Herzogenaurach
Leichtahtletik

Aurachtallauf: Wittmann wird zum Sonnenkönig

Der Burghaslacher in Diensten den LAC Quelle Fürth kam bei der 45. Auflage des Laufs am besten mit der Hitze zurecht und deklassierte die Konkurrenz.
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Jürgen Wittmann kam mit der Hitze am besten zurecht und gewann den 45. Aurachtallauf.  Foto: Picturdreams
Jürgen Wittmann kam mit der Hitze am besten zurecht und gewann den 45. Aurachtallauf. Foto: Picturdreams
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Hitzeschlacht am Dohnwald: Die 45. und gleichzeitig letzte Auflage des Aurachtallaufs (zumindest unter diesem Namen) wurde für die Teilnehmer zu einer besonderen Herausforderung. Die große Hitze, die das Hauptrennen über zehn Kilometer begleitete, erschwerte die Bedingungen. Doch die Männer und Frauen kamen mit der stechenden Sonne gut zurecht, passten das Tempo an und fanden auf den Waldwegen genügend schattige Passagen. Dazu beherzigten sie die Aufforderung von Moderator Willi Wahl, während des Rennens genug zu trinken.

Einer kam mit den Bedingungen besonders gut zurecht: Jürgen Wittmann vom LAC Quelle Fürth setzte sich nach 36:01 Minuten die Krone auf. "Das war eine Glanzleistung von Jürgen, obwohl es wegen der Hitze nicht zu einem Streckenrekord reichte", erklärte Gerd Ankermann, Chef der gastgebenden Laufsportabteilung der TS Herzogenaurach.


Dass die Läufer auf Platz 2 und 3, die aufgrund ihrer Herkunft eher an hohe Temperaturen gewöhnt sein dürften, mit 31 Sekunden beziehungsweise 1:42 Minute Rückstand ins Ziel kamen, sei ein weiteres Indiz für Wittmanns starke Leitung. Bester Herzogenauracher war Johannes Schwabe, der sich als Gesamtzwölfter in der Altersklasse M35 Rang 2 hinter Wittmann sicherte.


Schnellste Frau auf Rang 21

Bei den Frauen war eine Lokalmatadorin das Maß der Dinge: Zehn-Kilometer-Spezialistin Felicity Milton war aufgrund ihrer beruflichen Verpflichtungen und dem dadurch eingeschränkten Training ein Stück weg von ihrer persönlichen Bestleistung. Doch die Engländerin in Diensten der TSH hatte fast zwei Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte und musste in 41:04 Minuten nur 20 Männern den Vortritt lassen.

"Wir sind sehr zufrieden", lautete hernach auch Ankermanns Fazit angesichts von 366 Finishern in den verschiedenen Wettbewerben. "Das waren zwar rund 60 weniger als im vergangenen Jahr, aber viele entscheiden sich erst kurzfristig und haben diesmal aufgrund des Wetters andere Aktivitäten vorgezogen."

Für Ankermann war dies aber kein Beinbruch. Viel wichtiger sei gewesen, dass alle Läufer das Rennen unbeschadet überstanden und das auf den Ernstfall gut vorbereitete Rote Kreuz nicht eingreifen musste.


Neuerungen im nächsten Jahr

"Die Sportler fühlen sich bei uns wohl, deshalb wird es auch 2017 wieder eine Veranstaltung geben, dann unter dem Namen ,HerzoRun'. So viel können wir versprechen." Ob der Lauf dann wieder durch den Dohnwald führt, der für Zuschauer nicht optimal ist, oder ob etwas Neues wie ein Stadtlauf ausprobiert wird, steht aber noch in den Sternen, erklärte Ankermann.
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