Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey-Bayernliga

HEC mit Startschwierigkeiten

Beim Derby in Nürnberg brauchen die Alligators fast 21 Minuten, um die drückende Überlegenheit in Tore umzumünzen. Am Ende schlägt ein standesgemäßer 5:2-Sieg zu Buche.
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Patrik Dzemla (links) steuerte zwei sehenswerte Treffer beim 5:2-Erfolg der Höchstadter Alligators im Derby gegen den EHC 80 Nürnberg bei. Foto: Picturedreams/Archiv
Patrik Dzemla (links) steuerte zwei sehenswerte Treffer beim 5:2-Erfolg der Höchstadter Alligators im Derby gegen den EHC 80 Nürnberg bei. Foto: Picturedreams/Archiv
Wiedergutmachung geglückt: Nach dem mauen Auftritt in Memmingen zeigten die Höchstadt Alligators beim Bayernliga-Derby in Nürnberg gestern wieder ein anderes Gesicht. Die 300 mitgereisten HEC-Fans unter den 350 Zuschauern sahen einen engagierten und routinierten Auftritt ihres Teams, das letztendlich souverän siegte, aber durchaus doppelt so viele Tore hätte schießen können.

EHC 80 Nürnberg - Höchstadter EC 2:5

Wer seine Chancen nicht nutzt, wird oft bestraft.Und genau das passierte den Gästen, die vom Bully weg die Initiative übernahmen, aber es bei guten Gelegenheiten von Daniel Jun und Stephan Hiendlmeyer sowie zwei Minuten Überzahl nicht schafften, in Führung zu gehen. Stattdessen wurden sie kalt erwischt. Mit ihrer ersten Chance überhaupt gingen die Nürnberger in Führung: Der Puck kam durch die unsortierte HEC-Abwehr hindurch zum zentral postierten Härtlein, bei dessen platziertem Schuss Goalie Philipp Schnierstein keine Abwehrchance hatte (6.). Mehr ließen die Panzerechsen, bei denen Jiri Ryzuk für den gesperrten Richard Stütz in die erste Defensivreihe gerutscht war, nicht zu. Der HEC biss sich im Nürnberger Drittel fest und erspielte sich Chance um Chance. Aber weder Hiendlmeyer noch Martin Vojcak, Tomas Urban oder Markus Babinsky schafften es, den gut aufgelegten Metz im Tor der "Achtziger" zu überwinden.

Daniel Jun bricht das Eis

Die Marschrichtung der Alligators für das zweite Drittel war also klar: Endlich das Tor treffen. Und das gelang bereits nach 43 Sekunden. Thilo Grau passte die Scheibe in den Slot zu Jun, der den Ausgleich markierte. Der HEC blieb nun dran, doch Daniel Tratz, Jun und Grau fanden in Goalie Metz - den mit Abstand besten Nürnberger - ihren Meister. In der 28. Minute wagte sich auch der EHC mal wieder ins feindliche Drittel. Gietl wurde aber von Ryzuk unsanft gestoppt und lieferte sich mit dem Höchstadter Verteidiger einen Faustkampf, für den beide auf die Strafbank mussten.
Bei Vier-gegen-Vier ergab sich nun zwangsläufig mehr Raum, den die Gäste zu nutzen wussten. Grau legte sich nach einem Querpass von Daniel Sikorski die Scheibe zurecht, guckte Metz aus und verwandelte sehenswert ins lange Eck. Nun waren die Alligators endgültig Herr der Lage, zeigten einige sehr schöne Kombinationen und hatten gefühlte 75 Prozent Puck-Besitz. Die Nürnberger konnten sich bei Metz bedanken, dass der HEC nicht schon uneinholbar davongezogen war. Doch beim 1:3, das Patrik Dzemla nach schöner Vorarbeit von Kreuzer und Vojcak im Fallen erzielte (35.), war der Goalie machtlos.

Patrik Dzemla setzt den Schlusspunkt

Ins Schlussdrittel startete Höchstadt in Überzahl und zog ein druckvolles Powerplay auf, das aber - abgesehen von Kreuzers Chance - verpuffte. Auf der anderen Seite zwangen die "Achtziger" Schnierstein zu einer Glanztat (44.), ehe die Gäste wieder einen Mann mehr auf dem Eis hatten. Und diesmal klappte es. Nach Vorarbeit von Kreuzer uns Sikorski machte Jun das überfällige 4:1 (47.).
Und wäre der HEC danach nicht wieder so schludrig mit seinen Möglichkeiten, hätte es Debakel für den EHC werden können. Stattdessen traf Härtlein aus spitzem Winkel zum 2:4 (56.). Doch nur 30 Sekunden später war Dzemla zur Stelle und stellte den alten Abstand wieder her. Der Rest ist schnell erzählt. Höchstadt versuchte, die Führung auszubauen, doch die Gastgeber verteidigten gut.

Die Statistik zum Spiel

EHC 80 Nürnberg - Höchstadter EC 2:5 (1:0, 0:3, 1:2)

EHC 80 Nürnberg: Tor: Metz, Feitl; Verteidigung: P. Gebler, J. Gebler, Schreyer, Hahn, Schnabel, Ihle, Meiler; Angriff: Härtlein, Maier, Bauer, Seidinger, P. Hörl, Reiser, Gietl, Eisenstein, Oertel

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Glaser; Verteidigung: Sikorski/Ryzuk, Knaup/Babinsky, Kaczmarek;
Angriff: Jun/Grau/ Urban, Vojcak/Dzemla/Kreuzer, Hiendlmeyer, Tratz

SR: Philipp Sintenis, Dominik Beigel, Oliver Mackert
Zuschauer: 350

Tore: 1:0 Härtlein (6.), 1:1 Jun (21.), 1:2 Grau (29.), 1:3 Dzemla (35.), 1:4 Jun (47.), 2:4 Härtlein (56.), 2:5 Dzemla (56.)
Strafzeiten: 8 / 6
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