Herzogenaurach
Basketball

Die Longhorns beenden die Saison auf Rang 8

Nach der teilweise katastrophalen Hinrunde hat sich die TS Herzogenaurach einen mehr als versöhnlichen Abschluss bereitet.
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In Erfurt fehlte Mike Kaiser (re.) der TS Herzogenaurach. Dennoch beendeten die Longhorns die Saison mit einem Erfolgserlebnis.  Foto: Archiv
In Erfurt fehlte Mike Kaiser (re.) der TS Herzogenaurach. Dennoch beendeten die Longhorns die Saison mit einem Erfolgserlebnis. Foto: Archiv
Die Basketballer der TS Herzogenaurach haben die letzte Begegnung in der 1. Regionalliga in Erfurt gewonnen und schließen die Saison auf dem achten Platz ab. Der Aufsteiger aus Thüringen landet trotz der Heimniederlage zum Ausklang auf einem respektablen elften Rang.

Die Mannschaft von Trainer Mario Dugandzic war der Topfavorit auf den Abstieg und tatsächlich verlor sie in der Hinrunde Partien mit weit mehr als 30 Punkten Differenz. Ab Dezember wendete sich aber so langsam das Blatt. Die vielen jungen Spieler der Longhorns hatten sich an das Niveau der Liga angepasst, es teilweise gar überschritten und machten in der Rückrunde Ernst. Acht Siege stehen fünf Niederlagen gegenüber. Doch die Turnerschaft muss hart weiterarbeiten, da der Fokus der Akteure in Richtung Profibereich geht.


TSH dreht den Spieß einfach um

"Wir haben in dieser Saison einen extremen Lernprozess durchgemacht. Zu Beginn mussten wir lernen, wie man körperlichen Basketball spielt und mit welchem Tempo in der Regionalliga agiert wird. Hier mussten wir viel Lehrgeld bezahlen", fasst es Dugandzic zusammen. Zum Ende hin habe sein Team häufig sogar den Spieß herumdreht und selbst über Körperlichkeit und Tempo dominiert. "Nach dem großen Umbruch können wir damit durchaus zufrieden sein. Aber natürlich wollen wir nächstes Jahr wieder einen Schritt nach vorne machen und wir sind absolut zuversichtlich, dass dies gelingt", sagt der Coach.


BC Erfurt - TS Herzogenaurach 75:82

Zu Beginn war Dugandzic nicht zufrieden, denn nach der langen Anreise wurden seine Mannen von den Erfurtern förmlich überrannt. Der beste BCler, Brian Wanamaker, legte los wie die Feuerwehr, zog immer wieder mit Höchstgeschwindigkeit zum Korb und schloss sicher ab. Die Longhorns waren schnell mit 6:14 im Hintertreffen, akklimatisierten sich aber langsam.

Ohne den kurzfristig erkrankten Mike Kaiser übernahm Nelson Weidemann die Verantwortung in der Offensive und brachte die Kollegen wieder ins Spiel. Mit einem Dreier und einem Korbleger ging die TSH zwei Minuten vor Viertelende in Führung, aber die Thüringer schlugen noch mal zurück: Damian Cortes warf die Hausherren mit 27:24 in die Kabine.

Im zweiten Viertel stellten die Herzogenauracher die Verteidigung um und erhöhten gleichzeitig die Intensität um ein Vielfaches. Die Erfurter wussten gar nicht mehr, wo oben und unten war, und leisteten sich etliche Ballverluste. Allerdings vergaben die Longhorns viele leichte Würfe. Zur Rückeroberung der Führung reichte es (39:41).

Die Gastgeber ließen sich in der Pause offensichtlich etliche Maßnahmen gegen die Herzogenauracher Verteidigung einfallen und kamen konstant zu Punkten. Die Longhorns spielten sich zwar weiterhin viele gute Würfe heraus, aber Fortuna war ihnen an diesem Tag nicht hold, sodass Erfurt mit einem 60:56-Vorteil in den Schlussabschnitt ging.


Geduldig unter dem Korb

Dort lautete das Motto der Franken: Wenn wir schon kein Glück haben, dann zwingen wir den Ball einfach durch den Korb. Die Aurachstädter forcierten ihr Spiel unter der Reuse und fanden immer wieder Monty Rogers, Willy Inkulu und Braslav Turic. Diese warfen und reboundeten so lange, bis der Ball durch den Ring gefallen war.
Hinten erkämpften sich Haris Hujic und Markus Person einige Bälle. Dies zusammen führte zum verdienten Herzogenauracher 82:75-Auswärtserfolg und einem positiven Saisonabschluss. pes

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