Herzogenaurach
Handball

Ersatzgeschwächt und trotzdem dominant

Der gelungene Saisonstart der Turnerschaft Herzogenaurach in der Bezirksoberliga Ostbayern wird fortgesetzt: Die Handballherren holten mit dem 33:29 gegen die HG Amberg ihr drittes Heimspiel in der laufenden Saison.
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Thomas Janson hatte in der zweiten Halbzeit einen Lauf und war mit insgesamt neun Treffern bester TSH-Torschütze. Fotos: herzopress
Thomas Janson hatte in der zweiten Halbzeit einen Lauf und war mit insgesamt neun Treffern bester TSH-Torschütze. Fotos: herzopress
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Dabei stand die Partie unter keinem guten Stern. Neben TS-Spielmacher Gregor Hübner müssen die Aurachstädter vorerst auch Linksaußen Michael Hettchen entbehren. Kurz vor Anpfiff musste Coach Kundmüller außerdem noch die Absagen von Routinier Thomas Josnik und Tim Odemer hinnehmen, der sich im Abschlusstraining verletzt hatte. Ohne die beiden etatmäßigen Linksaußen, aber dafür mit den beiden Rückkehrern Jannik Benz und Igor Zhilinskiy gingen die Herzogenauracher ins Spiel.


TS Herzogenaurach - HG Amberg 33:29

In den Anfangsminuten präsentierten sich beide Teams abschlussstark. Die TSH-Deckung fand noch nicht richtig in die Partie. Erst ab dem Zwischenstand von 5:7 aus Sicht der Hausherren agierte die Defensive konsequent. So hatte man den Positionsangriff der Gäste nun fest im Griff und brachte die Rückraumschützen der HG zur Verzweiflung.
Ein bestens aufgelegter TS-Keeper Sebastian Kammerer komplettierte in diesen Minuten die starke Abwehr seiner Mannschaft und war maßgeblich an dem 7:1-Lauf der TSH beteiligt. So verwandelte Auer, Wonner und Co. einen 5:7-Rückstand in eine 12:8-Führung. Vor allem Debütant Jannik Benz und Kreisläufer Thomas Neumann taten sich hervor und vollstreckten zahlreiche Konter der Gastgeber. Dieser Vorsprung wurde trotz einer Auszeit von Gästecoach Roman Will auf fünf Treffer ausgebaut. So gingen die beiden Mannschaften beim Stand von 18:13 in die Kabinen.
Im zweiten Durchgang veränderte sich die Gangart der Gäste. Das Abwehrspiel der HG Amberg wurde schroffer, was die Akteure der Turnerschaft aber nicht daran hinderte, weiter zu scoren. Besonders Thomas Janson netzte in der zweiten Halbzeit nach Belieben ein und war mit neun Treffern bester Schütze der Partie. Bei den Gästen tat sich erneut David Gschrei hervor, der die TS-Deckung insgesamt acht Mal überlistete. Diese arbeitete in der zweiten Hälfte nicht konzentriert genug. So schlichen sich viele Fehler im Blockverhalten der Kundmüller-Truppe ein. Höhepunkt der Begegnung war jedoch zweifelsohne ein rüdes Foulspiel des gegnerischen Top-Torschützen Gschrei an Igor Zhilinskiy in der 55. Spielminute. Spätestens als dieser des Feldes verwiesen wurde, war klar, dass sich trotz der zwischenzeitlichen Aufholjagd der Amberger (29:27) nichts mehr am Spielverlauf ändern würde. Mit einem sehenswerten Treffer von Martin Maydt zum 33:29-Endresultat endete die sechste Ligabegegnung der Turnerschaft mit einem Erfolg.
Zum Vergleich: Am Ende der letzten Saison zitterten sich die Handballer der TSH zum Klassenerhalt am grünen Tisch. Unter Neu-Trainer Ingo Kundmüller rangieren die Schuhstädter nach sechs Ligaspielen mit bereits zehn Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Dennoch warten noch sehr starke Mannschaften, denen die Herzogenauracher allesamt als Außenseiter begegnen werden. Kapitän Bernhard Auer richtet den Fokus vorerst auf das nächste Wochenende: "Wir denken von Spiel zu Spiel. Und als nächstes steht mit der Partie gegen ESV Regensburg ein weiteres schweres Heimspiel an. Darauf werden wir nun hinarbeiten."
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