Herzogenaurach
Basketball

Auswärtsfluch der Shorthorns Herzogenaurach hält weiter an

Erneut müssen die Shorthorns Herzogenaurach in der Damen-Regionalliga die Heimreise mit leeren Händen antreten. Beim Spitzenreiter TSV Wasserburg II hielt der Tabellenvierte die Partie allerdings bis ins Schlussviertel spannend.
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Ballgefühl: Kathrin Sperber (weißes Trikot) wusste auch beim Tabellenführer TSV Wasserburg II viel mit dem Ball anzufangen. Ihre 18 Punkte reichten den Shorthorns aber nicht für den ersten Auswärtssieg. Foto: herzopress/Archiv
Ballgefühl: Kathrin Sperber (weißes Trikot) wusste auch beim Tabellenführer TSV Wasserburg II viel mit dem Ball anzufangen. Ihre 18 Punkte reichten den Shorthorns aber nicht für den ersten Auswärtssieg. Foto: herzopress/Archiv
Die Bilanz ist ernüchternd. Drei Mal versuchten die Regionalliga-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach (TSH) bislang, auswärts zu einem Punkterfolg zu kommen. Jeder Versuch misslang. Die acht Punkte, die derzeit den vierten Tabellenplatz bedeuten, wurden allesamt in der heimischen Halle erzielt. Während die Shorthorns die ersten beiden Reisen stets mit einer gewissen Hoffnung antraten, dass ihr Vorhaben gelingen könnte, sah die Ausgangslage diesmal anders aus. Schließlich wurde die Mannschaft von Trainer Christian Braun von Tabellenführer TSV 1880 Wasserburg II empfangen.

Zwar lieferte sich die TSH einen hartem Kampf verließ aber erneut mit leeren Händen eine fremde Halle, da sich immer wieder kleine Schwächen im Abschluss und in der Defensive offenbarten. "Gegen eine Mannschaft von so einem Kaliber muss man sich mehr als ganze sechs Freiwurfversuche erspielen", sagte Trainer Christian Braun, "wir hatten phasenweise zu viel Respekt und mussten letztlich einem schwächeren Viertel Tribut zollen." fasste Trainer Christian Braun zusammen.

TSV Wasserburg II - TS Herzogenaurach 65:55

Mit einer leicht veränderten Starting Five gingen die Shorthorns in die Partie. Raluca Chioran vertrat die verhinderte Jana Ulbig, weshalb den Gästen im dritten Auswärtsspiel zum dritten Mal eine wichtige Spielerin nicht zur Verfügung stand. Obwohl Wasserburg ohne die Leistungsträger Sabrina Gröger und Sara Vujacic antrat, machte sich die dünnere Personaldecke der Herzogenauracherinnen schnell bemerkbar. Denn Theresa Heinz, Regine Brox und Kathrin Sperber handelten sich schon früh Fouls ein und daher öfters auf der Bank Platz nehmen. Mit dem 5:11-Rückstand (5.) konnten die Shorthorns daher gut leben und in der Folge mit 14:12 sogar selbst in Führung gehen (8.), ehe es mit einem knappen 16:18 in die erste Pause ging.

Im zweiten Spielabschnitt gelang es der TSH dann aber immer weniger, die personellen Probleme zu kompensieren. Die Verteidigung der Center-Spielerin Claudia Calvelo (19 Punkte) kostete viel Energie. Mit den schwindenden Kräften ging zudem eine Konzentrationsverlust einher, sodass sich Lücken ergaben. Vor allem Linda Pettersson (9) und Anja Sattler (9) nutzten ihre offen Würfe und auf Seiten der Shorthorns wehrte sich nur Kathrin Sperber (18). Sie erzielte allein im zweiten Viertel zehn Punkte, weshalb der Rückstzand zur Halbzeit nur elf Punkte betrug (39:28). Nach der Pause gaben sich die Gäste kämpferisch und deutlich konzentrierter. Veringert werden konnte das Ergenis aber kaum. Abermals waren Foulprobleme dafür mit verantwortlich.

Für Theresa Heinz war das Spiel schon in der 24. Minute wegen ihres fünften Fouls beendet und auch Regine Brox (5) durfte frühzeitig nur noch von außen zuschauen. Insgesamt acht Mannschaftsfouls sammelten die Shorthorns im dritten Viertel und waren daher zu etlichen Personalrochaden gezwungen. Die Gastgeberinnen mussten ohne jegliches Teamfoul keine Rücksicht auf ihre Formation nehmen. Die Folge: Herzogenaurach kam den Gastgeberinnen nicht viel näher (42:52).


Carret sorgt für Spannung

Geschlagen gab sich die TSH aber nicht. Vielmehr schlug die Stunde von Laurine Carret, die ihre sieben Punkte innerhalb von zwei Minuten erzielte. Dadurch kamen die Shorthorns bis noch einmal auf zwei Zähler heran (33./50:52). Ein Dreier von Anja Sattler und ein offener Wurf der treffsicheren Linda Pettersson (11) beendete jedoch den Shorthorns-Lauf. Der 50:57-Rückstand bedeutete letztlich die Vorentscheidung. "Wir nehmen dennoch etwas Positives mit. Das war unser bis dato bestes Auswärtsspiel und das gegen einen sehr guten Gegner. Der Zusammenhalt in der Truppe stimmt", sagte Co-Trainer Felix Hofmann.
TS Herzogenaurach: Angerstein (2), Brox (5), Carret (7/1 Dreier), Chioran (7/1), Ertugrul, Friedmann, Fürsich (4), Heinz (8), Redeker (4), Sperber (18/3)
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