Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

HEC verspielt den Sieg im letzten Drittel

Pünktlich zum Saisonstart in der Eishockey-Bayernliga am Freitagabend lichtete sich das Lazarett bei den Alligators Höchstadt, die sich in Bestbesetzung auf den Weg zum schweren Match in Peißenberg machten.
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Daniel Jun brachte sein Team mit zwei Treffern auf die Siegerstraße, am Ende hatten er und der HEC aber das Nachsehen. Foto: Picturedreams
Daniel Jun brachte sein Team mit zwei Treffern auf die Siegerstraße, am Ende hatten er und der HEC aber das Nachsehen. Foto: Picturedreams
Nur Stürmer Sascha Petrojannis musste passen. 40 Minuten lang sah es sehr gut für den HEC aus, doch dann lief nichts mehr zusammen.

TSV Peißenberg - Höchstadter EC 5:3

Die erste Chance gehörte den Hausherren, Buchwieser brachte Scheibe aus dem Gewühl heraus aufs Tor, doch Philipp Schnierstein war auf dem Posten (1.). In der Folge neutralisierten sich die Kontrahenten durch taktisch diszipliniertes Auftreten weitgehend, Chancen blieben Mangelware. Mitte des drittel übernahm dann der HEC die Initiative, Ryan Cornforth setzte eine erste Duftmarke, dann zog Petr Gulda ab: Barth parierte, doch die Scheibe landete bei Spielertrainer Daniel Jun, der draufhielt und zum 0:1 traf (9.).
Die Alligators zeigten weiter eine taktisch einwandfreie Leistung, erst in den Schlussminuten, befreiten sich die Eishackler aus der Umklammerung. Zweimal musste Schnierstein für die Höchstadter retten (16, 18.). Der TSV blieb am Drücker, doch just in dieser wichtigen Phase gelang den Gästen das 0:2: Jun zog von der rechten Bande auf Höhe der blauen Linie ab, der Puck schoss an Freund und Feind vorbei ins lange Eck (20.).
Das zweite Drittel begann mit einer Hiobsbotschaft für den HEC, denn André Lenk hatte sich verletzt und konnte nicht weitermachen. Die Stimmung auf den Rängen war trotzdem prächtig, die 50 mitgereisten Höchstadter Fans unter den 360 Zuschauern peitschten ihr Team nach vorn. Beide Seiten hatten nun gute Chancen: Weindl scheiterte an Schnierstein (26.), HEC-Kapitän Daniel Sikorski verzog nach Vorarbeit von Thilo Grau knapp (28.).
Höchstadt agierte nun oft in Überzahl, konnte diesen Umstand aber nicht nutzen. Stattdessen setzte Hörndl Andrä in Szene, der aus zentraler Position den Anschlusstreffer markierte (33.). Doch die Gäste antworteten prompt: Gulda passte auf Jun, lief mit, bekam die Scheibe zurück und traf zum 1:3 (34.). Eine Minute später setzten die Panzerechsen einen weiteren Konter, doch diesmal war Goalie Barth auf dem Posten. Auf der anderen Seite tauchte Müller allein vor Schnierstein auf, setzte den Puck aber neben das Tor.
Im Schlussabschnitt macht Peißenberg plötzlich mächtig Dampf und überraschte den HEC: Mooslechner staubte im Slot zum 2:3 ab (43.), eine Minuten ließ Hinterstocker das 4:4 folgen. Das beflügelte den TSV, der weitere gute Chancen hatte. Die Gäste brauchten etwas, um sich zu fangen, und und hofften nun, das Remis zu halten. Doch Barth machte das mit seinem Treffer zunichte (56.). Die Alligators probierten nun alles, nahmen den Goalie vom Eis. Doch es half nichts - Buchwieser nutzte das Empty Net Sekunden vor Schluss zum 5:3-Endstand.

Die Statistik zum Spiel

TSV Peißenberg - Höchstadter EC 5:3 (0:2, 1:1, 0:4)

TSV Peißenberg: Tor: Fe. Barth; Verteidigung: Maier/ Pfaff, Walleitner/Saal, Eirenschmalz;
Angriff: Buchwieser/Fl. Barth//Hinterstocker, Weckerle/Andrä/Hörndl, Mooslechner/Weindl/Müller, Ebentheuer

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein; Verteidigung: Sikorski/Stütz, Babinsky/Cornforth, Goblirsch;
Angriff: Jun/Lenk/ Gulda, Vojcak/Grau/Kaczmarek, Meyer/Eyrich/Tratz

SR: Vorgeitz, Kalnik, Marath
Zuschauer: 360
Tore: 0:1 Jun (9.), 0:2 Jun (20.), 1:2 Andrä (33.), 1:3 Gulda (34.), 2:3 Mooslechner (43.), 3:3 Hinterstocker (44.), 4:3 Fl. Barth (56.), 5:3 Buchwieser (60.)
Strafzeiten: TSV 20+10 (Fl. Barth) / HEC 14
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