"Macher" Apostolos Petridis ist mit "seiner" Basketball-Abteilung vom Turn- und Sportverein (TSV) zum Eishockey-Club umgezogen. Schlechte Kommunikation und finanzielle Reibereien nennt Petridis als Gründe für die Abnabelung. Außerdem habe er sich einen Partner mit Ambitionen gewünscht und im HEC um Präsident Axel Rogner gefunden. Unter dem neuen Namen "Alligators Baskets" verfolgt Petridis nun große Ziele: "Wir wollen im Herrenbereich ein Topteam aufbauen."

Zuletzt hatte das unter dem bisherigen Spielertrainer nicht wie gewünscht geklappt. Im ersten Jahr gelang zwar der souveräne Aufstieg in die Bezirksklasse, doch dort hielten sich die Höchstadter im letzten Jahr nur, weil drei andere Vereine ihre Teams zurückgezogen haben. Zwischenmenschliche Probleme hätten sich soweit gehäuft, bis die ehemals gute Team-Chemie komplett zerstört gewesen sei, berichtet Petridis. "Das ging soweit, dass wir zu einem Spiel gar nicht erschienen sind." Deshalb hätte es keinen anderen Ausweg als die Trennung gegeben.


Top-Leute aus der Oberliga

Nun soll es mit einem neuen Trainer steil bergauf in Richtung Bezirksliga gehen. Mit Zoran Radosavljevic wurde ein Coach verpflichtet, dessen Name in der Region ein Synonym für Erfolg ist. In den vergangenen drei Jahren betreute der Serbe den Oberligisten GSV Omiros Fürth und verpasste mit ihm zweimal nur um Haaresbreite den Sprung in die 2. Regionalliga. Damit Radosavljevic auch in Höchstadt Erfolg hat, bringt der "absolute Wunschtrainer" (Petridis) zwei seiner besten Spieler von Omiros gleich mit: Aufbauspieler Peter Prowosnik (27 Jahre) und Center Artur Gudbeski (25). Prowosnik, der auch schon für die TS Herzogenaurach aktiv war, glänzte mit 22 Punkten im Schnitt als Fürther Topscorer in der Oberliga. Auch die 10,7 Zähler von Gudbeski können sich sehen lassen. Diese beiden Akteure allein machen die Höchstadter schon zum Titelkandidaten. Dazu kommen noch weitere erfahrene Spieler, nämlich Aleksandar Ceklic (zuletzt TSH II, Bezirksliga), Nicolas Hinrichsen (TuSpo Heroldsberg, Bezirksliga), Sergiy Suslo, und Mirsad Grabovac. Weitere Neuzugänge werden noch kommen. "Es tut sich noch was bei uns", verspricht Petridis, der in diesem Jahr nur aushilfsweise auf dem Spielfeld eingreifen will.

Im Vordergrund steht für ihn der Erfolg der Mannschaft und der Abteilung. Die Nachwuchsarbeit will er nicht vergessen, sondern fördern. Deshalb ist für ihn die zweite Mannschaft, die letztmals als SG Höchstadt/Zeckern in der Kreisliga startet, so wichtig. Hier sollen junge, talentierte Spieler langsam an das Niveau der "Ersten" herangeführt werden. Auch er selbst kümmert sich um die Jugendarbeit. Zusammen mit dem Cosmos-Spieler Toni Engelhardt trainiert er selbst die U16- und U18-Junioren. Allerdings haben mit Sebastian Schmitt, Lukas Ruhmann, Benedikt Stocklassa (alle Cosmos Herzogenaurach) und Matthias Dorsch jetzt vier junge Spieler aus dem Raum Höchstadt den Verein verlassen - es wirkt wie eine Flucht vor den neuen Leuten aus Fürth.


Auftaktspiel am 9. Oktober

Eingestellt wurde inzwischen der Spielbetrieb der schwach besetzten Damen, so dass die Höchstadter zusammen mit den U12-Junioren nun fünf Teams im Spielbetrieb gemeldet haben. Saisonstart ist am Samstag, 9. Oktober, um 18 Uhr mit dem Heimspiel der "Ersten" gegen die Reserve der Noris Baskets. Petridis verspricht ein kleines Rahmenprogramm zu den Alligators-Heimspielen in der Realschulhalle und hofft, dass sich ein paar Fans der Puck- künftig auch für die Korbjäger begeistern können.