Herzogenaurach

Drei Herzogenauracher sehen in Rosenberg Rot

Gegen den HC Sulzbach-Rosenberg II haben die Männer der TS Herzogenaurach ihre fünfte Saisonpleite in der Handball-Bezirksoberliga kassiert.
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Jürgen Wonner (Mitte) war einer von drei TSH-Akteuren, die beim HC Sulzbach-Rosenberg vom Platz flogen.  Foto: herzopress/Archiv
Jürgen Wonner (Mitte) war einer von drei TSH-Akteuren, die beim HC Sulzbach-Rosenberg vom Platz flogen. Foto: herzopress/Archiv
Bei der Bayernliga-Reserve flogen gleich drei TSH-Akteure vom Platz.


HC Sulzbach-Rosenberg II - TS Herzogenaurach 28:25

Die Turnerschaft erwischte einen guten Start in die "unangenehme Auswärtspartie" (Trainer Ingo Kundmüller) und erspielte sich früh ein knappes Polster. Eine gut strukturierte 6:0-Abwehrformation erarbeitete sich die ersten Ballgewinne, welche im Gegenzug in schnelle Treffer umgemünzt wurden (3:1; 5:5; 9:7).

Dennoch taten sich die Gäste auf lange Sicht schwer, die HC-Reserve auf Distanz zu halten. Dies wurde vor allem durch zunehmende Nachlässigkeiten des Defensivverbunds zur Mitte des ersten Durchgangs begünstigt. So reagierte die TS-Hintermannschaft zeitweise besonders in der Seitwärtsbewegung zu lethargisch und offenbarte immer wieder große Lücken, die vom Kontrahenten eiskalt ausgenutzt wurden.


Zusätzlich wurden die Aurachstädter durch einen frühen Platzverweis gegen Defensivspezialist Thomas Janson erheblich geschwächt, der nach einem Klammergriff in der 28. Minute des Feldes verwiesen wurde. "Die frühe Rote Karte hat uns natürlich wehgetan. Besonders im Innenblock haben wir Thomas sehr vermisst", erklärte Kapitän Jonas Hirning die Konsequenzen der Disqualifikation seines Mitspielers.

Dennoch blieb die Begegnung bis zum Pausenpfiff völlig ausgeglichen. Ein knapper Rückstand nach einer halben Stunde ließ die Hoffnung der Herzogenauracher keimen (13:14).


TSH überrascht mit 5:1-Abwehr

Für den zweiten Durchgang strukturierte Kundmüller die Abwehrformation seiner Mannschaft um, um den gegnerischen Rückraum mehr unter Druck zu setzen. Mit einer offensiveren 5:1-Variante schienen die Schuhstädter, den HC Sulzbach-Rosenberg zu Beginn eiskalt überrascht zu haben. Ein 4:0-Lauf drehte die Partie zugunsten der Herzogenauracher, die ihren Vorsprung jedoch lediglich bis zum 20:20-Ausgleichstreffer der Oberpfälzer halten konnten.

Erneut präsentierte sich die TS-Abwehr im "seitlichen Verschieben zu instabil" (Kundmüller) und verursachte damit acht Siebenmeter, die allesamt den Weg ins TSH-Gehäuse fanden. Von nun an zeigte sich das Erlanger Schiedsrichtergespann von seiner farbenfrohen Seite und schickte in der Schlussphase drei weitere Akteure vorzeitig zum Duschen.

Nachdem HC-Akteur Michael Steube nach einer harten Abwehraktion den roten Karton gesehen hatte (46. Minute), erhielten kurz darauf die beiden TSH-Schützlinge Jürgen Wonner (50./Wechselfehler) und Jörn Marks (57./Foulspiel) jeweils ihre dritte Zeitstrafe.


Kompletter Rückraum fällt weg

Mit Marks, Janson und Wonner fehlte den Schuhstädtern eine komplette Rückraumachse, die nicht kompensiert werden konnte. Dies spiegelte sich vor allem im Angriff wider, wo immer weniger Bälle im gegnerischen Tor untergebracht wurden, ehe die Partie beim Stand von 28:25 für die Hausherren abgepfiffen wurde.

"Wir dürfen uns nicht allzu lange mit dieser Niederlage beschäftigen, da wir am Sonntag ein wichtiges Spiel im Rennen um die Vizemeisterschaft haben. Gegen Nabburg-Schwarzenfeld wird es allerdings für uns nicht unbedingt leichter", blickte Kundmüller voraus.
TSH: Schauer, Mayer - Theiss (5), Hirning, Will (3), Josnik, Marks (2), Janson, Wonner (4), Großhauser (3/2), Sieber, Hettchen (3), Kundmüller (5)

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