Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Das Warten auf Zählbares hält weiter an

Es ist wie verhext. Auch nach dem fünften Spiel der Playoff-Zwischenrunde der Eishockey-Bayernliga stehen die Höchstadter Alligators mit leeren Händen da. Dabei zeigte die Truppe eine über weite Strecken starke Leistung und dominierte phasenweise den Mitaufsteiger aus Moosburg.
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Daniel Jun (weißes Trikot) behält gegen seinen Moosburger Kontrahenten die Übersicht. Foto: Picturedreams
Daniel Jun (weißes Trikot) behält gegen seinen Moosburger Kontrahenten die Übersicht. Foto: Picturedreams
Allerdings ließen die Gastgeber reihenweise beste Möglichkeiten aus und wurden für dieses Versäumnis bitter bestraft.

Höchstadter EC - EV Moosburg 3:5

Die Partie begann verhalten, erst nach drei Minuten sah es so aus, als würden die Gäste die Initiative übernehmen. Just in dieser Phase leiteten Michalek und Eyrich einen Konter ein - Gulda ließ sich die Chance nicht nehmen und ließ den Puck zum 1:0 in Tor abtropfen (5.). Dann ergab sich eine Überzahlsituation für Moosburg, was die Gäste in der Regel zu nutzen wissen. Doch die Alligators hielten sich schadlos, hatten den Mitaufsteiger im Griff und fuhren eine schöne Attacke: Maier und Lang setzten sich kampfstark durch und bedienten Tratz, dessen abgefälschter Schuss zum 2:0 in den Maschen landete (13.). In der Folge waren die Höchstadter klar besser, erspielten sich Möglichkeiten, doch Sikorski als auch Jun leiden derzeit an Ladehemmung und verpassten es auch diesmal, die Führung auszubauen. Das rächte sich kurz vor der Drittelpause. Nach einem Aufbaufehler der Gastgeber eroberten Popp und Feistl die Scheibe und legten für Dylla auf, der den Anschlusstreffer markierte (19.). Fast wäre es mit der Schlusssirene noch schlimmer für den HEC gekommen, doch der Schuss des EV strich knapp am Gehäuse vorbei.

Zu oft in Unterzahl, um in Tritt zu kommen

Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, mit Chancen auf den beiden Seiten. Auch körperlich begegneten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe, doch der HEC haderte wieder einmal mit der Schiedsrichterleistung - 8:2 Strafminuten, die das Foul-Verhältnis nicht richtig wider spiegelten - machten es den Gastgebern schwer, in Tritt zu kommen. Stattdessen schlugen die in Überzahl gewohnt starken Moosburger gleich doppelt zu: Erst traf Holler nach Vorarbeit von Daffner und Dylla zum Ausgleich (34.), eine Minute später schloss Popp einen Konter zum 2:3 ab. In der Folge versuchten die Alligators, die Kontrolle über das Spiel wieder an sich zu reißen - bei weiteren vier Minuten am Stück in Unterzahl ein echter Kraftakt. Aber Jun und Co. hielten sich wacker und ließen keinen weiteren Moosburger Treffer mehr zu.

Moosburger Tor bleibt wie vernagelt

In der Pause tankten die Aischgründer neue Kraft und starteten furios in den letzten Akt. Die Hausherren erspielten sich gleich vier Riesenchancen, aber wie schon zuvor wollte die Scheibe einfach nicht ins Netz. Und wieder wurde der HEC bestraft. Mit seiner ersten Chance baute der EV Moosburg seine Führung aus, Popp besorgte das 2:4 (46.). In der Folge fielen die taktischen Schranken, keines der Teams gab mehr besonders viel auf die Defensive - für den neutralen Zuschauer schön anzuschauen. Beide Teams erspielten sich Möglichkeiten, ließen diese aber reihenweise liegen, vor allem für die Gastgeber blieb das Tor weiter wie vernagelt. Erst in der 51. Minute brach Jun nach Vorarbeit von Michalek und Hiendlmeyer den Bann und sorgte mit dem Anschlusstreffer für einen Hoffnungsschimmer (51.). Die Alligators versuchten wirklich alles, nahmen sogar den zwischenzeitlich eingewechselten Feeser zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch statt des verdienten Ausgleichs, gelang Popp ein Empty-Net-Goal in der Schlussminute.

Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC -EV Moosburg 3:5 (2:1, 0:2, 1:2)

Höchstadter EC: Tor: Glaser, Feeser; Verteidigung: Stütz/Sikorski, Kaczmarek/Weiß, D. Goblirsch/Babinsky; Angriff: Jun/Grau/Hiendlmeyer, Michalek/Gulda/Eyrich, Tratz/Lang/Maier

EV Moosburg: Tor: Neubauer, Eggerdinger-Hölzl; Verteidigung: Ohr, Mayer, Erl, Fengler, Weinzierl;
Angriff: Held, Dylla, Labute, Popp, Fischer, Daffner, Holler, Feistl, Gilg, Hausauer

SR: Gut, Beigel, Voigt
Zuschauer: 430

Tore: 1:0 Gulda (5.), 2:0 Tratz (13.), 2:1 Dylla (19.), 2:2 Holler (34.), 2:3 Popp (35.), 2:4 Popp (46.), 3:4 Jun (51.), 3:5 Popp (60.)
Strafzeiten: HEC 10 / EVM 2
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