Volleyball

Herzogenauracher Frauen haben den Titel sicher

Einen Spieltag vor Saisonschluss ist die TSH nicht mehr von Platz 1 zu verdrängen. In Weisendorf kommen Enttäuschung und Hoffnung zusammen.
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Der TSH-Block mit Jennifer Reck und Martina Schaub (v. l.) ließ sich von den Weisendorferinnen nicht aus dem Konzept bringen. Trotz heftiger Gegenwehr setzte sich der Spitzenreiter durch. Foto: herzopress
Der TSH-Block mit Jennifer Reck und Martina Schaub (v. l.) ließ sich von den Weisendorferinnen nicht aus dem Konzept bringen. Trotz heftiger Gegenwehr setzte sich der Spitzenreiter durch. Foto: herzopress
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Die Volleyball-Herren der TSG Weisendorf wollten zum Saisonabschluss in der Kreisliga Nord zum Angriff auf Rang 1 blasen, doch die Vorzeichen waren denkbar schlecht: Neben dem erkranken Zuspieler fielen zwei Außenangreifer aus. Da auch weitere berufliche und krankheitsbedingte Absagen kamen, fuhr das Team mit nur acht Spielern nach Egloffstein. Dieser Nachteil war nicht zu kompensieren.

In der Kreisklasse Nord versuchten die Weisendorfer Frauen, den Spitzenreiter aus Herzogenaurach ärgern. Das misslang, jedoch verteidigte die TSG Rang 2. Um die Vizemeisterschaft sicher feiern zu können, bräuchte Weisendorf am letzten Spieltag der Saison Mitte März in eigener Halle bestenfalls vier Punkte. Gegen den TV Erlangen ist ein Sieg dabei Pflicht, der designierte Meister aus Herzogenaurach dagegen wird nicht so leicht zu knacken sein.


Herren, Kreisliga Nord: SC Egloffstein II - TSG Weisendorf 3:0

Weil ein Gästespieler beim Aufwärmen den Ball ins Gesicht bekam und mit blutender Nase in der Anfangsphase nicht zur Verfügung stand, stellte sich das TSG-Team quasi von selbst auf. Der vom Nachwuchs zu den Herren beorderte Zuspieler tat sich schwer: Die Annahmen kamen nicht sauber, dazu ließ sich die gesamte Mannschaft von der kleinen Halle und den lauten Zuschauern verunsichern.

Nervös und hektisch wurde der erste Satz mit 14:25 verloren. Mit einer internen Umstellung konnte dann zwar die Annahme etwas stabilisiert werden, aber beim Stand von 16:16 wurden wieder einmal serienweise die Bälle nicht verwertet und der Durchgang ging mit 21:25 an Egloffstein. Nicht viel anders verlief dann auch der dritte Satz, den die TSG mit 16:25 verlor und somit alle Chancen auf die Meisterschaft bereits passé waren.


TSG Weisendorf - Post-SV Nürnberg III 1:3

Zum zweiten Spiel stieß ein weiterer Mittelblocker dazu, so dass TSG-Coach Martin Schäfter eine zweite Wechseloption hatte. Immerhin stand Rang 2 und die damit verbundene Aufstiegsrelegation auf dem Spiel. Weisendorf hielt zu Beginn gut mit und erkämpfte sich ab und zu auch die Führung. Doch wieder spielten in der Crunchtime die Nerven nicht mit - Nürnberg gewann mit 25:21. Auch im zweiten Durchgang wurden zu viele Eigenfehler produziert und dem Gegner Geschenke gemacht (14:25).

Erst jetzt zeigten die TSGler, was möglich ist. Mit viel Kampf und auch dem nötigen Glück wurde mit 25:23 der Anschluss geschafft. Doch statt mit dieser Euphorie weiterzumachen, wurden die Bälle wieder unkonzentriert angenommen. Dadurch blieben auch die Zuspiele oft unsauber, und auch aus aussichtsreichen Positionen wurden die Bälle verschlagen. So lag die TSG schnell mit 1:6 hinten. Erst nach einer Auszeit kämpfte sich Weisendorf wieder heran und schaffte es nach einem 18:22, bis zum 22:23 aufzuholen.

