Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

HEC verkauft sich gut, wird aber nicht belohnt

Auch im zweiten Spiel der Play-off-Zwischenrunde in der Eishockey-Bayernliga hatten die Höchstadter Alligators das Nachsehen. Die Mittelfranken überzeugten wie schon gegen Bayreuth auch in Memmingen vor allem im ersten Drittel.
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Jan Michalek (links) schoss den Höchstadter EC in Memmingen mit 1:0 in Führung. Foto: Picturedreams/Archiv
Jan Michalek (links) schoss den Höchstadter EC in Memmingen mit 1:0 in Führung. Foto: Picturedreams/Archiv
Letztendlich mussten sie sich trotz vorbildlicher Einsatzbereitschaft aber der Feldüberlegenheit der Allgäuer beugen, die mit 20 Feldspielern aus den Vollen schöpfen konnten. Höchstadt war - nachdem Kaczmarek verletzt ausfiel - nur mit zwei Defensivreihen angereist und hatte insgesamt nur 13 Feldspieler zur Verfügung.

ECDC Memmingen - Höchstadter EC 6:2

Die Hausherren, die sich das Erreichen des Halbfinales auf die Fahne geschrieben haben, machten vom Start weg viel Betrieb, setzten die Gäste von der Aisch permanent unter Druck. Die Indians erspielten sich eine Reihe von Möglichkeiten. Die beste hatte Merkle nach drei Minuten, aber Goalie Glaser war zur Stelle. Bezeichnend, dass die Alligators erst in der neunten Minute zu ihrer ersten Chance kamen: Sikorski passte die Scheibe vors Tor zu Michalek, der das überraschende 0:1 markierte.
Doch die Führung HEC hielt nicht lang, Ouellette wusste einen Puckverlust der Gäste zu nutzen und überwand Glaser zum 1:1. Memmingen blieb am Drücker, aber ohne Fortune. Stattdessen passte Grau nach schönem Zusammenspiel mit Weiß in den Slot zu Jun, der sich die Chance zum 1:2 nicht nehmen ließ (14.). So effektiv hat man die Höchstadter in dieser Saison bisher selten erlebt. Der ECDC versuchte bis zur Drittelpause alles, um zum erneuten Ausgleich zu kommen, doch selbst in Überzahl wollte nichts gelingen. Stattdessen hätte Sikorski fast noch das 1:3 nachgelegt, doch sein Schuss landete am Pfosten (20.).
Im zweiten Durchgang änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts und Merkle hämmerte den Puck zum Ausgleich in die Maschen (22.). Wenig später wären die Alligators fast erneut in Führung gegangen,doch diesmal war Reichelmeir zur Stelle. Memmingen behielt das Heft in der Hand und nach einer Parade von Glaser stocherte Kerber die Scheibe zum 3:2 über die Linie (34.). Der HEC hatte zwar eine Antwort parat, doch die Effektivität des ersten Drittels war nicht mehr da und Grau traf nur den Pfosten. Ärgerlich: Zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt - Sekunden vor der Sirene - leisteten sich die Gäste einen erneuten Puckverlust und Börner erhöhte auf 4:2.
Im Schlussabschnitt versuchten die Alligators noch mal alles, aber selbst nach der Umstellung auf zwei Sturmreihen fanden die Gäste kaum ein Durchkommen und die wenigen Chancen brachten keinen Erfolg. Die Indians beherrschten weiter das Geschehen und nachdem Krafczyk noch vergeben hatte, besorgte Kerber im Nachstochern das vorentscheidende 5:2 (49.). Insgesamt gesehen war der Sieg der Memminger durchaus verdient, fiel aber mit dem 6:2, das Börner nach Vorarbeit von Schirrmacher in der 57. Minute erzielt hatte, etwas zu hoch aus.

Die Statistik zum Spiel

ECDC Memmingen - Höchstadter EC 6:2 (1:2, 3:0, 2:0)

ECDC Memmingen: Tor: Reichelmeir; Verteidigung: Hoffmann/Neumann, Stotz/Schirrmacher, Jainz/Rott, Just; Angriff: Pertl/Krafczyk/Vycichlo, Ouellette/Zimmermann/Kerber, Merkle/Zientek/Börner, Becker/ Tenschert/Simon, Aschenbrenner

Höchstadter EC: Tor: Glaser; Verteidigung: Stütz/Sikorski, Babinsky/Weiß;
Angriff: Michalek/Jun/Grau, Gulda/Eyrich/ Hiendlmeyer, Lang/Tratz/Maier

SR: Kretschmer, Horrer, Schaumberger
Zuschauer: 1050

Tore: 0:1 Michalek (9.), 1:1 Ouellette (11.), 1:2 Jun (14.), 2:2 Merkle (22.), 3:2 Kerber (34.), 4:2 Börner (40.), 5:2 Kerber (49.), 6:2 Börner (57.).
Strafzeiten: ECDC 10 / HEC 18
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