Herzogenaurach
Basketball

Doppelter Einsatz für die Shorthorns

Innerhalb von 24 Stunden treffen die Herzogenauracherinnen zwei Mal auf das Bayernliga-Schlusslicht. Ob zu Hause oder auswärts - vier Punkte sind Pflicht.
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TSH-Centerspielerin Anne Pfister (Nr. 13, hier gegen Regensburg) ist nach überstandener Verletzungspause in den beiden Spielen gegen Schlusslicht Oerlenbach einsatzbereit.  Foto: herzopress/Archiv
TSH-Centerspielerin Anne Pfister (Nr. 13, hier gegen Regensburg) ist nach überstandener Verletzungspause in den beiden Spielen gegen Schlusslicht Oerlenbach einsatzbereit. Foto: herzopress/Archiv
Nach der bitteren Niederlage im Spitzenspiel gegen Bayernliga-Tabellenführer Litzendorf haben die Basketballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach an diesem Wochenende doppelt Gelegenheit, ihren Frust abzulassen. Schließlich dürfte sich die BG nach dem 54:49 bei den Shorthorns den einzigen Aufstiegsplatz nicht mehr nehmen lassen. "Wir mussten die Woche viel Zeit darauf verwenden, die knappe Niederlage zu verarbeiten. Auch nach eingehender Analyse können wir uns nichts vorwerfen, wir haben an unserem absoluten Limit gespielt, aber die Litzendorferinnen waren einfach besser", erklärt Trainer Markus Schönmüller.

Der Zweite trifft sowohl am Samstag um 17 Uhr in der heimischen Gymnasiumhalle als auch am Sonntag (17.30 Uhr) in Oerlenbach auf das Schlusslicht der Liga, das zweite Duell ist eine Nachholpartie vom dritten Spieltag.


TS Herzogenaurach - SG Oerlenbach/Ebenhausen

Vier Punkte sind also Pflicht. Die Aurachstädterinnen sind auch deshalb klarer Favorit, weil die Oerlenbacherinnen keines ihrer neun Spiele gewonnen haben, während die TSH lediglich die beiden Spiele gegen die ungeschlagenen Litzendorferinnen abgab. "Wir wollen die restliche Saison positiv zu Ende bringen und unbesiegt bleiben. Man weiß nie, was in der Off-Season passiert, vielleicht kann der Tabellenzweite doch noch aufsteigen", sagt Schönmüller. Oerlenbach komme seiner Mannschaft daher gerade recht. Er hoffe, das seine Schützlinge in den beiden Spielen ihre Moral wieder aufrichten können. "Wir werden voll konzentriert ins Spiel gehen und die Oerlenbacherinnen keinesfalls unterschätzen", sagt der TSH-Coach.

Doch die Samstags-Gäste und Sonntags-Gastgeber werden sicher versuchen, irgendwie nach dem letzten Strohhalm zu greifen, indem sie einen Überraschungserfolg gegen die TSH einfahren. Dabei sind sie vor allem auf Olivia Stichler und Sarah Curtis angewiesen, die gefühlt zu 80 Prozent das Spiel der SG gestalten. Beide können gut mit dem Ball umgehen, kreieren mit ihrer starken Penetration oder durch ein "Pick and Roll" die Würfe für sich oder ihre Mannschaftskolleginnen.

Allerdings müssen sie sich auf die Abschlussstärke ihrer Mitspielerinnen verlassen, denn Stichler und Curtis erzielen zusammen gerade einmal gut 15 Punkte pro Partie. Ihre große Stärke liegt also in der Vorbereitung guter Würfe. Die Defensive ist die große Schwäche des Tabellenletzten. Den Unterfränkinnen fehlt sowohl das nötige Tempo auf den kleinen Positionen, um ihre Gegenspielerinnen im Eins-gegen-Eins zu halten, als auch die Größe unter dem Korb, um effektiv aushelfen zu können. Dementsprechend haben sie nicht nur Probleme, Züge zum Korb zu verhindern, sondern auch Schwierigkeiten, den Rebound zu kontrollieren.


Rebounds sind die TSH-Stärke

Dies werden insbesondere die schnellen Herzogenauracher Aufbauspielerinnen nutzen wollen, um die eigenen Rebounds in Fast-Breaks umzuwandeln. Hier liegt derzeit wohl die größte Stärke der TSH. Die Centerspielerinnen um Anne Pfister, Ricarda Schilling und Eva Haberzettl kontrollieren die Bretter und erlauben es Katharina Dathe und Jana Ulbig, das Tempo anzukurbeln. Auch die restlichen Shorthorns sind mittlerweile bestens auf den Hochgeschwindigkeits-Basketball eingestellt. Schönmüller kann nach Pfisters Genesung wieder aus dem Vollen schöpfen.
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