Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey-Bayernliga

Alligators rutschen in Lindau aus

Nach dem 5:1 zu Hause schien der Höchstadter EC seinen Spaziergang durch die Bayernliga-Play-offs fortzusetzen. Doch in Lindau kassierte er die höchste Saisonpleite.
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Lindau obenauf: Den klaren Heimerfolg der Alligators übertrumpften die Bodenseestädter (blau) auf eigenem Eis und schickten ihren Gegner mit der höchsten Saisonpleite nach Mittelfranken zurück.  Foto: Picturedreams
Lindau obenauf: Den klaren Heimerfolg der Alligators übertrumpften die Bodenseestädter (blau) auf eigenem Eis und schickten ihren Gegner mit der höchsten Saisonpleite nach Mittelfranken zurück. Foto: Picturedreams
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Nichts war's mit der Vorentscheidung. Statt einen großen Schritt in Richtung Eishockey-Oberliga zu machen, schlitterten die Höchstadt Alligators in Lindau in ihre höchste Saison-Niederlage. Im Bayernliga-Endspiel steht es somit 1:1.


EV Lindau - Höchstadter EC 7:2

Mit exakt derselben Aufstellung wie zwei Tage zuvor ging Höchstadt ins zweite Finalduell, doch der Spielverlauf wurde ein völlig anderer. Zwar begannen die Alligators druckvoll, doch Patrik Dzemlas Schuss lenkte Lindau-Keeper Johansson übers Tor (1.), den Abschluss von Tomas Urban im HEC-Powerplay parierte er ebenfalls (6.).

Die größte Gelegenheit, die Weichen frühzeitig auf Auswärtssieg zu stellen, vergab Thilo Grau, der den Puck allein vor dem Tor knapp drüber setzte. "Den muss er machen", fand Höchstadts Pressesprecher Stefan Hobner.
Wenn du sie vorne nicht machst..., gilt nicht nur im Fußball. Auf Zuspiel von Sekula und Sekera war der Bayernliga-Spieler des Monats Februar, Cech, aus kurzer Distanz für Lindau zur Stelle (14.).

Per Konter über Cech stellte Sekera den Spielverlauf schließlich völlig auf den Kopf (16.). "In den letzten Minuten des ersten Drittels haben wir nur noch Schadensbegrenzung betrieben", erklärte Hobner, der seinen Spielern mit auf den Weg in die Kabine gab, sich nicht von der harten Gangart der Hausherren anstecken zu lassen.

Doch egal, was sich die Mittelfranken in der Pause vorgenommen hatten; es klappte nicht. Und Lindau zeigte sich vor dem Höchstadter Tor eiskalt. Während Cech mit Leichtigkeit auf 3:0 erhöhte (22.), schafften es die Gäste, 1:47 Minuten in doppelter Überzahl ungenutzt verstreichen zu lassen. Ales Kreuzer traf lediglich den Außenpfosten (24.). Nach dem 4:0 durch Miller (28.) tauschte HEC-Spielertrainer Daniel Jun die Torhüter.

Jun macht kurzzeitig Hoffnung

Als das Gegenüber des neuen Goalies Ronny Glaser patzte, verkürzte Jun auf 1:4 (34.) und machte seinem Team Hoffnung. Doch die Islanders stellten im Powerplay und in Person von Fuchs den alten Abstand wieder her (35.). Weil Urban - ebenfalls mit einem Mann mehr auf dem Eis - der erneute Anschlusstreffer gelang (39.), wollten die Höchstadter zu viel und wurden von Mlynek per Konter bestraft (40.).

"In 20 Minuten ein 2:6 aufzuholen, ist im Eishockey nicht unmöglich", sagte Hobner, doch im letzten Drittel passierte nicht mehr viel. Zumindest aus sportlicher Sicht. Nach dem 7:2 von Mlynek (51.) lieferten sich die Teams eine Schlägerei, aus der Daniel Goblirsch und Daniel Sikorski mit empfindlichen Strafzeiten hervorgingen.

Spiel 3 am Freitag in Höchstadt

Chance zur Wiedergutmachung haben die Alligators am Freitag um 20 Uhr am heimischen Kieferndorfer Weg.

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