Herzogenaurach

Herzogenauracher Shorthorns verlieren erneut

Die Shorthorns verlieren in der zweiten Halbzeit den Faden und verspielen die Führung. Das Team beweist dann zwar Moral, kann eine weitere Pleite aber nicht verhindern.
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Hinfallen, aber gemeinsam wieder aufstehen: Der Teamgeist stimmt bei Jana-Sophie Distler, Trainer Christian Braun, Kathrin Sperber, Raluca Chioran und den anderen Shorthorns.  Foto: herzopress
Hinfallen, aber gemeinsam wieder aufstehen: Der Teamgeist stimmt bei Jana-Sophie Distler, Trainer Christian Braun, Kathrin Sperber, Raluca Chioran und den anderen Shorthorns. Foto: herzopress
Erneut mussten die Regionalliga-Basketballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach eine bittere Niederlage hinnehmen. Mit 57:55 verloren die Shorthorns bei den Damen des TS Jahn München II und haben damit mittlerweile fünf Spiele in der Rückrunde verloren, in denen die Punktdifferenz nicht mehr als vier Punkte betrug. Somit stehen die Aurachstädterinnen jetzt auf dem achten Tabellenplatz und haben sieben Siege in der Bilanz stehen, während sich die Landeshauptstädterinnen mit dem Erfolg etwas aus der akuten Abstiegsgefahr entfernt haben, fünf Siege auf der Habenseite aufweisen und den neunten Tabellenrang einnehmen.

TS Jahn München II - TS Herzogenaurach 57:55

Zu Beginn sah es wie gewöhnlich sehr gut für die Herzogenauracherinnen aus. Mit schönem, schnellem Basketball überpowerten die Shorthorns ihre Kontrahentinnen und dominierten das Spiel. Vor allem die dynamische Raluca Chioran trumpfte auf, acht Punkte verbuchte sie allein in diesem Viertel und die Shorthorns führten nach fünf Minuten mit 14:3. Die Herzogenauracher Überlegenheit setzte sich weiter fort - München fand einfach keinen Weg, konstant zu punkten.

So gingen die Aurachstädterinnen mit einer 22:7-Führung ins zweite Viertel, in dem die Gastgeberinnen nun aber ihren Rhythmus fanden und die Partie ausgeglichen gestalteten. Sabrina Schmidt (17 Punkte) übernahm Verantwortung und setzte sich immer wieder gekonnt durch. Die TSH probierte, sie durch unterschiedliche Gegenspielerinnen aus dem Konzept zu bringen, aber es half nicht. Allerdings verbuchten die Shorthorns auch noch Zählbares und fanden in Kathrin Sperber ihre Punktegarantin. Zur Halbzeit stand es 33:23 für die Schuhstädterinnen und es sah so aus, als könnten sie endlich wieder siegen.

Nach der Halbzeit drehte sich das Spiel

Aber in der Pause erinnerten sich die Gäste wohl wieder an die Misserfolge der vergangenen Wochen und kamen wie verwandelt aus der Kabine. Das zuvor so schöne Offensivspiel der Herzogenauracherinnen war nun passé. Nur noch Stückwerk war zu sehen, einzig die athletische Jana Ulbig sorgte ab und an noch für Punkte, indem sie die Münchnerinnen im Fast Break überrannte. Im Spiel gegen eine stehende Verteidigung agierten die Shorthorns allerdings nicht mehr erfolgreich und so verkürzten die Oberbayern auf 39:41.

Im Schlussviertel entwickelte sich ein spannendes und enges Spiel, und beide Seiten wollten unbedingt gewinnen. Abstiegskampf pur war angesagt, was aber leider auch häufig zu Abstiegskrampf verkam. Theresa Streng (10) übernahm auf Münchner Seite das Punkten. Technisch sehenswert und elegant netzte sie zweimal aus der Mitteldistanz ein, und das Jahn-Team übernahm erstmals die Führung (32.).

Vier Minuten vor Schluss lagen die Shorthorns schon mit 55:48 in Rückstand, aber sie bewiesen Moral und glichen vierzig Sekunden vor Schluss zum 55:55 aus. Dann fingen sie sich allerdings einen Korbleger, hatten im Anschluss noch mal die Chance auszugleichen. Sie stellten ein System auf, führten es korrekt aus, bekamen einen freien Schuss, dieser verfehlte jedoch deutlich sein Ziel und die TSH hatte erneut mit 55:57 verloren.

"Es ist einfach extrem bitter, Woche für Woche zunächst gut zu spielen, in Führung zu liegen und dann am Ende irgendwie noch zu verlieren", sagt TSH-Trainer Christian Braun. Man habe zwar vor der Saison einige Führungsspielerinnen verloren, die vor allem am Ende des Spiels häufig Verantwortung übernommen hatten. "Dies kann aber nicht der einzige Grund sein, weshalb wir am Ende meist das Nachsehen haben. 30 Minuten spielen wir immer einen schönen Ball und man sieht, dass wir wissen, wie der Hase läuft. Es fehlt die Konstanz über 40 Minuten eine stringente Leistung abzurufen und daran müssen wir jetzt arbeiten." Das Gute sei, dass der Teamgeist weiter intakt ist und man so gut weiterarbeiten könne, betonte Braun.

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