Ohne die verletzten Leistungsträger Georg Münch (Ellbogen) und Daniel Stumpf (Knie) lieferten die Erlanger gegen die TSG einen Krimi ab, der alles zu bieten hatte, was Handball ausmacht. Am Ende rangen die Hausherren den Erstliga-Absteiger mit vier Toren Vorsprung nieder, nachdem sie lange einem Rückstand hinterher gelaufen waren.

HC Erlangen - TSG Friesenheim 25:21


Anfangs hatte es nicht gut ausgesehen für die Erlanger. Schon zu Beginn des Aufeinandertreffens machten die "Eulen" aus Rheinland-Pfalz deutlich, dass sie nicht nach Mittelfranken gereist waren, um sich kampflos dem Lauf des HCE zu beugen, der die letzten vier Spiele gewonnen hatte. Mit robuster Spielweise und gutem Fluss im Angriffsspiel erarbeiteten sich die Gäste bis zur 14. Minuten eine 7:3-Führung, auch weil die Erlanger zahlreiche Umstellungen vornehmen mussten und zunächst nicht recht in die Spur fanden. "Wir haben durch die Verletzungen viele Automatismen verloren, das hat uns den Start richtig erschwert", erklärte HCE-Trainer Bergemann, der vor allem auf den Außenpositionen rotieren ließ.
So fand sich Daniel Pankofer, der gemeinsam mit Christoph Nienhaus im Spielverlauf zur Lebensversicherung der Erlanger werden sollte, bald auf der ungewohnten linken Außenbahn wieder, während Neuzugang Nikolai Link (Lemgo) seine Klasse erfolgreich am Kreis unter Beweis stellen durfte. Mit zunehmender Spielzeit fruchteten diese Maßnahmen immer mehr und zur Halbzeit war der Vorsprung der Gäste auf zwei Tore gekürzt (10:12).

Führung läutet die entscheidende Phase ein


Im zweiten Durchgang agierten die Erlanger nun kompakter und zielstrebiger, nahmen das Heft in die Hand und zeigten den müder werdenden Gästen mit ihrer starken Physis immer mehr die Grenzen auf. Gestützt auf einen überragenden Andi Bayerschmidt im Tor gelangen dem HC auf einmal wieder die Gegenstöße und man war auch in der zweiten Welle erfolgreich.
In der 41. Spielminute gingen die Bergemänner erstmals seit der zweiten Minute wieder in Führung (16:15) und läuteten damit die entscheidende Phase der Partie ein. Minutenlang wogte die Partie nun hin und her doch nach zwei Siebenmeter-Treffern von Pankofer und einem Kracher von Hess enteilten die Erlanger den Gästen zum vorentscheidenden 21:18 (51.). "Wir haben uns super ins Spiel gekämpft und konnten die Partie so kippen", erklärte HC-Trainer Frank Bergemann, der seine Schützlinge für die geschlossene Teamleistung lobte.