Laden...
Baiersdorf
Fußball-Landesliga Nordwest

Bamberg brilliert in Baiersdorf

Weder in Bestform noch in Bestbesetzung präsentierte sich der BSV gegen den Spitzenreiter. Einzig Keeper Marc Oertelt verhinderte Schlimmeres.
Artikel drucken Artikel einbetten
BSV-Abwehrchef Jakob Karches (links) und Unglücksrabe Marc Weiler, der zur Gästeführung ins eigene Netz getroffen hatte, versuchen, Maximilian Hoffmann vom Ball zu trennen. Fotos: herzopress (5), Ruppert (4)
BSV-Abwehrchef Jakob Karches (links) und Unglücksrabe Marc Weiler, der zur Gästeführung ins eigene Netz getroffen hatte, versuchen, Maximilian Hoffmann vom Ball zu trennen. Fotos: herzopress (5), Ruppert (4)
+8 Bilder
Vor etwas mehr als einem Jahr spielte DJK Don Bos co Bamberg noch in der Bayernliga, Baiersdorf bis Mai in der Bezirksliga. Dass die beiden Teams seit dieser Saison gemeinsam in der Landesliga Nordwest kicken, merkte man den Kräfteverhältnissen beim 0:4 nicht an. "Wir hätten auch fünf oder sechs Tore kassieren können", gab BSV-Trainer Helmut Wolff zu. "So ist es mir aber lieber, als ungerechtfertigt zu verlieren", ergänzte der 44-Jährige mit Blick auf die Punkteteilung mit Abtswind eine Woche zuvor.

Baiersdorfer SV - DJK Bamberg 0:4

Den Torreigen eröffnete Marc Weiler mit einem von Dominik Schütz erzwungenen Eigentor (13.) - unglücklich wie die bisherige Saison des Baiersdorfer SV. "Bis zum 0:1 haben wir zumindest defensiv noch ganz gut mitgehalten", fand Kapitän Jakob Karches.
"Danach hat der Gegner seine zweifelsfrei vorhandene Qualität ausgespielt und im Gegensatz zu uns einen richtig guten Tag erwischt", sagte der 28-Jährige. Seine Mitspieler und er hätten den Gästen zu viel Raum gelassen.
Raum, den die Bamberger vorerst nicht nutzten. Schütz köpfte nach einer Ecke freistehend neben das Gehäuse von Keeper Marc Oertelt (36.). Eine Kopie des Führungstreffers, als sich Schütz wieder über die rechte Seite durchgesetzt hatte, verhinderte Weiler kurz vor dem Halbzeitpfiff. "Ich habe gemerkt, dass die Abwehrspieler an diesem Tag nicht so sicher standen, und habe meine Schnelligkeit ausgenutzt", erklärte Schütz nach seiner Auswechslung in der 89. Minute.
Bis dahin hatte er nach Pass des eingewechselten Gabriel Jessen (48.) und einer Steilvorlage von Markus Fischer (53.) auf 0:3 erhöht. Den Endstand besorgte Sebastian Fleischmann per Kopf nach Eckball von Christoph Kaiser (88.). Trainer Wolff, der bis auf Oertelt gerne die komplette Mannschaft ausgewechselt hätte, sah seine Schützlinge auf dem bewässerten Rasen verunsichert herumrutschen. Der einzige Torschuss der Hausherren durch Senad Bajric war leichte Beute für DJK-Schlussmann Matthias Kühhorn (30.).
Das Gesprächsthema hinter der Bande - die prekäre Finanzsituation des Sportvereins - habe die Spieler nicht beschäftigt. "Für uns ist das nicht relevant. Der Etat für die Saison steht. Aus der Politik halten wir uns raus", sagte Wolff. Sein Bamberger Kollege Gerd Schimmer hatte sich, als die Partie längst entschieden war, zwar lautstark über eine Schiedsrichterentscheidung aufgeregt, mit dem Auftritt des Spitzenreiters war er aber zufrieden: "Ich zähle uns nicht zu den Favoriten, weil wir noch nicht gegen die Topteams gespielt haben. Trotzdem wollen wir so lange wie möglich da oben bleiben." Den Ausfall des vierfachen Torschützen Stefan Reck, der auf der Hochzeit eines Freundes war, konnte Schimmer jedenfalls locker verkraften. "Wenn Dominik Schütz seine Chancen nutzt, ist er ein würdiger Vertreter", sagte der Übungsleiter.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren