Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Der HEC will Spiele verlegen

Die Alligators schlagen Alarm: Aufgrund von Krankheit und Verletzungen sowie drei Spieldauer-Strafen - insgesamt 13 Ausfälle - hat das Team nicht mehr genug Spieler zur Verfügung, um am Wochenende aufzulaufen. Nun muss der Verband entscheiden.
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Spielertrainer Daniel Jun (links) im Gespräch mit Kapitän Daniel Sikorski
Spielertrainer Daniel Jun (links) im Gespräch mit Kapitän Daniel Sikorski
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Fünf Spiele in acht Tagen. Es war ein Kraftakt für die Alligators in der Eishockey-Bayernliga, der immerhin mit neun Punkten belohnt wurde. Nun müssen die Panzerechsen der hohen Belastung über die Feiertage aber Tribut zollen. Der erste Schock war die Diagnose bei Christan Eyrich, der in Regen rüde attackiert worden war: Innenband gerissen, Knorpel kaputt. Die Operation steht Anfang Januar an, nach der Genesung folgt Reha - die Saison ist gelaufen. Aber ans Aufgeben denkt der 28-Jährige nicht. 206 Pflichtspiele absolvierte Eyrich für die Panzerechsen in sechs Jahren und die 250 Partien will er mindestens noch voll machen. Insgesamt erzielte er über 80 Scorerpunkte für die Alligators.
Neben Eyrich fällt auch Sascha Petrojannis aus, der berufsbedingt kürzer treten muss, und jetzt signalisierten gleich neun weitere Spieler, verletzungs- bzw. krankheitsbedingt passen zu müssen.
Hinzu kommen die nach der Partie in Nürnberg gesperrten Ryan Cornforth, Martin Vojcak und Daniel Sikorski. Das heißt, neben dem dritten Torhüter Oliver Riebel und Spielertrainer Daniel Jun wären nur noch Richard Stütz, Thilo Grau, Tomas Urban und Lukas Meyer einsatzfähig. Zu wenig für ein Eishockeyspiel.

Die Schmerzen sind zu stark

Die vielen Einsätze haben vor allem die zuletzt schon angeschlagenen Spieler hart getroffen. Nachdem sich Mark Kaczmarek seit Wochen mit grippalen Infekten herumschlägt und zuletzt nur eingesetzt wurde, als nach drei Spieldauerstrafen nicht mehr genügend Verteidiger zur Verfügung standen, fallen nun auch Daniel Goblirsch und Daniel Tratz wegen Infekten aus. Torhüter Ronny Glaser spielt schon seit längerem trotz Problemen an seinem Knie. In Folge der vielen Spiele sind die Schmerzen so stark geworden, dass an einem Einsatz am Wochenende nicht zu denken ist.
Gleiches gilt für Petr Gulda und André Lenk, die sich schon vor einiger Zeit Verletzungen am Oberschenkel bzw. Schulter zuzogen und deshalb zuletzt nicht ihr volles Potenzial abrufen konnten. Jetzt müssen beide endgültig passen. Auch Philipp Schnierstein ist angeschlagen. Zu gerne hätte er das Derby gegen seinen Ex-Verein Nürnberg im Tor bestritten. Aufgrund einer Leistenverletzung musste er im Spiel gegen die Achtziger aber passen und ist auch jetzt noch nicht einsatzfähig,.
Hinzu kommen einige Verletzungen, die sich die Spieler in den Begegnungen gegen Mitterteich und Nürnberg zugezogen haben. Stephan Hiendlmeyer erlitt bei einem nicht geahndeten Stockstich eines Nürnberger Spielers im Schlussdrittel eine Rippenprellung und spielte das Derby gegen den EHC nur unter Schmerzen zu Ende. Markus Babinsky leidet nach einem Stockschlag eines Mitterteichers unter einer Handverletzung und spielte gegen Nürnberg nur aufgrund des wichtigen Derbys.

Noch keine offizielle Antwort

Das macht insgesamt 13 Ausfälle. Die Alligators bringen also am Wochenende mit aller Wahrscheinlichkeit keine spielfähige Mannschaft aufs Eis. Aufgrund der Verletztenmisere haben die Verantwortlichen den BEV und die Gegner gebeten, die beiden geplanten Partien zu verlegen. Wegen des Neujahr-Feiertages liegt bis jetzt allerdings noch keine offizielle Antwort vor. Sportvorstand Jörg Schobert äußert sein Bedauern: "Gerade das Heimspiel gegen Lindau hätten wir natürlich gerne ausgetragen. Die Weihnachtszeit ist immer besonders attraktiv für die Zuschauer und wir hätten bestimmt 50 bis 100 Zuschauer mehr gehabt, als an einem anderen Termin, aber wir dürfen die Gesundheit der Spieler nicht riskieren."
Laut Schobert ist an einen Einsatz ohne die Gefahr, die Situation noch weiter zu verschlimmern, nicht zu denken. Schließlich müssen unter der Woche alle Spieler einem Beruf oder einer Ausbildung nachgehen. Außerdem möchte der HEC nicht riskieren, dass die allesamt wichtigen Spieler womöglich für den Rest der Saison ausfallen, wenn die Verletzungen nicht ordentlich auskuriert werden. Im Falle einer Verlegung des Heimspiels gegen Lindau behalten bereits gekaufte Karten ihre Gültigkeit.
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