Erlangen

Der HC Erlangen verliert hoch in Friesenheim

Mit einer unerwartet deutlichen 17:26-Niederlage und dem Verlust der Tabellenführung in der 2. Bundesliga im Gepäck mussten die Handballer des HC Erlangen die frustrierende nächtliche Heimreise aus der Pfalz antreten.
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Ole Rahmel (dunkles Trikot) und der HC Erlangen legten nach einer sehr guten ersten Halbzeit bei der TSG Ludwigsburg-Friesenheim noch eine Bruchlandung hin und verloren die Tabellenführung. Foto: Picturedreams/Archiv
Ole Rahmel (dunkles Trikot) und der HC Erlangen legten nach einer sehr guten ersten Halbzeit bei der TSG Ludwigsburg-Friesenheim noch eine Bruchlandung hin und verloren die Tabellenführung. Foto: Picturedreams/Archiv
Bei den "Eulen" der TSG Ludwigsburg-Friesenheim war wieder einmal nichts zu holen gewesen. Dabei hatte der HC ganz gut vorgelegt und zur Pause noch geführt. Mitte der zweiten Hälfte allerdings riss der Faden und der HC Erlangen musste eine klare Neun-Tore-Niederlage quittieren.

TSG Ludwigsburg-Friesenheim - HC Erlangen 26:17

Dabei hatte es so lange so gut ausgesehen für das Team von HC-Cheftrainer Frank Bergemann. Hoch motiviert waren Basti Preiß und Co. ins Spiel gegangen, spielten couragiert und zupackend in der Deckung und lauerten im Angriff auf die besten Chancen, die auch überaus effektiv verwertet wurden. Lange war es sehr leise in der Friedrich-Ebert-Halle, das Publikum geradezu gebannt vom Auftritt der Gäste aus Mittelfranken. Die Erlanger Führung zum Pausentee (12:10) war da die logische Konsequenz und natürlich lautete die Marschroute für den zweiten Durchgang, sich noch deutlicher vom Gegner abzusetzen.

Das hätte auch gut klappen können, wenn zum Beispiel Kevin Klier den an Basti Preiß verursachten Siebenmeter nicht gehalten hätte (33.). Der TSG-Keeper spielte sich in einen Rausch und verhinderte eine eine Drei-Tore-Führung des HC. Seine Vorderleute schlossen erfolgreich ab, und so übernahm Friesenheim die Führung (38.), die sich nicht mehr hergaben. Auf einmal war das lange Zeit so schweigsame Friesenheimer Publikum wieder da und der HC sah sich einer Situation gegenüber, die sonst nur Erlanger Gegner in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle erleben. Bezeichnend, dass den Gästen nach der Pause nur fünf Treffer gelangen, während die TSG ganze 16-mal traf.

"Gerade zum Ende hin haben wir versucht, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, und dabei äußerst unüberlegt agiert. Das musste schiefgehen und hätte uns nicht passieren dürfen", sagte Frank Bergemann frustriert, warnte allerdings auch davor "nur Schlechtes zu sehen. Wir haben Friesenheim lange kontrolliert, dann aber vergessen, das Richtige zu tun. Wir waren zu ungestüm in der entscheidenden Phase."

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