Weingarts
Fußball

Heimvorteil gegen Erfahrung

Wer hat die Nerven besser im Griff, Brand oder Röttenbach? "So langsam wäre es mal an der Zeit, dass wir uns belohnen. Aber so ein Aufstieg über die Relegation ist wirklich schwer, denn man bekommt es ausnahmslos mit guten Gegnern zu tun", weiß Röttenbach-Trainer Joachim Müller aus Erfahrung.
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Mit Kleinsendelbach spielte Steffen Staudinger (re.) schon mehrmals in der Relegation. Am Donnerstag geht er mit dem TSV Brand ins Ausscheidungsspiel gegen Röttenbach.  Foto: herzopress/Archiv
Mit Kleinsendelbach spielte Steffen Staudinger (re.) schon mehrmals in der Relegation. Am Donnerstag geht er mit dem TSV Brand ins Ausscheidungsspiel gegen Röttenbach. Foto: herzopress/Archiv
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Die Relegations-Könige sind zurück. Zum fünften Mal seit 2009 muss der TSV Röttenbach in die Extra-Runde. Vom Aufstieg in die Bezirksliga über den Verbleib in und Abstieg aus selbiger bis zum Verpassen des Aufstiegs aus der Kreisliga haben die Erlangen-Höchstadter alles in der unfreiwilligen Saison-Verlängerung erlebt. Jetzt soll die Rückkehr auf Bezirksebene folgen.

Deshalb wäre es ihm am liebsten gewesen, direkt aufzusteigen. "Aber wir hatten es nach unserem schwachen Saisonstart und trotz der Wahnsinns-Serie von 22 Spielen ohne Niederlage nur ein einziges Mal wirklich selbst in der Hand, Meister zu werden." Im direkten Duell mit dem SV Tennenlohe dominierten die Müller-Schützlinge vor wenigen Wochen die erste Halbzeit, führten mit 1:0 und standen mit einem Bein in der Bezirksliga. Doch dann ging nichts mehr, der TSV verlor mit 1:4.



Müller hatte als Glücksfee Pech

Der Umweg über die Relegation bleibt Röttenbach also erneut nicht erspart. Bei der Auslosung spielte Müller selbst die Glücksfee, doch statt des erhofften Freiloses, das einen "fast schon wettbewerbsverzerrenden" Vorteil bedeutet hätte, zog der Coach den TSV Brand als Gegner. Am Donnerstag kommt es in Weingarts ab 19 Uhr zum Showdown zwischen den Vizemeistern der Kreisligen 1 und 2.

Dass die Brander erst vor drei Wochen in "Maigisch" gespielt haben, sieht ihr Spielertrainer Steffen Staudinger nicht als Vorteil. Dafür hofft der künftige Coach der DJK auf lautstarke Unterstützung. "Es wäre schön, wenn uns die Weingartser die Daumen drücken und vielleicht kommt auch der eine oder andere Zuschauer mehr, um sich den neuen Trainer anzuschauen", sagt Staudinger.

Dieser Vorteil gleiche sich aber durch die klare Favoritenrolle des Gegners aus, glaubt der 30-Jährige, der nach eigener Rechnung seinem zehnten Relegationsspiel entgegensteuert. Doch selbst ein Sieg wäre nur die halbe Miete, schließlich wartet am Sonntag der Post-SV Nürnberg, der sich heute zurücklehnen, Kräfte sparen und den Gegner beobachten kann. rup/johö

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