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Herzogenaurach
Handball

Auch Nina Bestle kommt wieder

Die 26-Jährige ist bereits die vierte namhafte Rückkehrerin, die den inzwischen breit aufgestellten TSH-Damen in der Bayernliga extrem weiterhelfen kann.
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Nina Bestle zieht es nach einem Jahr in der Regionalliga zurück zur TSH, wo sich derzeit ein individuell richtig starkes Team für die neue Bayernliga-Saison bildet. Foto: herzopress/Archiv
Nina Bestle zieht es nach einem Jahr in der Regionalliga zurück zur TSH, wo sich derzeit ein individuell richtig starkes Team für die neue Bayernliga-Saison bildet. Foto: herzopress/Archiv
Das tut dem jahrelang extrem schmalen Kader der Bayernliga-Handballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach richtig gut: Nina Bestle, schon in den Spielzeiten 2011 bis 2015 wertvolle Abwehrstrategin unter dem damaligen Trainer Udo Hermannstädter, hat sich entschlossen, wieder bei der TSH anzuheuern. Nach Martina Ebersberger, Lena Mergner und Tanja Küffner, die zwischenzeitlich zwei Saisons für den Regionalligisten HaSpo Bayreuth aktiv waren, ist sie die vierte Rückkehrerin.
Eigentlich hatte sich Bestle vor einem Jahr vom Leistungshandball zurückziehen wollen, um "auch mal etwas Zeit für andere Interessen" zur Verfügung zu haben. Dann aber folgte sie dem damals scheidenden TSH-Trainer Udo Hermannstädter zu dessen neuer Wirkungsstätte beim ESV Regensburg, wo sie in nahezu allen Regionalliga-Begegnungen zum Kader der Domstädterinnen gehörte und sich auch hier vor allem im Abwehrverbund bewährte.


Eine ordnende Hand

Egal ob in der direkten Defensivarbeit am Mann, oder bei der Abwehrorganisation im Verbund zeigte sie starke Leistungen, während sie in der Offensive als verlängerter Arm von Hermannstädter um den Angriffsaufbau bestrebt war. Zudem imponierte vielfach das gut funktionierende Zusammenspiel mit Kreisläuferin Lena Mergner. Kein Wunder, spielten beide doch - ebenso wie Ebersberger - zuvor einige Zeit in der erfolgreichen Jugend des HC Erlangen zusammen. Obwohl Regensburg Bestle ein neuerliches Angebot unterbreitet hatte, ließ sie sich von dem in neuer Funktion bei der TSH tätigen Hermannstädter und Trainer Hans-Jürgen Kästl zu einer Rückkehr bewegen. "Dies ist eine erfreuliche Entscheidung für unser Projekt. Nina kann unser System weiter festigen und wird zudem eine große Hilfe für unsere jungen Nachwuchstalente sein, die wir demnächst vorstellen werden", sagt ihr neuer Coach.
Wo es der TSH im bayerischen Oberhaus in den vergangenen Jahren sportlich durchgängig gelungen war, ansprechende Leistungen abzuliefern, wurde sie ergebnismäßig oft durch den schlichtweg viel zu knapp bemessenen Spielerkader gebremst. In der neuen Spielzeit kann sie endlich auch mal mit zahlenmäßiger Stärke dagegenhalten. Sarah Stephan, Janka Kräck, Alina Erdmann, Steffi Mittasch, Nina Bestle, Alexa Dodan, Saskia Probst, Tanja Küffner, Nicole Mittelheisser, Corinna Merz und Lena Mergner plus die nach schwerer Knieverletzung noch in der Aufbauphase befindliche Vicky Egle sind ein Dutzend Feldspielerinnen mit durchgängig gehobener Bayernliga-Qualität. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass Egle, Mittasch und Bestle - die beiden letzteren studienbedingt - zu Saisonbeginn noch nicht durchgängig verfügbar sein werden.


Das Wir-Gefühl am Leben halten

Dennoch, wenn sich noch einige begabte Nachwuchsakteure einfinden und man dazu auf Martina Ebersberger im Tor bauen kann, werden die Herzogenauracher Handballfrauen wohl ein ziemlich neues Wettbewerbsgefühl erleben. Allerdings liegt es nun auch am Trainer, das zuletzt großartige Wir-Gefühl aufrecht zu erhalten. Denn der einzige "Vorteil" der nur schwer zu lösenden Personalnöte war, dass sich die Mannschaft quasi von alleine aufstellte. Da aber dürfte man wenig Bedenken haben, allein schon die Rückkehr der vier Regionalliga-Erfahrenen spricht für das positive Ansehen des TSH-Teams und auch die Führungsqualität von Kästl im Umgang mit den Akteuren.

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