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Herzogenaurach
Basketball-Regionalliga

Den Longhorns geht die Luft aus

Nach einer furiosen ersten Halbzeit werden die Herzogenauracher im Derby schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und warten weiter auf den dritten Sieg.
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Die Longhorns um Patrick Teka (links) suchten in der ersten Halbzeit immer wieder den emsigen Monty Rogers und betrieben viel Aufwand, der insgesamt aber zu viel Kraft kostete. Foto: herzopress
Die Longhorns um Patrick Teka (links) suchten in der ersten Halbzeit immer wieder den emsigen Monty Rogers und betrieben viel Aufwand, der insgesamt aber zu viel Kraft kostete. Foto: herzopress
Die Basketballer der Turnerschaft Herzogenaurach bleiben im Tabellenkeller der Regionalliga stecken. Im umkämpftem, aber nicht gerade hochklassigen Derby gegen den TSV Treuchtlingen ging den Longhorns der Sprit etwas zu früh aus. Am kommenden Mittwoch soll beim BBC Bayreuth II endlich die Trendwende eingeleitet werden.


TS Herzogenaurach - TSV Treuchtlingen 72:79

Im ersten Viertel sah es noch hervorragend für die Herzogenauracher aus, denn sie trafen aus nahezu allen Lagen und spielten mit enorm viel Tempo. Damit hatten die Gäste offensichtlich nicht gerechnet, denn sie wirkten trotz des Derby-Faktors etwas verschlafen und gerieten schnell mit 7:14 in Rückstand. Die beiden besten Aurachstädter, Mike Kaiser und Monty Rogers, feuerten aus allen Rohren, erzielten gemeinsam im ersten Viertel 14 Punkte und blieben dabei ohne Fehlversuch.
Die Treuchtlinger fanden im herausragenden Stefan Schmoll (24 Punkte) ihren Anführer, der sie einigermaßen im Spiel hielt. Doch auch er konnte nichts dagegen tun, dass die Seinigen nach zehn Minuten mit 19:31 in Rückstand lagen.
Zum zweiten Durchgang herrschte in der Halle beste Stimmung, den Longhorns gelang fast alles, der Ball lief gut durch die eigenen Reihen. Doch nun kamen auch die Treuchtlinger besser ins Spiel, brachten den Ball immer wieder unter dem Korb zu Stefan Schmoll und Peter Maischak. Diese spielten Katz und Maus mit ihren jüngeren Gegenspielern. Einzig Monty Rogers konnte defensiv einigermaßen dagegenhalten, doch auch er änderte an der Überlegenheit der Center-Riege der Gäste wenig. So verkürzten die Treuchtlinger bis zur Halbzeitpause auf 39:43.


Kaum Entlastung

Den Aurachstädtern ging nun mehr und mehr die Luft aus. Die zuvor starken Kaiser und Rogers mussten dem hohen Aufwand der ersten Halbzeit Tribut zollen, und die restlichen Longhorns konnten sie nicht genug entlasten. Auf der Gegenseite lief es dagegen fortan bestens. Der starke Treuchtlinger Aufbauspieler Tim Eisenberger zog immer wieder mit viel Feuer zum Korb und punktete dort problemlos. Wurde er gestoppt, fand er meist die besser positionierten Mitspieler an der Dreipunktlinie, welche die Vorlagen zuverlässig nutzten. Lediglich Braslav Turic konnte in dieser Zeit etwas dagegenhalten. 20:8 endete das dritte Viertel, was erstens negative Gefühle beim lautstarken Herzogenauracher Publikum aufkommen ließ und zweitens einen 51:59-Rückstand vor dem Schlussabschnitt bedeutete.


Nur noch Ergebniskosmetik

Die Gäste zogen nun weiter an und bauten den Vorsprung aus. Stefan Schmoll agierte umsichtig unter dem Korb, und sein Centerkollege Peter Maischak traf sogar aus der Dreipunktdistanz. 68:54 stand es dann nach sechs Minuten, und die Partie war gelaufen. Zwar konnten die TSHler noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, insbesondere Nelson Weidemann zeigte einige schöne Aktionen, aber die routinierten Gäste ließen nichts mehr anbrennen.
"Wir haben heute ein intensives Spiel gesehen, in dem keine Mannschaft auch nur für eine Minute zurückstecken wollte. Am Ende war die individuell höhere Qualität der Treuchtlinger entscheidend, die einfach vier Spieler in ihren Reihen haben, die jederzeit 20 oder mehr Punkte auflegen können. Dennoch haben wir uns gegen eine Top-Mannschaft gut verkauft und können darauf aufbauen. Am Mittwoch wird es wichtig für uns, denn da geht es gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Wir werden alles dafür tun, diesen wichtigen Sieg zu holen", erklärte Longhorns-Trainer Mario Dugandzic nach dem Spiel.
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