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Fußball-Relegation

Baiersdorf und Schnaid halten die Klasse

Der Baiersdorfer SV bleibt nach einem 4:0 gegen Stadeln in der Landesliga, die DJK Schnaid/Rothensand darf in ihre 19. Kreisklassen-Saison in Folge.
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FC Bischberg - DJK Schnaid/Rothensand. Dank zweier Tore in der Verlängerung des Relegationsspiels in Walsdorf bleibt Schnaid Kreisklassist. Der FC erhält eine zweite Chance.  Foto: Picturedreams
FC Bischberg - DJK Schnaid/Rothensand. Dank zweier Tore in der Verlängerung des Relegationsspiels in Walsdorf bleibt Schnaid Kreisklassist. Der FC erhält eine zweite Chance. Foto: Picturedreams
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Der Baiersdorfer SV hat die Zuschauer nach dem mageren 0:0 im Hinspiel mit vier Treffern entschädigt. Freuen durften sich darüber aber nur die wenigen Gästefans, denn für Stadeln geht es runter in die Bezirksliga. Der BSV hielt auch im dritten Jahr nach dem Aufstieg die Klasse.

Im Spielkreis Bamberg muss der SC Reichmannsdorf im doppelten Sinne nachsitzen: Das Duell um die Kreisliga gegen den TSV Hirschaid wurde beim Stand von 1:1 in der Verlängerung abgebrochen und muss zeitig nachgeholt werden, wenn der Relegationszeitplan einigermaßen eingehalten werden soll.

Das Ausscheidungsspiel um die Kreisklasse zwischen Bischberg und Schnaid/Rothensand ging ebenfalls in die Verlängerung, nahm dort Fahrt auf, bis zwei Rote Karten der DJK in die Hände spielten.


Relegation zur Landesliga: FSV Stadeln - Baiersdorfer SV 0:4

Nach dem ereignislosen 0:0 im Hinspiel ging es in Stadeln deutlich spannender zu, doch Tore gab es erst im zweiten Durchgang zu sehen. Die Gäste zeigten sich von Beginn an spielbestimmend, ein ums andere Mal sorgte BSV-Linksaußen Patrick Hoffmann für Gefahr, doch Stadelns Torhüter Maximilian Erk zeigte sich stets wachsam.

In der Vorwärtsbewegung war von den Hausherren kaum etwas zu sehen, einzig durch Standards näherte sich der FSV dem gegnerischen Gehäuse an - von echter Torgefahr konnte man aber nur beim Lattentreffer von Florian Gräf sprechen (33.). Auf der anderen Seite hätten Hoffman (38.) und Fabian Schwab (43.) für die Gästeführung sorgen müssen. Diese besorgte Hoffmann nach dem Seitenwechsel: Schwab drang von rechts in den Strafraum und legte klug nach hinten, der Rest war Formsache - 1:0 (49.).

Es schien, als sei der Rückstand so etwas wie ein kurzer Weckruf für Stadeln gewesen, doch der FSV ließ zwei Hochkaräter ungenutzt. Schon bald brachte der BSV die Partie wieder unter Kontrolle und traf durch Schwab nach Vorarbeit von Patrick Titzmann zum 2:0 (74.). Nur vier Minuten später tauschten Torschütze und Vorlagengeber die Positionen, Schwab schickte Titzmann mit einem langen Ball auf die Reise, der blieb im Eins-gegen-eins cool und versenkte das Leder im Stadelner Gehäuse zum 3:0 (78.).

Den Schlusspunkt gegen demoralisierte Hausherren setzte Miguel Gonzalez per Elfmeter (88.). "Wir waren nicht präsent genug und haben zu viele individuelle Fehler gemacht", musste FSV-Trainer Mathias Surmann nach der Partie eingestehen. Mit dem Sieg bleibt der Baiersdorfer SV in der Landesliga Nordost, Stadeln muss den Weg in die Bezirksliga antreten. "Wir waren über beide Spiele gesehen die Mannschaft, die den Klassenerhalt mehr wollte. Wir hatten einfach mehr Power", sagte Thomas Luckner, der sichtlich erleichterte Coach des BSV. zme
Baiersdorfer SV: Stahl, Lehmann, Süß, Lechner, Gonzalez, Karsak, Günther, Hoffmann, Faßold, Schwab, Titzmann, Zecho (59.), Wondra (69.), Schmitt (83.)


