Herzogenaurach

HVH rettet einen Punkt gegen Buckenhofen

Im Spitzenspiel der Handball-Bezirksliga West Ostbayern schafften die Männer des HV Herzogenaurach nach einer verkorksten ersten Halbzeit gegen den SV Buckenhofen noch ein Unentschieden.
Artikel drucken Artikel einbetten
In der ersten Halbzeit fanden die Herzogenauracher (gelbe Trikots) zu selten den Weg durch die Buckenhofener Abwehr und mussten dann einen Fünf-Tore-Rückstand aufholen. Fotos: herzopress
In der ersten Halbzeit fanden die Herzogenauracher (gelbe Trikots) zu selten den Weg durch die Buckenhofener Abwehr und mussten dann einen Fünf-Tore-Rückstand aufholen. Fotos: herzopress
+7 Bilder
Dass es kein leichtes Spiel werden würde war von vornherein klar. Die Mannschaft aus Buckenhofen gilt als Favorit auf den Aufstieg. Die ehemalige Truppe des Herzogenauracher Trainers Florian Schindler war erst letzte Saison abgestiegen, hielt den BOL-Kader aber größtenteils zusammen.

HV Herzogenaurach - SV Buckenhofen 20:20


Die Zielsetzung der Herzogenauracher war klar. Aus einer stabilen Abwehr heraus wollte man sich die Sicherheit für den Positionsangriff holen, und durch koordinierte Angriffe die Buckenhofener Defensive in Verlegenheit bringen. Allerdings scheiterte dies an der Umsetzung. Hinreichend bekannt ist mittlerweile, dass die Herzogenauracher fünf Minuten brauchen, um in Fahrt zu kommen. Eine derart schlechte erste Halbzeit ihres Vereins haben die HVH-Fans jedoch selten zu sehen bekommen.

Die Anfangsviertelstunde gestaltete sich noch recht ausgeglichen, auf Grund der auf beiden Seiten hohen Fehlerquote setzte sich keine der Mannschaften entscheidend absetzen. Dann jedoch brachten die Herzogenauracher vor allem in der Offensive nichts mehr auf die Reihe. Einfachste Pässe wurden dem Gegner in die Hände gespielt oder ins Aus geworfen. Von Kreativität und Tempospiel war nichts zu spüren. Und wenn doch einmal die Abwehr überwunden wurde, scheiterte der HVH am guten Gästetorhüter. Aus einem zwischenzeitlichen Spielstand von 4:4 erarbeiteten sich die Gäste bis zur Pause eine komfortable 6:11-Führung.

Die Unterbrechung kam Trainer Florian Schindler gerade recht, um in einer leidenschaftlichen Ansprache die bisherige Spielweise zu kritisieren und sein Team neu zu motivieren. Das fruchtete, denn innerhalb von nur 15 Minuten schaffte der HVH den Ausgleichstreffer, und ging sogar mit 16:15 in Führung. Die weitere Partie gestaltete sich wieder sehr ausgeglichen, wobei Herzogenaurach jedoch stets in Führung lag oder es unentschieden stand. Beim Spielstand von 20:20 hatte der HVH Ballbesitz in der 60. Spielminute und somit die Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden.

Saison geht erst in vier Wochen weiter


Doch es sollte an diesem Tag einfach nicht sein, gleich drei Mal hintereinander scheiterte der HVH komplett frei am überragenden Gästetorhüter. Ein Sieg für Herzogenaurach wäre an diesem Tag auch alles andere als verdient gewesen. Dafür war die gezeigte Offensivleistung zu schlecht. Trotz allem sollte das Unentschieden aufgrund der tollten Aufholjagd eher als gewonnener denn als verlorener Punkt betrachtet werden. Trainer Schindler hat jetzt vier Wochen Zeit, um mit der Mannschaft die wechselhafte Partie aufzuarbeiten, bevor es zum nächsten Spiel nach Winkelhaid geht.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren