sieg der Alligators beim EV Pegnitz.  Foto: Picturedreams
Tomas Urban erzielte zehn Sekunden vor der Schlusssirene den Treffer zum 4:3-Sieg der Alligators beim EV Pegnitz. Foto: Picturedreams
Das Hinspiel war noch eine glasklare Sache: Mit 8:1 setzten sich die Alligators zu Beginn dieser Bayernliga-Saison in heimischer Halle gegen Pegnitz durch. Doch im zweiten Vergleich sah alles ein wenig anders aus - zumindest in den ersten beiden Dritteln. Doch mit einem Kraftakt im letzten Spielabschnitt drehte Höchstadt die Partie noch in einen 4:3-Sieg. Der entscheidende Treffer fiel erst zehn Sekunden vor Schluss.

EV Pegnitz - Höchstadter EC 3:4
Leichter Nieselregen, deutliche Plusgrade und ein schwammig-weiches Eis im Pegnitzer Freiluftstadion: Eigentlich sollte Eishockey unter anderen Gegebenheiten stattfinden, doch alles Wehklagen über das Wetter bringt bekanntlich nichts - und so musste Höchstadt mit den Bedingungen klarkommen, die nun mal herrschten. Und die waren keinesfalls ideal.
Das machte sich auch schnell im Spiel der Alligators bemerkbar, die über lange Zeit Probleme haben sollten, ihre Offensive aufzuziehen und sich im Drittel der Pegnitzer festzusetzen. Schon in der 2. Minute musste Martin Fous sein Können im HEC-Kasten zeigen, um einen Rückstand in Unterzahl zu verhindern. Zwar sendeten auf der Gegenseite auch Jun (4.) und Dzemla (6.) mit ihren abgefälschten Schüssen erste Offensiv-Signale. In Führung ging aber der Hausherr während einer Überzahlsituation durch Schwindl, dessen Versuch aus der Halbdistanz zum 1:0 hinter Fous einschlug (10.). Kurz darauf war Höchstadt erneut mit einem Mann weniger auf dem Eis, Jun stibitzte aber einem Verteidiger das Spielgerät, steuerte alleine auf Müller zu, umkurvte den EVP-Keeper noch und schob zum 1:1-Ausgleich (14.) ein. Der Jubel auf HEC-Seite verhallte aber schnell, noch während derselben Überzahlsituation markierte Skarupa nach schöner Kombination den 2:1-Führungstreffer für Pegnitz. So ging es auch in die Kabine.

Auch nach der Verschnauf-pause fand Höchstadt nicht zu seinem Spiel, die Stürmer waren meistens gedeckt. Jun (33.) und Grau (37.) hatten zwar Chancen zum 2:2, Pegnitz hätte aber auch mit 3:1 in Führung gehen können. Da aber keinem Team im Mitteldrittel ein Treffer gelingen sollte, ging es mit dem knappen 2:1 der Pegnitzer ins Schlussdrittel. Und hier sollte die Partie gänzlich auf den Kopf gestellt werden: Schon wenige Sekunden nach dem Bully traf Tomas Urban in den Winkel zum 2:2-Ausgleich, nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Doch Pegnitz zeigte Moral, Marsall brachte die Hausherren mit dem 3:2 wieder auf die Siegerstraße zurück (48.). Aber Höchstadt merkte, dass nach wie vor etwas möglich ist - und schließlich schlug der Blue-Liner von Patrick Hörl zum 3:3 im Tor ein (57.). Dann deutete zwar schon viel auf die Overtime hin, erst recht, als nur noch zehn Sekunden Restspielzeit verblieben. Doch Urban tütete den Sieg noch in der regulären Spielzeit ein. Der Tscheche kreuzte diagonal und verwertete den Pass von Daniel Jun mustergültig zum 4:3-Sieg.

Dem EV Pegnitz blieben zwar noch ein paar Sekunden, einen Schuss bzw. eine Chance konnte der Hausherr aber nicht mehr generieren - und musste sich aufgrund des späten Gegentreffers dem Höchstadter EC etwas unglücklich auf eigenem Eis mit 3:4 geschlagen geben.

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