Relegation zur Kreisliga Bamberg: TSV Hirschaid - SC Reichmannsdorf abgebr.

Der Schiedsrichter hatte Mühe, die um die Kreisliga kämpfenden Lager in Zaum zu halten. Bis zur Pause sahen vier Hirschaider und zwei Reichmannsdorfer die gelber Karte. Auch dem Elfmetertor von Sven Wenzel ging ein Foul eines TSVlers voraus (35.). Nach gut einer Stunde sah der Reichmannsdorfer Pascal Marechal für ein Einsteigen die rote Karte, die Überzahl nutzte Hirschaid zwei Minuten später zum Ausgleich, als Christian Trunk zur Stelle war (67.). In der 84. Minute musste der Hirschaider Fabian Nögel mit Gelb-Rot vom Feld, diesmal notierte der Schiedsrichter Meckern auf seiner Karte.

Letztlich waren es aber nicht unsportliche Spieler, die Referee Jonathan Bähr drei Minuten nach Beginn der Verlängerung zum Abbruch veranlassten. rup


Relegation zur Kreisklasse Bamberg: FC Bischberg - DJK Schnaid/Rothensand 0:2 n.V.

Wer in einer solchen Partie fußballerische Leckerbissen erwartet, wird häufig enttäuscht. Auch dieses Duell am Samstag in Walsdorf lebte in erster Linie vom Aufwand, den beide Mannschaften betrieben - und natürlich von der Spannung, die 113 Minuten lang vorhanden war. In der Verlängerung brachten sich die Bischberger selbst ins Hintertreffen und müssen unter der Woche gegen Vorra einen neuen Anlauf Richtung Kreisklasse nehmen. Der Sieg der Rothensander vor etwa 380 Zuschauern war glücklich, aber verdient. Die aufgrund der in der Saison deutlich mehr erspielten Punkte als Favorit angetretene DJK hatte über 120 Minuten ein leichtes Chancenplus, das sie erst spät in Tore ummünzte. Schnaid belohnte sich für die starke Leistung nach der Winterpause mit dem Klassenerhalt.

In der Verlängerung holte sich Stefan Graf für ein Foul die gelbe Karte ab und sollte kurz darauf ausgewechselt werden. Dazu kam es allerdings nicht, da der Linienrichter wohl eine Beleidigung des FClers vernommen und den Schiedsrichter informiert hatte. So ging Graf zwar trotzdem vorzeitig vom Platz, allerdings ohne Ersatz. Kurz nach Anpfiff der zweiten Zusatzhälfte umkurvte Rüdiger Folz den Bischberger Torwart und spitzelte die Kugel Richtung Tor, als Verteidiger Roland Meinl-Götz dazwischengrätschte und den Ball mit der ausgestreckten Hand vom Überqueren der Linie abhielt. Den Elfmeter, der erneut auf Hinweis des Assistenten gepfiffen wurde, verwandelte Folz im zweiten Anlauf (110.), da der Schiedsrichter beim ersten Versuch einen zu früh in den Strafraum laufenden Bischberger ertappt hatte. Johannes Kupfer machte den Deckel gegen neun Gegenspieler im Zuge eines Konters drauf (113.).

In der Anfangsphase der regulären Spielzeit hatten Tobias Karl, der knapp verzog (7.), und Folz aus 16 Metern über die Latte (20.) gute Chancen, ehe die Partie wegen eines Gewitters für 15 Minuten unterbrochen wurde. FC-Trainer Gotthardt nutzte die Pause für eine Umstellung, vor allem was Floz' Bewachung betraf. Tatsächlich wurde Bischberg danach aktiver.

Auch in der zweiten Halbzeit war der offizielle Gastgeber auf Augenhöhe. Erst kurz vor Ablauf der 90 Minuten hatte Matthias Halama den Siegtreffer für Schnaid auf dem Fuß, zudem forderte der DJK-Anhang vergeblich einen Freistoß aus aussichtsreicher Position (82.). Nach einer Schrecksekunde, die Florian Ley mit einem Kopfball an die Schnaider Latte fabrizierte, ging es in die Verlängerung mit dem eingangs geschilderten Resultat. "Das war ein verdienter Erfolg. Jetzt atmen wir erst einmal durch", sagte Rothensands scheidender Trainer Uwe Nagel gegenüber anpfiff.info.
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