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Höchstadt a. d. Aisch
Leichtathletik

Grau fehlen vier Zehntel

Beim Darmstadter Cross-Lauf verpasste Bastian Grau vom LSC Höchstadt den Sieg nur um Haaresbreite. Auf eine mögliche Nominierung für die Cross-EM verzichtete er aber.
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Vorne weg: Bastian Grau (Nummer 1650) wusste in Darmstadt genau im richtigen Moment das Tempo anzuziehen. Nur auf den Schlussmetern fehlte ihm die letzte Kraft. Foto: privat
Vorne weg: Bastian Grau (Nummer 1650) wusste in Darmstadt genau im richtigen Moment das Tempo anzuziehen. Nur auf den Schlussmetern fehlte ihm die letzte Kraft. Foto: privat
Es wurde viel diskutiert im Vorfeld des Crosslaufs in Darmstadt. Denn Deutschlands bekanntester Querfeldein-Wettkampf zählt nicht mehr als direkte Qualifikationsveranstaltung für die U23-Cross-Europameisterschaft. Über mangelnden Zuspruch musste sich das Rennen aber nicht beklagen. Rund 700 Aktive gingen in den zahlreichen Läufen auf die Strecke. Mittendrin: Bastian Grau. Der Läufer des LSC Höchstadt befindet sich gerade stark im Aufwind und wollte an dem Ort, an dem er sich 2011 souverän für die Cross-EM in Slowenien qualifizierte, zeigen, dass er wieder zur nationalen Spitze gehört.

Nachdem Konstantin Wedel auf einen Start verzichtete und Graus Zwillingsbruder Martin krankheitsbedingt verzichtete, vertrat er als Einziger die Farben des LSC im U23-Rennen über 8500 Meter.
Mit Jannik Arbogast (Karlsruhe) und weiteren deutschen Spitzenläufern war das Feld zwar überschaubar, aber von hoher Qualität.


Mit Platz 2 zufrieden

Trotz ständiger Tempowechsel zu Beginn blieb Grau der Spitzengruppe dicht auf den Fersen. Bis zur sechten Runde blieben die sieben führenden Läufer dicht zusammen. Zu denen gehörte auch der deutsche U20-Hindernis-Meister des vergangenen Jahres, Philip Reinhardt. Auf den letzten zwei Kilometern verschärfte Arbogast das Tempo und sprengte so die Gruppe. Als Bastian Grau 500 Meter vor dem Ziel anzog, konnte ihm nur der Karlsruher folgen. In einem harten Schlussspurt fehlten dem Biengartner letztlich nur acht Zehntel, um als Sieger die Ziellinie zu überqueren. Während die Uhr für Arbogast bei 27:05,4 Minuten stehen blieb, stand bei Grau eine Acht hinter dem Komma. Mit dem Ergebnis war er dennoch zufrieden. Reinhardt kam als Dritter zehn Sekunden nach Grau und Arbogast ins Ziel. Im Anschluss diskutierten die anwesenden Trainer und Bundestrainer über die Nominierung des U23-Teams für die Cross-Europameisterschaft in Bulgarien. Normalerweise werden sechs Aktive für die Veranstaltung nominiert.


Frühe Anreise

In diesem Jahr sollen es aus Kostengründen nur vier Läufer nominiert werden. Um sich besser auf den Höhenunterschied (1400 Meter) vorbereiten zu können, muss der Deutsche Leichtathletik-Verband bereits eine Woche vorher anreisen. Als Fünftbesten hätte es somit eigentlich Konstatin Wedel getroffen. Der 21-Jährige, der im kommenden Jahr nicht mehr für den LSC Höchstadt starten wird, erhielt aber von den Bundestrainern die individuelle Nominierung - eine Art Greencard.

Diese hätte nach seinem starken Auftritt auch Bastian Grau erhalten können, doch der Sportstudent signalisierte schnell, dass die Cross-EM nicht auf seinem Plan steht.

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