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Heßdorf
Handball-Bezirksoberliga

Hinten anfällig, vorne treffsicher

Die HSG Erlangen/Niederlindach lässt die Abwehrarbeit schleifen, setzt sich dank einer starken Wurfquote aber knapp gegen den HC Sulzbach/Rosenberg II durch.
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Marco Loncar (Mitte), Neuzugang aus Herzogenaurach, war beim Torfestival gegen die Sulzbacher Reserve einer der auffälligsten Niederlindacher und steuerte fünf Treffer bei. Foto: Picturedreams
Marco Loncar (Mitte), Neuzugang aus Herzogenaurach, war beim Torfestival gegen die Sulzbacher Reserve einer der auffälligsten Niederlindacher und steuerte fünf Treffer bei. Foto: Picturedreams
Ungeschlagen fuhren die Bezirksoberliga-Handballer des HC Sulzbach-Rosenberg II für ihr Gastspiel bei der HSG Erlangen/Niederlindach an der Seebachgrundhalle in Hannberg vor. Allerdings hatten sie in den bis dato absolvierten vier Saisonspielen auch nur einmal einen Sieg davongetragen, und so war es nicht überraschend, dass die Gastgeber das Geschehen weitgehend im Griff hatten und zur Halbzeitpause mit 18:14 führten. Allerdings war die Abwehrleistung in der Folge nicht annähernd so gut wie in den vergangenen Spielen, und so lag es nur an der guten Wurfquote, dass ein sehr knapper, aber letztlich verdienter Sieg für die HSG heraussprang.


HSG Erl./Niederlindach - HC Sulzbach-R.
II 36:35

Trotz des Ausfalls von Mittelmann Julian Diefenbach und der angeschlagenen rechten Außenbahn (Stefan Rühl, Daniel Bauer und Kevin Gumbert) war die Marschroute von Trainer Detlev Hauer klar: Mit einer aggressiven, offensiven Abwehr sollten die Gäste zu Ballverlusten gezwungen werden und einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle heraus gelingen. Die Gäste mussten in dieser Saison noch keine Niederlage hinnehmen, waren dabei aber auch dreimal nicht über ein Remis hinausgekommen. Trotzdem eine gute Bilanz, zumal die Sulzbacher seit Ende September 2014 ungeschlagen waren. Eine beeindruckende Serie, die nach Wunsch der HSGler unbedingt ein Ende finden sollte.
Mit einer ordentlichen Abwehrleistung hielten die Mittelfranken die Gegner zunächst in Schach. da aber auch die Wurfquote der Gastgeber zu wünschen übrig ließ, konnten sie sich nicht vorentscheidend absetzen. Erst kurz vor der Pause setzte sich die HSG etwas ab, Willert, Stübinger und Co. schossen einen Vier-Tore-Vorsprung he raus (18:14).


Lukas Hünkel vernagelt das Tor

Was die Heimmannschaft defensiv in der zweiten Halbzeit ablieferte, war genau das Gegenteil von dem, was man sich vorgenommen hatte. Nahezu bei jedem Angriff fanden die Gäste ein einfaches Mittel, um die Hausherren zu überwinden. Hinzu kam, dass der sonst so defensiv starke Lukas Stübinger nach seiner dritten Zeitstrafe das Feld vorzeitig verlassen musste. So war es Schlussmann Lukas Hückel zu verdanken, dass die Pausenführung nicht innerhalb der ersten Minuten nach Wiederanpfiff verspielt wurde.
Die schwache HSG-Defensive ließ den Gästen nun freien Lauf, allerdings machte der Angriff diese dürftige Leistung fast wett. Die Betonung liegt auf fast, denn die Sulzbacher pirschten sich wieder bis auf 30:31 heran und es entwickelte sich eine hektische Schlussphase. Niederlin dach behielt hier die Nerven und setzte sich auf 36:33 ab. Die Gäste versuchten noch einmal alles, es reichte aber nur zum Anschlusstreffer. Und so kassierte die Bundesliga-Reserve die erste Niederlage seit mehr als einem Jahr.
Insgesamt war es der starken Leistung des HSG-Rückraums um Max Erhardt zu verdanken, dass die Truppe von Trainer Hauer ihre Siegesserie auf drei Spiele erweitern konnte und den Blick in der Tabelle nun wieder in das obere Drittel richten kann. Das kommende spielfreie Wochenende und die nächsten Trainingseinheiten muss das Team nun nutzen, um sich optimal auf das Duell mit dem derzeitigen Tabellenführer aus Nabburg/Schwarzenfeld vorzubereiten.
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