Heßdorf
Fußball

Heßdorf angeschlagen und ausgeknockt

Mit erheblichen Personalproblemen reiste Heßdorf zum ATSV Erlangen und tat sich bei der 0:3-Pleite damit schwer, überhaupt Chancen herauszuspielen. In der Bezirksliga Mittelfranken 1 bleibt die SpVgg auf Rang 12.
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Marco Nagel (rotes Trikot) und die anderen Heßdorfer wollten den den ATSV Erlangen eigentlich früh attackieren, hatten aber zu oft das Nachsehen und wurden in die Defensive gedrängt. Fotos: herzopress
Marco Nagel (rotes Trikot) und die anderen Heßdorfer wollten den den ATSV Erlangen eigentlich früh attackieren, hatten aber zu oft das Nachsehen und wurden in die Defensive gedrängt. Fotos: herzopress
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Es ist der nächste Rückschlag für die SpVgg Heßdorf in der Fußball-Bezirksliga Mittelfranken 1. Beim Tabellenfünften ATSV Erlangen kassierte die Mannschaft von Trainer Gerald Götz eine bittere 0:3-Niederlage und bleibt damit nun schon im dritten Spiel in Folge ohne einen einzigen Punkt.

"Wir haben gewusst, dass es sehr schwer werden dürfte, einen Punkt mitzunehmen", sagte Götz. Denn bereits im Vorfeld stand die Partie unter keinem guten Stern: Kurzfristig gab es gleich mehrere Ausfälle - die Leistungsträger Stefan Marxer, Mario Linsenmeyer, Stephan List und Max Müller konnten krankheits- oder verletzungsbedingt nicht mitwirken.


ATSV Erlangen - SpVgg Heßdorf 3:0


Heßdorf versuchte, kompakt zu stehen und möglichst zügig über die schnellen Außenspieler Fabian Straub und Sebastian Hofmann zu agieren, was aber nur selten gelang. Folglich gehörte die erste Chance dem ATSV: Nach einer guten Kombination durchs Zentrum kam ein Erlanger Angreifer frei vor Sebastian Heinlein zum Abschluss, dieser hatte aber keine Mühen, selbigen zu entschärfen (3.). Nur drei Minuten später köpfte Nikolai Schmidt freistehend einen halben Meter am Tor vorbei.

Auch während des Spiels setzte sich die Verletzungsmisere fort. Denn schon nach zehn Minuten musste Hofmann mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss ausgewechselt werden. Erlangen blieb weiterhin am Drücker. Nach 13 Minuten kam Söllmann nach schönem Zusammenspiel mit Schmidt zum Abschluss. Zwar fand der Ball noch nicht den Weg ins Tor, doch dass sie es besser können, zeigten die Gastgeber in der 25. Minute. Nach einem schnellen Konter über die rechte Seite wurde Schmidt im Zentrum freigespielt und versenkte mit der Pike.

Die Heßdorfer Hintermannschaft präsentierte sich dabei nicht gerade auf der Höhe des Geschehens. Schon nach einer halben Stunde musste Götz zum zweiten Mal wechseln. Zwar verließ Innenverteidiger Marco Nagel den Platz unverletzt, war zu diesem Zeitpunkt aber akut gelb-rot-gefährdet. Kurz vor der Pause gelang der SpVgg dann doch noch der erste Torschuss. Markov hatte im Tor des ATSV mit dem Freistoß aus gut 35 Metern aber keine Probleme. "In der Offensive fehlten die Kreativspieler. Vor allem Stefan Marxer mit seiner Dynamik", sagte Götz, der zudem die Spieler aus der zweiten Reihe kritisierte.


Zwei Tore in der Schlussphase

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste endete: Erlangen war weiterhin dominant, und Heßdorf schaffte es nicht, in gefährliche Situationen zu kommen. Folglich gehörte auch die erste Chance in Durchgang 2 dem ATSV. Hierbei hatten die Heßdorfer aber Glück, dass der Erlanger Stürmer den Ball nicht voll traf. Nach gut einer Stunde wachte Heßdorf jedoch auf und verbuchte durch einen abgefälschten Freistoß von Vogel aus 25 Metern die erste wirkliche Chance (63.). Auch der eingewechselte Schuffert machte mit einem Distanzschuss auf sich aufmerksam (65.).

In der 77. Minute dann die größte Gelegenheit für die Gäste: Schuffert erkämpfte sich auf der linken Seite den Ball, zog nach innen und bediente Steffen Müller. Dieser wurde etwa 20 Meter vor dem Tor bedrängt, schaffte es aber, seinen Gegenspieler abzuschütteln und einen Torschuss abzugeben. Diesen konnte der Erlanger Schlussmann aber gerade noch klären. Heßdorf setzte nach dieser Gelegenheit aber nicht nach - was gleich bestraft wurde. Schmidt lief alleine auf die Heßdorfer Innenverteidigung zu und verlud seinen Gegenspieler. Im Eins-gegen-Eins gegen Heinlein behielt der Erlanger Mittelstürmer die Übersicht und bediente den mitgeeilten Abu-Zalam, der nun keine Mühen mehr hatte, das vorentscheidende 2:0 zu erzielen (87.).

Nun ergaben sich die Gäste endgültig ihrem Schicksal. Pässe wurden schlampig gespielt und Zweikämpfe halbherzig geführt. Nach einem weiteren unbeherzten Duell im Strafraum kam ein Erlanger Angreifer zu Fall. Beim fälligen Elfmeter ließ Zeller dem Heßdorfer Heinlein keine Chance. "Die Art und Weise unseres Spiels hat mir nicht gefallen. Wir wollten eigentlich frühzeitig attackieren, wurden aber hinten reingedrängt", bemängelte der Trainer.
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