Doch ein weiterer Annahmefehler und ein ins Aus geschlagener Angriff besiegelten das 22:25. Durch die beiden Niederlagen ist die TSG Weisendorf in der Endabrechnung noch auf Platz 4 abgerutscht, da der SV Schwaig V seine beiden letzten Saisonspiele für sich entschied.


Damen, Kreisklasse Nord: TS Herzogenaurach - SG Weisendorf 3:0

Die Gäste waren mit elf Spielerinnen - darunter zwei aus der Jugend - breit aufgestellt und gewillt, den Spitzenreiter zu ärgern. Aber auch die TS Herzogenaurach, der noch ein Sieg zur sicheren Meisterschaft fehlte, war angestachelt und versuchte sofort, durch harte Aufschläge und Hinterfeld-Angriffe Druck aufzubauen. Die TSG hielt gut dagegen, kam aber nie richtig ins Spiel. Somit entschied Herzogenaurach den ersten Satz 25:20 für sich.

In Durchgang 2 kämpfte sich Weisendorf nach einem 18:24-Rückstand zurück (24:24), verlor den Satz dann aber dennoch mit 24:26, was an einer Reihe verschlagener Angaben lag. Der dritte Satz verlief ähnlich. Die Gäste hielten gut dagegen, platzierten ihre Angriffe aber nicht genau genug und gaben so einige Punkte an Herzogenaurach ab (22:25).


TSG Weisendorf - SC Egloffstein II 3:0

Da Veitsbronn gleichzeitig zwei Siege einfuhr, musste die TSG nun gewinnen, um Tabellenzweiter zu bleiben. Tatsächlich fand Weisendorf gut ins Spiel, verschlug keine Aufschläge mehr, hielt immer einen gewissen Vorsprung und entschied den ersten Satz mit 25:22 für sich. Im zweiten und dritten Satz hatten die Damen aus Weisendorf durch genaue Angriffe und gute Annahmen immer die Nase vorn. Nur die oft sehr kurzen Aufschläge und Lobs brachten den Gegnern einige Punkte.

Trotzdem setzte sich die TSG mit 25:20 und 25:18 durch und hielt Veitsbronn vorerst auf Abstand. Will Weisendorf den Relegationsplatz auch in der Endabrechnung behalten, müssen am Samstag, 11. März, vier Punkte her. Werden es nur drei, muss Weisendorf darauf hoffen, dass Veitsbronn in den Spielen gegen den TC Höchstadt II und den TB Erlangen III wenigstens einen Zähler abgibt. js


TS Herzogenaurach - SC Egloffstein

Der erste Satz war nicht gerade überzeugend aus Sicht des TSH-Teams. Offensichtlich haben sich die Damen angesichts des Sieges über Weisendorf so überschwänglich gefreut, dass die Konzentration in diesem neuen Spiel etwas zu leiden hatte. Aber Dank guter Aufschläge von Mona und Martina Schaub am Ende des Satzes wurde er noch mit 25:22 gerettet.

Auch im zweiten Satz tat sich Herzogenaurach schwer und lief lange einem Rückstand hinterher, um sich doch wieder mit 25:21 durchzusetzen. Dann nahm das Drama endgültig seinen Lauf, die Konzentration bei der TSH war endgültig dahin. Den dritten Durchgang gab Herzogenaurach mit 18:25 ab.

Dies war aber der Wachmacher. Im vierten Satz erinnerten sich die Herzogenauracherinnen an ihre Qualitäten und ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie dieses Spiel gewinnen wollen. Mit sieben druckvollen Aufschlägen von Helen Hofmann ging die Turnerschaft deutlich in Führung, die gehalten wurde. Zum Ende des Satzes servierte Hofmann erneut sieben auf einen Streich und beendete das Match mit dem 25:13.

Dadurch ist die TSH nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen und darf sich über die Meisterschaft sowie den Aufstieg in die Kreisliga freuen. Den Sieg und den Titel widmeten die Mädels den zahlreichen Zuschauern, die sie lautstark anfeuerten und denen sie - besonders in schwierigen Phasen - sicher den einen oder anderen Punktgewinn zu verdanken hatte. gb


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