Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Erste Pleite ist für den HEC kein Beinbruch

Trotz der vermeidbaren Niederlage in Memmingen sind die Verantwortlichen mit dem Auftreten der Alligators in der Verzahnungsrunde absolut zufrieden.
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Beim Gastspiel in Memmingen ließen die Alligators um Richard Stütz (grünes Trikot) zu viele Chancen ungenutzt und wurden in der Overtime niedergerungen. Foto: Picturedreams
Beim Gastspiel in Memmingen ließen die Alligators um Richard Stütz (grünes Trikot) zu viele Chancen ungenutzt und wurden in der Overtime niedergerungen. Foto: Picturedreams
Jetzt hat es die Alligators doch erwischt. Nach fünf Siegen in der Gruppenphase der Verzahnungsrunde hat der Eishockey-Oberligist den Auftakt der Rückspiele in den Sand gesetzt. In der Verlängerung kassierten die Höchstadter in Memmingen den Treffer zum 1:2 und damit die erste Niederlage der Mission Klassenerhalt und bayerische Meisterschaft.

Dass die "Indians" aus dem Allgäu eine harte Nuss sind, hatten die Aischgründer schon am Freitag gespürt, als sie auf eigenem Eis - ebenfalls nach Verlängerung - noch mit 3:2 die Oberhand behalten hatten. Auch wenn dem Spielverlauf nach auch in Memmingen mehr drin gewesen wäre, fällt die Zwischenbilanz nach etwas mehr als der Hälfte der zu absolvierenden Spiele positiv aus: Die Alligators haben bislang 14 von 18 möglichen Punkten geholt und damit fünf Zähler mehr auf dem Konto als der aktuelle Tabellenvierte. Und diese Platzierung ist mindestens nötig, um das Viertelfinale zu erreichen.

Da auch die Konkurrenz nicht geschlafen hat, ist dieser vierte Rang den Panzerechsen trotz bislang starker Leistungen noch nicht sicher. Zwei Siege aus den verbleibenden vier Spielen würden aber reichen, und wenn diese schon am kommenden Wochenende in Peißenberg und gegen Dorfen gelingen, wäre dem HEC auch der dritte Platz nicht mehr zu nehmen.


Kein Anlass zu Kritik

Doch an Zahlenspiele verschwendet HEC-Sportvorstand Jörg Schobert noch keinen Gedanken. "Wir machen einen Schritt nach dem anderen. Jeder hat gesehen, dass auch die Bayernligisten gutes Eishockey spielen und dass die Verzahnungsrunde kein Spaziergang für die vermeintlichen Favoriten wird." Gerade Memmingen biete ein Team auf, dass sich vor keinem "durchschnittlichen Oberligisten" verstecken müsse.

Schobert ist mit den bisherigen Leistungen und der Punktausbeute zufrieden. "Abgesehen vom Schönheitsfehler gegen Pegnitz und der Tatsache, dass wir ein paar Chancen zu viel haben liegen lassen, gibt es absolut keinen Anlass zu Kritik."

Das Team wisse um die Schwere der anstehenden Aufgaben, sei es in Peißenberg, gegen Dorfen oder Schönheide. "Und auch das letzte Spiel in Pegnitz werden wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Unser Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln", sagt Schobert. Dass der HEC Gruppe A auf Rang 1 abschließen will, ist kein Geheimnis, schließlich würde in diesem Fall im Viertelfinale ein - auf dem Papier - leichterer Gegner warten. Ein Vorteil, den die Alligators nutzen wollen, schließlich verschafft dem Team nur der Einzug ins Halbfinale eine weitere Saison in der Oberliga.
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